Diese 10 Dinge haben im Schlafzimmer nichts zu suchen

Sie wollen gut schlafen und am nächsten Morgen erholt aufwachen? Dann sollten Sie diese zehn Ruhestörer am besten ganz aus Ihrem Schlafzimmer verbannen.

Eine blonde Frau Anfang 40 liegt mit weißem Bademantel bekleidet im Bett und streckt sich

Eine gute Schlafhygiene ist wichtig für eine erholsame Nachtruhe und einen entspannten Start in den Tag.

Das Schlafzimmer ist zum Schlafen da, logisch. Trotzdem finden sich darin in der Regel viele Dinge, die wir für einen erholsamen Schlaf nicht brauchen – oder die uns sogar um die Nachtruhe bringen. Damit Ihr Schlafzimmer zu einem Ort der Erholung und Intimität wird (oder es bleibt), haben diese zehn Störenfriede darin nichts verloren.

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1. Essen

Ein Frühstück im Bett klingt für viele nach einem perfekten Start in den Tag. Die Angewohnheit, im Bett zu essen oder zu trinken, sollten Sie aber noch einmal überdenken, wenn Sie darin gut schlafen wollen. Denn wenn sich Krümel oder andere Essensreste zwischen Kissen, Bettzeug und Co. breitmachen, haben Mikroorganismen wie Milben und Bakterien leichtes Spiel. Wenn Sie die Nahrungsaufnahme und andere alltägliche Aktivitäten zudem regelmäßig ins Schlafzimmer verlegen, verbindet das Gehirn diesen Raum nicht mehr mit der Aktivität, für die er eigentlich gedacht ist: dem Schlafen. Diese Verknüpfung  aber ist ausschlaggebend für eine erholsame Nachtruhe.

2. Unruhe

Wer sich schlaflos im Bett herumwälzt und einfach nicht einschlafen kann, sollte aufstehen. Denn das Ausharren im Bett sorgt für zusätzlichen Stress und bringt uns dem Schlaf im Normalfall nicht näher. Lieber im Wohnzimmer ein Buch lesen und zurück ins Schlafzimmer gehen, sobald die Müdigkeit einsetzt. Bei Menschen, die regelmäßig unter Einschlafproblemen leiden, kann der Anblick des Bettes im schlimmsten Fall sogar die Angst hervorrufen, wieder stundenlang wachzuliegen – dann ist an entspanntes Einschlafen erst recht nicht mehr zu denken.

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3. Haustiere

So verlockend es für manche klingen mag, sich in der Nacht an den liebsten Vierbeiner zu kuscheln: Im Bett haben Haustiere nichts verloren. Da sie einen anderen Schlafrhythmus als ihre Frauchen oder Herrchen haben und sich im Schlaf ebenfalls bewegen, stören sie die Nachtruhe. Zudem können Hunde, Katzen und andere Tiere, die tagsüber im Freien unterwegs sind, Bakterien, Schmutz und andere unhygienische Dinge mit ins Bett bringen. Wer im Schlafzimmer trotzdem auf keinen Fall auf seinen Vierbeiner verzichten möchte, sollte dem Haustier einen separaten Schlafplatz, zum Beispiel ein Körbchen, das ein Stück vom eigenen Bett aufgestellt ist, einrichten.

4. Smartphone

Die amerikanische National Sleep Foundation hat herausgefunden, dass 95 Prozent der Menschen vor dem Schlafen zum Smartphone greifen. Wenn Sie gut schlafen möchten, hat diese Angewohnheit im Schlafzimmer aber nichts verloren. Stundenlanges Scrollen vor dem Einschlafen und direkt nach dem Aufwachen sorgen nicht für Entspannung, sondern bewirken genau das Gegenteil. Zudem stört das blaue Licht des Handydisplays, dass den Körper an Tageslicht erinnert, die Ausschüttung von Melatonin. Dieses Hormon regelt unseren Tag-Nacht-Rhythmus und sorgt dafür, dass wir müde werden. Wer Schlafproblemen vorbeugen möchte, sollte Smartphone und Tablet deshalb mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen weglegen und am besten aus dem Schlafzimmer verbannen.

5. Pflanzen

So dekorativ ein paar Grünpflanzen im Schlafzimmer aussehen mögen, so schlecht sind sie für das Raumklima in der Nacht. Durch die Fotosynthese bei Tageslicht wandeln Pflanzen Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff um und verbessern so normalerweise die Luft. Wenn das Sonnenlicht in der Nacht fehlt, verbrauchen Pflanzen genauso wie Menschen Sauerstoff. Wer in seinem Schlafzimmer trotzdem nicht auf frisches Grün verzichten möchte, kann beispielsweise auf Aloe Vera, Bogenhanf, Einblatt oder Efeu setzen. Diese Pflanzen betreiben entweder auch nachts Photosynthese, oder steigern die Luftfeuchtigkeit bzw. filtern Schadstoffe aus der Luft.

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6. Schreibtisch

Arbeit mit Entspannung zu kombinieren klingt an sich schon falsch, oder? Kein Wunder, dass man nachts nur schwer abschalten kann, wenn der Blick kurz vor dem Einschlafen auf den Schreibtisch fällt, auf dem sich stapelweise unerledigte Arbeit türmt. Oder wenn man auf dem Laptop oder Diensthandy noch letzte Arbeits-E-Mails beantwortet, während man bereits im Bett liegt. Damit Ihr Schlafzimmer ein Ort der Entspannung bleibt, sollten Sie Ihr Home Office deshalb nicht dorthin verlegen. Der Grund: Genauso wie beim Essen assoziiert das Gehirn das Bett ansonsten irgendwann nicht mehr mit Schlaf.

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7. Hitze

Hohe Temperaturen im Schlafzimmer vermindern das Denkvermögen – das zumindest ist das Ergebnis einer Studie der Harvard Chan School in Boston. Temperaturen von über 20 Grad Celsius drosselten bei den untersuchten US-Probanden nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die morgendliche Reaktionsschnelligkeit. Ideal für einen gesunden Schlaf dagegen ist eine Raumtemperatur zwischen 15 und 19 Grad – in diesem Bereich kann der Körper seine Normaltemperatur von 36 Grad halten, ohne dabei zu frieren oder zu schwitzen.

8. Fernseher

Zwar behaupten viele Menschen, vor dem Fernseher besser einschlafen zu können. Schlafforscher allerdings gehen davon aus, dass das flackernde Licht des TV-Geräts eher für einen unruhigen Schlaf sorgt. Zudem beeinflusst das vom Bildschrim ausgehende blaue Licht die Melatoninproduktion. Die Folge ist dieselbe wie bei der Nutzung von Handy, Tablet oder Laptop im Bett: Die innere Uhr kommt durcheinander und wir können schlechter einschlafen. Entscheidend dafür, ob abendliches Fernsehen einen Erholungseffekt hat oder den Schlaf stört, ist die Dauer: Während bis zu eine Stunde fernsehen entspannend wirken kann, wirkt längeres Verweilen vor dem TV eher aufputschend. Dasselbe gilt natürlich für Film- oder Serienmarathons auf Online-Streaming-Plattformen wie Netflix.

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9. Unordnung

Auf dem Weg zum Bett müssen Sie zunächst den Wäscheständer umschiffen, über einen Stapel mit Zeitschriften steigen und den Berg Klamotten auf dem Stuhl ignorieren? Das klingt wenig entspannend – und ist es auch nicht. Chaos im Schlafzimmer wirkt aufreibend und verhindert das Abschalten vor dem Zubettgehen. Deshalb besser nur solche Dinge im Schlafzimmer aufbewahren, die wirklich nötig sind – und den Rest der Unordnung zumindest vor der Schlafzimmertür parken, wenn mal keine Zeit zum aufräumen bleibt.

10. Streit

In einem Raum, der eigentlich für Ruhe und Entspannung stehen sollte, hat Streit nichts verloren. Wenn im Schlafzimmer regelmäßig Konflikte ausgetragen werden, geht bald auch die Nachtruhe flöten. Das Gehirn verknüpft diesen Raum dann automatisch mit aufwühlenden Auseinandersetzungen und weckt dadurch negative Assoziationen. Meinungsverschiedenheiten mit dem Partner deshalb besser vor dem Schlafengehen beilegen oder den Streit in Wohnzimmer und Co. ausfechten – und erst zur Versöhnung wieder ins Schlafzimmer wechseln.

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