Datenvolumen sparen: Die 10 besten Smartphone-Tipps

Der neue Monat hat gerade erst begonnen und die mobilen Daten sind schon wieder aufgebraucht? DONNA Online zeigt zehn einfach Tricks, die Datenvolumen einsparen und dafür sorgen, dass Sie bis zum Monatsende mit voller Power surfen können.

Lächelnde Frau über 40 mit gelbem Shirt sitzt in einem Ledersessel im Wohnzimmer und blickt auf ihr Smartphone

Nur eine Möglichkeit, um mobile Daten zu sparen und bis zum Monatsende ohne Drosselung zu surfen: zu Hause immer mit dem Smartphone ins WLAN einloggen.

Nur schnell eine Adresse googeln, Facebook checken oder das lustige Katzenvideo nochmal anschauen – und schwups ist das Datenvolumen für den gesamten Monat schon wieder aufgebraucht. Sie fragen sich regelmäßig, wo die ganzen Bits plötzlich hinverschwunden sind? Tatsächlich schmälert nicht nur das eigene Surfverhalten das mobile Datenvolumen: Auch die Hintergrundaktivitäten verschiedener Apps und bestimmte Smartphone-Einstellungen verbrauchen unbemerkt jede Menge mobile Daten. Zum Glück lassen sich diese „Datenfresser“ mit ein paar einfachen Tricks ausschalten. DONNA Online zeigt, wie's geht:

1. Datenfresser identifizieren

Hand aufs Herz: Wissen Sie, welche Apps auf Ihrem Smartphone installiert sind – und wie viel Datenvolumen Sie fressen? Selbst wenn sie gar nicht aktiv in Benutzung sind, verbrauchen viele Applikationen Datenvolumen. Um einen Überblick zu erhalten, können Sie den Datenverbrauch der einzelnen Apps auf Ihrem Handy unter Einstellung > Netzwerk & Internet > Mobile Datennutzung einsehen. Dort lassen sich die Apps mit dem höchsten Datenverbrauch so einstellen, dass sie nur bei einer WLAN-Verbindung funktionieren.

Übrigens: iPhones bieten die Funktion WLAN-Unterstützung an. Hier werden mobile Daten genutzt, um das WLAN zu unterstützen, wenn es zu schwach oder die Verbindung schlecht ist. Diese Funktion am besten ausschalten (Einstellungen > Mobile Daten > WLAN-Unterstützung) – sie ist bei vielen Smartphone-Nutzern der größte unbemerkte Datenfresser.

2. Offline-Daten verwenden

Viele datenintensive Apps wie Spotify, Apple Music oder Google Maps bieten auch eine Offline-Funktion an. Hier können ganze Musikalben oder Karten im WLAN heruntergeladen und anschließend auch offline wie gewohnt verwendet werden. Auch beim Video-on-Demand-Dienst Netflix können Sie komplette und Filme für die Offline-Nutzung herunterladen – besonders praktisch für lange Auto- oder Zugfahrten.

Eine Alternative zu Google Maps bietet die Offline-Karten-App maps.me an. Diese funktioniert auch ohne Internetzugang und spart nicht nur Datenvolumen, sondern ist auch praktisch, wenn Sie in Regionen ohne flächendeckende Mobilfunkauslastung unterwegs sind.

3. Automatische Updates

Damit Apps und Smartphone-Software reibungslos funktionieren und immer auf dem neusten Stand sind, aktualisieren sie sich andauernd selbst. So ein Update kann locker mehrere 100 Megabits verbrauchen. Deshalb Updates nur manuell starten oder automatisch im WLAN zulassen.

4. Ad-Blocker

Werbung nervt nicht nur, sondern frisst auch kostbares Datenvolumen. Apps wie AdBlock (für Android + iOS verfügbar) blockieren Werbung auf dem Smartphone und sorgen nicht nur dafür, dass das Surfen mehr Spaß macht, sondern auch weniger Daten dabei verbraucht werden.

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5. Alternative Browser und Apps verwenden

Mit bestimmten Browsern bzw. Browser-Einstellungen lassen sich Websites während des Surfens komprimieren. In den Einstellung des Browsers Google Chrome etwa habe Sie die Möglichkeit festzulegen, Homepages reduziert zu laden und damit Daten zu sparen (Einstellungen > Erweitert > Datensparmodus). Wenn Sie einen anderen Browser benutzen wollen, lohnt sich die App Opera Mini (Android + iOS). Diese komprimiert Websites bzw. deren Datenintensität um bis zu 50 Prozent.

Android-Nutzer können statt der Facebook-App zudem die App Facebook-Lite nutzen. Sie wurde ursprünglich für Länder entwickelt, in denen die Netzabdeckung zu schwach für die Facebook-Standard-App ist und kommt mit deutlich weniger Datenvolumen aus.

Auch für die datenhungrige App Instagram gibt es seit Kurzem die Funktion „Data-Saver“, die Sie unter „Einstellungen“ anwählen können. Die Bilder werden dann in niedriger – aber immer noch guter – Qualität angezeigt, was einen Großteil des Datenverbrauchs einspart.

6. Von Push auf Pull

Smartphones kommunizieren pausenlos mit verschiedenen Servern, damit Benachrichtigungen zu Eilmeldungen, neuen Mails oder WhatsApp-Nachrichten sofort angezeigt werden. Wem es genügt, bestimmte Nachrichten aktiv abzurufen, für den lohnt es sich, sein Smartphone von Push auf Pull umzustellen (Einstellungen > Account & Passwort > Datenabgleich > Push-Button abwählen). Dann ploppen E-Mails oder Messenger-Nachrichten zwar nicht mehr von alleine auf, durch das Anklicken der App werden sie aber wie gewohnt geladen. Das spart nicht nur Datenvolumen, sondern auch Batterie.

7. Daten-Wachhunde installieren

Neue Apps herunterladen, um Daten zu sparen – das klingt erstmal komisch, funktioniert aber hervorragend. Denn Apps wie 3G Watchdog (Android) und MyData Manager (iOS) nehmen den Datenverbrauch auf Ihrem Smartphone genau unter die Lupe. Zudem lässt sich mit ihnen festlegen, wie viel Datenvolumen man pro Tag, Woche oder Monat verbrauchen möchte. Kommt man dem festgelegten Limit zu nahe, wird man gewarnt und kann sein Surfverhalten anpassen.

8. Whatsapp richtig nutzen

Zwar ist Whatsapp eine Smartphone-Applikation, die selbst kaum Datenvolumen benötigt, allerdings trotzdem Dateneinsparpotenzial bietet. So können Sie beispielsweise die Anrufqualität bei Sprachanrufen reduzieren oder Bilder und Videos nur manuell bzw. im WLAN herunterladen – denn in der Summe macht die Masse an Bildern, Sprachnachrichten und Videos dann doch einiges an Datenvolumen aus.

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9. Mobile Daten deaktivieren

Klingt simpel, hilft aber ungemein: Schalten Sie die mobilen Daten aus, wenn Sie Ihr Smartphone gerade nicht benutzen und keine dringenden E-Mail oder sonstigen Nachrichten erwarten – zum Beispiel über Nacht oder wenn Sie im Auto unterwegs sind. Ganz nebenbei verhindern Sie so auch, das Handy permanent auf neue Nachrichten zu checken. Das spart nicht nur Batterie und Daten, sondern auch unnötigen Stress.

10. Der richtige Tarif

Die besten Spartipps nutzen nichts, wenn der Handytarif nicht zu Ihrem persönlichen Nutzungsverhalten passt. Wenn Sie Ihr Smartphone zu Hause ausschließlich im WLAN-Netz nutzen und datenintensive Apps zur Navigation oder Kommunikation unterwegs nicht permanent, sondern nur sparsam bzw. zeitlich begrenzt verwenden, reicht ein Tarif mit monatlich 2 bis 5 GB Datenvolumen im Normalfall aus. Teure Angebote, die unbegrenztes Datenvolumen versprechen, können Sie sich in dem meisten Fällen also sparen.