#Mineralstoffpower

Warum Magnesium und Zink bei Diabetes so wichtig sind

Sportliche Frau geht joggen | © gettyimages.de /  Ridofranz
© gettyimages.de / Ridofranz
Für Menschen mit Diabetes ist es besonders wichtig im Alltag aktiv zu sein und sich zu bewegen.

In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Diabetes-Hilfe rund sieben Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, die Mehrheit davon an Diabetes Typ 2. Dass eine gesunde Ernährung und Sport für Betroffene sehr wichtig sind, wissen die meisten Betroffenen. Weniger bekannt dagegen ist, wie wichtig eine ausreichende Versorgung mit Zink und Magnesium für Diabetiker*innen ist. Warum das so ist und wie Menschen mit Diabetes ihren Magnesium- und Zinkbedarf gut decken können, erfahren Sie hier.

Diabetes: Formen und Ursachen

Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, ist in Deutschland weit verbreitet. Bei Betroffenen ist der Blutzuckerstoffwechsel gestört, sodass die Blutzuckerwerte permanent zu hoch sind. Normalerweise reguliert das Hormon Insulin den Blutzuckerspiegel, das heißt, es transportiert Zucker (Glukose) in die Körperzellen und hat so eine blutzuckersenkende Wirkung. Bei Diabetiker*innen funktioniert dieser Stoffwechselvorgang nicht mehr richtig, weshalb die Werte zu hoch sind. Entweder der Körper kann nicht mehr genug Insulin produzieren oder die Wirkung des Insulins ist vermindert. Wird zu wenig bzw. kein Insulin produziert, spricht man von Diabetes Typ 1. Wenn der Körper nicht mehr auf das Insulin anspricht, also eine Insulinresistenz vorliegt, handelt es sich um Diabetes Typ 2. Jedoch geht auch bei Typ 2 im Laufe der Zeit die Produktion des Insulinhormons zurück. Von den sieben Millionen an Diabetes erkrankten Menschen sind 90 Prozent an Diabetes Typ 2 erkrankt.

Diabetes Typ 2

Die bekannteste Form von Diabetes ist Typ 2, auch als Altersdiabetes bekannt. Viele Erwachsene erkranken im höheren Alter an der Zuckerkrankheit – zunehmend aber auch junge Menschen. Vor allem Übergewicht und wenig Bewegung gelten als Risikofaktoren für Diabetes mellitus Typ 2.

Diabetes Typ 1

Diese Form der Krankheit tritt bereits bei Kindern und Jugendlichen auf. Es handelt sich um eine angeborene Autoimmunerkrankung, bei der die Zellen in der Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage sind, Insulin zu produzieren. Betroffene müssen deshalb ihr Leben lang Insulin spritzen und auf die Ernährung achten.

Bei beiden Diabetes-Formen bringt der erhöhte Blutzuckerspiegel ein höheres Risiko für Folgeerkrankungen mit sich. Organe wie Herz und Nieren sowie Gefäße, Nerven und Augen können auf Dauer geschädigt werden. Ziel ist es deshalb, den Blutzuckerspiegel wieder in den Griff zu bekommen. Die Mineralstoffe Zink und Magnesium sind hierbei unterschätzte Helfer.

Welche Rolle spielen Magnesium und Zink bei Diabetes?

Dass zunehmend auch junge Menschen an Diabetes erkranken, ist verbunden mit der Zunahme an Adipositas (starkes Übergewicht) unter Jugendlichen. Um Diabetes also vorzubeugen, ist ein gesunder Lebensstil notwendig. Dazu gehören eine gesunde Ernährung und viel Bewegung und Sport. Was viele allerdings nicht wissen: Der Mineralstoff Magnesium ist bei Diabetes ebenfalls essenziell, denn ein Magnesiummangel ist ein erhöhter Risikofaktor für Diabetes Typ 2. Um den Zucker richtig im Körper zu transportieren, benötigt das Hormon Insulin ausreichend Magnesium im Blut. Fehlt Magnesium, wird die Wirkung des Insulins beeinträchtigt, sodass es zu einer Insulinresistenz kommt. Diabetiker*innen geraten hier leider schnell in einen Teufelskreis, denn bedingt durch die Krankheit wird ohnehin vermehrt Magnesium über den Urin ausgeschieden. So kommt es zum Mangel, der sich wiederrum negativ auf die Krankheit auswirkt.

Ähnlich ist es mit dem Spurenelement Zink. Bei Diabetes-Erkrankten wird Zink ebenfalls vermehrt über den Urin ausgeschieden, sodass meist zu wenig davon vorhanden ist. Dabei wird Zink in der Bauchspeicheldrüse benötigt, um Insulin zu bilden, zu speichern und freizusetzen. Nicht zu vergessen braucht unser Körper das Spurenelement für die Immunabwehr und die Wundheilung. Da Wunden bei Diabetiker*innen oftmals schlechter verheilen, sollte auch hier auf die Zinkzufuhr geachtet werden.

Mineralstoffversorgung: Worauf Menschen mit Diabetes achten müssen

Wenn Sie an Diabetes erkrankt sind, behalten Sie in jedem Fall auch Ihre Zink- und Magnesiumversorgung im Blick. Magnesium ist zwar in Lebensmitteln wie Nüssen, Bananen oder Brokkoli enthalten, allerdings müssten Sie hier einiges zu sich nehmen, um den Tagesbedarf von 300 bis 350 mg zu decken. Viele Menschen greifen deshalb zu Magnesium-Präparaten und nehmen das Powermineral über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen zu sich. Auch das Spurenelement Zink wird nicht vom Körper selbst gebildet, sondern muss über die Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Welche Lebensmittel reich an Zink sind, lesen Sie hier.

Wichtig: Liegt bei Ihnen eine Diabetes-Erkrankung vor, sollten Sie nicht auf eigene Faust Magnesium und Zink mit Präparaten supplementieren. Sprechen Sie Dosis und Einnahmedauer immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ab. 

#mineralstoffpower
Stresssituationen: So vermeiden Sie Nährstoffmangel und schützen Ihren Körper

Stress beeinflusst das Essverhalten. Die einen reagieren mit Stress...

Stresssituationen: So vermeiden Sie Nährstoffmangel und schützen Ihren Körper