Vorsicht, unhygienisch: 5 Fehler, die jeder im Badezimmer macht

Wir halten uns jeden Tag im Bad auf. Die Hygienefehler, die uns dort regelmäßig passieren, sind allerdings nur den wenigsten bewusst. Zeit, das zu ändern: DONNA Online deckt fünf häufige Badezimmer-No-gos auf, über die Keime und Bakterien sich freuen – und gibt Tipps, wie Sie sie künftig vermeiden.

Frau über 40 steigt mit nassen Haaren und in ein weißes Badehandtuch gewickelt lächelnd aus der Dusche

Nach einer heißen Dusche herrschen im Badezimmer tropische Temperaturen – der ideale Nährboden für Keime und Bakterien.

Selbst wenn man das Badezimmer gerade frisch geputzt hat – 100-prozentig sauber ist es nie. Denn Bakterien, Keime und Schimmelsporen fühlen sich in der feuchtwarmen Umgebung besonders wohl und können sich in Dusche, Toilette und Co. ungestört ausbreiten. Dass man die Handtücher regelmäßig wechseln und das Klo mindestens einmal pro Woche reinigen sollte, ist kein Geheimnis. Viele Hygienefehler, die wir alle bei der täglichen Badnutzung machen, sind uns aber gar nicht bewusst – dabei lassen sie sich eigentlich einfach vermeiden. DONNA Online zeigt, welche fünf häufigen Angewohnheiten Sie besser ablegen sollten, damit Ihr Badezimmer so hygienisch wie möglich bleibt.

Home Spa: So verwandeln Sie Ihr Badezimmer in eine Wellness-Oase

1. Nach dem Duschen nicht lüften

Gerade in der kalten Jahreszeit gibt es nichts schöneres, als morgens heiß zu duschen. Für ausgiebiges Lüften bleibt meist keine Zeit, wenn es danach direkt ins Büro geht. Das Problem: Nach dem Duschen herrschen im Badezimmer aufgrund des Wasserdampfes, der nicht durch das geöffnete Fenster oder eine Lüftung abziehen kann, tropische Klimaverhältnisse. Die schwülwarmen Temperaturen empfinden wir zwar als angenehm, wenn wir aus der Wanne steigen, ihre Auswirkungen insbesondere auf die Wände im Bad sind es aber nicht. Denn die Feuchtigkeit fördert Schimmelbildung und bietet perfekte Voraussetzungen dafür, dass Bakterien und Keime sich wohlfühlen und ausbreiten können.

So geht's besser:

Auch wenn es morgens oft hektisch zugeht: Nehmen Sie sich die Zeit, nach dem Duschen das Fenster zu öffnen und stoßzulüften, bis die Feuchtigkeit vollständig aus dem Raum gezogen ist. Ihr Badezimmer hat kein Fenster? Dann sollten Sie bereits während des Duschens und 15 bis 20 Minuten danach den Lüfter anschalten. Dasselbe gilt natürlich für jede andere Tageszeit, zu der Sie eine Dusche oder ein Vollbad nehmen.

Reinlegen und Runterkommen: Warum es guttut, jeden Tag zu baden

2. Duschvorhang nicht waschen

In der Regel ist der Duschvorhang täglich in Benutzung, bei der Badputz-Routine hat man ihn aber meist nicht auf dem Schirm. Dabei sind die wasserabweisenden Plastik- oder Stoffvorhänge ein idealer Nährboden für Bakterien und Schimmelpilze – insbesondere dann, wenn sie nach dem Duschen zusammengerafft werden und oder in das Wasser hängen, das noch nicht aus der Duschkabine abgelaufen ist. An Ihrem Duschvorhang zeichnen sich bereits gelbliche Verfärbungen oder braune Ränder ab? Dann könnte sich bereits Schimmel im Material gebildet haben.

So geht's besser:

Gewöhnen Sie es sich an, den Vorhang nach dem Duschen aus der Wanne zu hängen, damit er an der Luft trocknen kann. Zudem sollten Sie Duschvorhänge mindestens zweimal pro Jahr gründlich säubern. Keine Sorge, dafür sind keine Spezialreiniger oder Chemikalien nötig: Um Verunreinigungen loszuwerden, bürsten Sie den trockenen Vorhang zunächst gründlich ab und reiben die betroffenen Stellen anschließend mit Essig oder Zitronensaft ein, deren natürliche Säure die Bakterien abtötet. Oder Sie vermischen Natron mit etwas Wasser zu einer cremigen Paste und bestreichen die schmutzigen oder verfärbten Stellen damit. 45 Minuten einwirken lassen und anschließend mit warmem Wasser abspülen. Die meisten Duschvorhänge aus Plastik-Stoff-Mix lassen sich auch bequem in der Waschmaschine reinigen – checken Sie vorab das am Vorhang angebrachte Etikett, um die empfohlene Waschtemperatur sowie das geeignete Waschprogramm ausfindig zu machen. Bei starker Verschmutzung können Sie zusätzlich etwas Natron mit in die Trommel geben, um den Reinigungseffekt zu verstärken.

Natürliche Putzmittel: Diese 4 Saubermacher ersetzen fast alle chemischen Reiniger

3. Make-up-Pinsel und Rasierer offen liegen lassen

Verstauen Sie Make-up-Schwämmchen, Pinsel, Haarbürste oder Nassrasierer nach dem Benutzen im Badezimmerschrank oder einem separaten Case? Vermutlich nicht. Für mehr Hygiene im Bad macht es aber durchaus Sinn, Kosmetik- und Haarentfernungs-Tools geschützt und trocken aufzubewahren. Denn wenn die Beauty-Helfer offen im Bad liegen und dort unter anderem der Feuchtigkeit nach dem Duschen ausgesetzt sind, breiten sich ungestört Bakterien auf ihnen aus. Bei der nächsten Benutzung verteilen Sie die Keime dann unbewusst im Gesicht oder an anderen sensiblen Körperpartien, etwa dem Intimbereich. Das ist zum einen eklig, kann zum anderen aber auch Hautunreinheiten oder Infektionen begünstigen. Außerdem leidet die Qualität von Make-up-Pinseln und Co. unter der falschen Aufbewahrung: Sie verschmutzen schneller und müssen dementsprechend häufiger neu gekauft werden.

So geht's besser:

Alles, was mit Ihrem Gesicht in Berührung kommt, sollte vor Keimen geschützt werden. Waschen Sie Bürsten, Make-up-Schwämme und andere Beauty-Tools deshalb regelmäßig aus. Danach vollständig trocknen lassen und anschließend in einer Box, einem Etui oder dem Badschrank verstauen. Einzige Ausnahme: die Zahnbürste. In geschlossenen Schränken oder Behältern kann sie nicht richtig trocknen und wird zum idealen Nährboden für Keime und Bakterien. Bewahren Sie Zahnbürsten deshalb offen im Bad auf – am besten aufrecht stehend und in einem separaten Halter oder Zahnputzbecher, damit andere Zahnbürsten und Mundhygieneartikel keine Keime darauf übertragen können.

Anti-Aging-Tricks: Mit diesen Make-up-Tipps schminken Sie sich jünger

4. Klodeckel beim Spülen offen lassen

Aufs Klo gehen, runterspülen, danach den Deckel herunterklappen – so sieht der Toilettengang wohl bei den meisten aus. Aus hygienischer Sicht ist diese Reihenfolge nicht sonderlich sinnvoll. Denn beim Betätigen der Klospülung entsteht eine unsichtbare Wolke aus winzigen Wassertropfen, in der sich auch Keime aus der Kloschüssel in der Luft und dem gesamten Badezimmer verteilen können. Das heißt: Alle offen im Raum befindlichen Gegenstände wie Handtücher, Haarbürste, Cremetiegel oder Badvorleger können auf diese Weise mit Bakterien und Fäkalkeimen aus der Toilette in Berührung kommen.

So geht's besser:

Gewöhnen Sie sich an, den Klodeckel vor dem Spülen zu schließen. Und: Reinigen Sie Toilette etwa jeden zweiten Tag, um Bakterien und Krankheitserregern keine Chance zu geben. Dafür Essig- oder WC-Reiniger ins Becken geben, kurz einwirken lassen, mit der Klobürste durch das Becken gehen und nachspülen. Dann mit einem Lappen (der übrigens nur für die Toilette benutzt werden sollte!) Klobrille und Rand abwischen. Wer die Toilette regelmäßig säubert, reduziert die Keimbildung und muss keine aggressiven chemischen WC-Reiniger einsetzen, um starke Verschmutzungen, Kalk oder hartnäckigen Urinstein zu beseitigen.

Schluss mit Verdauungsproblemen: Diese 5 Lebensmittel helfen gegen Blähungen und Co.

5. Handy im Bad benutzen

Es ist keine schöne, aber eine weit verbreitete Angewohnheit: Das Smartphone begleitet viele von uns inzwischen auch ins Badezimmer – beim morgendlichen Zähneputzen oder dem Gang zur Toilette. Hygienisch ist dieses Multitasking allerdings nicht: Wer E-Mails checkt oder sich durch den Facebook-Feed scrollt, während er auf dem Klo sitzt, verteilt jede Menge Bakterien auf dem Handy. Diese Keime gelangen aus dem Bad anschließend überall dorthin, wo Sie das Gerät ablegen – unter anderem auch in Ihr Gesicht, wenn Sie es zum Telefonieren ans Ohr halten.

So geht's besser:

Die beste Lösung, um zu verhindern, dass Keime sich aus dem Badezimmer in der gesamten Wohnung verteilen: eine konsequente Toiletten- und Badezimmersperre für das Handy. Wer sein Smartphone doch ab und an im Bad benutzt, sollte es danach zumindest desinfizieren. Dafür etwas Hygienespray auf das Display sprühen und das gesamte Gerät mit Küchenpapier gründlich abwischen.

Mehr zum Thema: