Gelassenheit üben: 9 Gewohnheiten für ein zufriedeneres Leben

Gewohnheiten bestimmen unser Leben – aber leider nicht immer im Positiven. DONNA Online verrät, mit welchen neun Routinen Sie Ihr Leben bereichern können und automatisch entspannter und zufriedener werden.

Freude strahlende blonde Frau mittleren Alters mit weißem Strickpullover im Garten.

Mit bestimmten Gewohnheiten im Alltag bescheren wir uns selbst ein entspannteres Dasein und werden nachhaltig zufriedener. Hier ansehen, von welchen Routinen auch Sie profitieren.

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es Menschen gibt, die immer ausgeglichen und fröhlich wirken? Die gelassen mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, selbst wenn um sie herum fürchterliches Chaos ausbricht. Das Glück scheint sie stets zu finden und ihnen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. 

Dahinter steckt meist keine große Lebenskunst, sondern ganz einfache positive Gewohnheiten. Im Laufe des Lebens entwickelt man eine gewisse Routine – bis zu 50 Prozent unseres Tages bestehen aus gewohnheitsgemäßen Reaktionen und Verhaltensmustern. Je nachdem, ob diese negativ oder positiv sind, bestimmen sie in beachtlichem Ausmaß die Qualität unseres Lebens. Das führt dazu, dass manche Menschen ruhiger und ausgeglichener durchs Leben gehen als andere. DONNA Online gibt neun gute Ratschläge, damit Ihnen die Stürme des Lebens nicht mehr so viel ausmachen und Sie entspannter und zufriedener sind.

1. 10 Minuten Achtsamkeit

Was hellt Ihre Stimmung auf? Was tut Ihnen in stressigen Zeiten besonders gut? Ist es ein Stück Schokolade, ein kurzer Power Nap oder ein Kapitel Ihres Lieblingsbuches? Hören Sie auf Ihre innere Stimme und suchen Sie sich ein Ritual aus, das Sie jeden Tag zehn Minuten lang zelebrieren können. Es wird Ihnen helfen, Stress und Sorgen für einen Moment loszulassen, herunterzukommen und den Moment der Ruhe genießen zu können. 

Bewusst leben: 3 Buchtipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

2. Positiv denken 

Viel zu oft fokussieren wir uns auf das Negative und fühlen uns dadurch schlechter als es eigentlich nötig wäre. Nimmt man sich stattdessen mehr Zeit für die positiven Momente, fühlt man sich automatisch besser, fröhlicher und optimistischer. Ein positiver Tagesrückblick kann dabei helfen, sich vor Augen zu führen, was an einem Tag gut gelaufen ist oder besonders schön war. Auf Dauer trainiert man so das Gehirn, insgesamt mehr Positives wahrzunehmen. 

3. Nicht immer erreichbar sein

Seitdem wir anhand von Lesebestätigungen sogar sehen können, ob der Empfänger eine Nachricht bereits gesehen hat, sind Handy-Konversationen zu einem regelrechten Stressfaktor im Alltag geworden. Wir sind heute alle ein bisschen zu sehr vernetzt und unser Gehirn ständig damit beschäftigt, Informationen zu filtern und zu verarbeiten. Um die wertvolle Lebenszeit auch in der realen Welt zu genießen, wie wäre es mit 20 bis 30 Minuten Handy-Detox am Tag? Legen Sie feste Zeiten (und Grenzen!) fest, in denen Sie Smartphone und Laptop ausschalten und nur für sich sind. Klingt leicht, muss aber erstmal geschafft werden. Wenn Sie täglich eine Weile offline sind, werden Sie merken, dass in dieser kurzen Zeit nicht die Welt untergeht. Sie dreht sich sogar weiter, wenn Sie nicht auf allen Social-Media-Kanälen vertreten sind. Entspannend, nicht wahr? 

Digital Detox: 8 Tipps für eine digitale Fastenkur

4. Bewusst und gesund leben

In jungen Jahren macht man sich noch wenig Gedanken über eine gesunde Lebensweise. Man macht und isst, worauf man gerade Lust hat. Mit der Zeit lernt man dazu und nimmt auch die Bedürfnisse des Körpers besser wahr. Sei es bei der Ernährung oder den Freizeitaktivitäten, ein gesundes und bewusstes Leben fühlt sich einfach gut an. Essen Sie viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Proteine, anstatt Pizza und Schokoladenkuchen. Entscheiden Sie sich bewusst für einen Film, anstatt wahllos von Sender zu Sender zu zappen. Gönnen Sie sich ein ganz besonderes Oberteil, anstatt 15 gleiche T-Shirts zu shoppen. Sie werden schnell merken: Je bewusster Sie Ihren Alltag angehen, desto entspannter werden Sie und desto mehr schätzen Sie die Kleinigkeiten des Lebens. Außerdem: Wer gesund lebt, ist glücklicher, dynamischer, vitaler – und wirkt auch noch jünger.

5. Beziehungen pflegen

Obwohl der Mensch von Natur aus ein sehr soziales Wesen ist, verbringen wir in der Praxis viel zu wenig Zeit mit Freunden und der Familie. Dabei ist es für ein glückliches Leben unglaublich wichtig, Teil einer Gruppe zu sein. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Menschen mit starken sozialen Bindungen stressresistenter und zufriedener sind und sogar länger leben. Nehmen Sie sich also mehr Zeit für gute Freunde und die Familie. Der Schlüssel zu einer Kraft spendenden Beziehung ist, selbst ein guter und unterstützender Freund und Partner zu sein. Der Rest ergibt sich dann von selbst. 

6 Anzeichen dafür, dass Sie eine Freundschaft beenden sollten

6. Auch mal Nein sagen

Im Kindesalter trauen wir uns oft nicht, Nein zu sagen, weil wir befürchten, etwas falsch zu machen oder Ärger zu bekommen. Auch als Erwachsener wollen wir niemanden verärgern oder schlecht da stehen. Schneller als gedacht stecken wir dann im Schlamassel, es allen recht machen zu wollen und machen uns obendrein übertriebene Gedanken darüber, was andere über uns denken könnten. Um aus der Bredouille wieder herauszukommen, verwickeln wir uns dann oft in Ausflüchte und Ausreden. Dabei sollten wir einfach akzeptieren, dass wir nicht alles für alle sein können, sondern nur in der Hand haben, uns selbst treu zu sein. Also seien Sie ehrlich, authentisch und selbstbestimmt – und sagen Nein, wenn Ihnen danach ist. 

7. Neugierig und offen für Neues sein

Es ist, wie es ist: Das Leben läuft nicht immer nach Plan. Manche Schicksalsschläge können sogar sehr frustrierend und enttäuschend sein. Aber seien wir ehrlich: wer offen bleibt, hat mehr vom Leben. Es hilft bestimmt nicht, sich im Unglück zu suhlen und selbst zu bemitleiden. Wissensdurstige Menschen, die offen für Neues und Ungewohntes sind und sich aktiv damit auseinandersetzen, bleiben geistig flexibel. Wer weiß? Vielleicht hat das Leben einen höheren Plan und es gibt Gründe, wieso das ein oder andere (nicht) passiert. 

8. Regelmäßig Sport treiben

Unabhängig vom Alter, auf Sport sollte keiner verzichten, denn Bewegung macht vital, setzt Endorphine frei und hält das Gehirn fit. Machen Sie es regelmäßig, lassen sie Stress und schlechte Laune einfach links liegen.

Fitness im Alter: 5 Sportarten, die Sie mit 50 beginnen können

9. Genug schlafen

So abgedroschen es klingt, Schlaf ist ein Energiebrunnen, der verjüngt, regeneriert und die Batterien wieder auflädt. Um Körper und Geist gesund zu halten, ist ausreichend Ruhe unerlässlich. Denn wer langfristig zu wenig schläft, betreibt Raubbau am eigenen Körper – und den sieht man dann irgendwann auch an. Finden Sie daher eine Routine, die Sie jeden Abend zur Ruhe bringt. Ob mit Yoga, einer Tasse Tee oder einem guten Buch, nur wenn Sie ausreichend schlafen, schöpfen Sie Kraft und beugen unliebsamen Alterserscheinungen vor.