Flecken-Guide: Diese Hausmittel entfernen Rotwein, Wachs & Co.

Flecken auf der Kleidung sind ärgerlich – vor allem, wenn sie hartnäckig sind. Was aber hilft, wenn Rotwein auf einer weißen Tischdecke oder fettige Soße auf der empfindlichen Bluse gelandet ist? DONNA Online zeigt, wie Sie Kleidung und andere Textilien mit natürlichen Mitteln wieder sauber bekommen.

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Auf hellen Textilien machen Rotwein-, Fett- oder Grasflecken sich besonders unschön bemerkbar. DONNA Online zeigt, mit welchen Hausmitteln Sie Kleidung und Co. wieder sauber bekommen.

1. Rotweinflecken

Wenn der Weinfleck frisch ist und Sie die Gelegenheit haben, sich sofort darum zu kümmern, sollten Sie ihn schnell unter kaltem, fließenden Wasser ausreiben und das Kleidungsstück anschließend in die Waschmaschine geben.

Weit verbreitet ist der Tipp, Salz auf den frischen Rotweinfleck zu geben. Dadurch verschwinden zwar die roten Farbmoleküle, dafür kann aber ein leicht bräunlicher Fleck zurückbleiben. Salz (ebenso wie Stärkemehl oder Kartoffelmehl) sollten Sie nur auf Baumwolle oder Leinen anwenden. Empfindlichere Materialien wie Wolle, Kaschmir, Viskose oder Seide können Sie direkt nach dem Verschütten des Rotweins mit Trockenshampoo behandeln und später ausbürsten. Eingetrocknete Flecken auf sensiblen Textilien können Sie mit Waschbenzin oder reinem Alkohol entfernen. Geben Sie den Alkohol dafür auf einen Lappen und behandeln damit den Fleck vorsichtig damit.

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Rotweinflecken auf weißen Textilien können Sie zunächst in Milch einweichen. Für bunte Textilien ist Wasser die bessere Variante, da die Milchsäure bleichend wirken kann. Ältere Rotweinflecken auf weißen Kleidungsstücken lassen sich mit Zitronensaft oder Essig behandeln. Geben Sie dazu etwas davon auf den Fleck und lassen Sie die natürliche Säure für ein paar Minuten einwirken. Anschließend sollte die Flüssigkeit abgetupft und der Stoff mit kaltem Wasser ausgespült werden.

Auch Sekt oder Weißwein sind dank ihres Säuregehalts bewährte Hausmittel gegen Rotweinflecken. Lassen Sie das verschmutzte Kleidungsstück etwa 20 Minuten darin einweichen und waschen Sie es im Anschluss mit kaltem Wasser aus.

Egal, für welchen natürlichen Fleckentferner zur Vorbehandlung Sie sich entscheiden: danach sollte die Kleidung zur Reinigung direkt in die Waschmaschine.

2. Fettflecken

Mit einem guten Waschmittel lassen Fettflecken sich in der Waschmaschine bei hohen Temperaturen meist problemlos entfernen. Schwierig wird es bei empfindlichen Textilien, die nur im Schonwaschgang oder bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden dürfen.

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Fett ist nicht wasserlöslich, deshalb empfiehlt es sich, die Flecken mit einer anderen Reinigungssubstanz zu behandeln. Babypuder oder Kartoffelmehl etwa können frische Fettflecken aufsaugen. Geben Sie etwas davon auf den Fettfleck und bürsten Sie das Kleidungsstück später aus. Babypuder können Sie sogar für Kleidungsstücke aus Seide anwenden. Für Wolle bietet sich ähnlich wie bei Rotweinflecken Trockenshampoo an. Alte Fettflecken können Sie mit Gallseife oder reinem Alkohol (gibt es in der Apotheke) vorbehandeln.

3. Rostflecken

Anders als bei den meisten anderen Fleckenarten hilft Gallseife bei Rost nicht weiter. Weichen Sie das Kleidungsstück lieber in Wasser ein und behandeln Sie den Fleck anschließend mit Salz und Zitronensaft. Die Mischung ein paar Minuten einwirken lassen und danach vorsichtig abbürsten. Danach sollten Sie das Kleidungsstück in der Waschmaschine reinigen.

Bei Rostflecken auf weißer Kleidung helfen – ähnlich wie bei Rotweinflecken – Buttermilch oder haushaltsüblicher Essig. Lassen Sie das verschmutzte Kleidungstück in der Buttermilch oder kaltem Wasser mit einem Schuss Essig etwa eine Stunde lang einweichen und spülen Sie es später gründlich mit kaltem Wasser aus.

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Rostflecken auf Textilien, die nicht in die Waschmaschine dürfen, können Sie vorbehandeln, indem Sie den Fleck mit Backpulver bedecken und dieses nach einer kurzen Einwirkzeit abbürsten.

4. Blutflecken

Blutflecken sollten Sie immer mit kaltem Wasser vorbehandeln. Falls zur Hand, können Sie der Flüssigkeit etwas Waschpulver oder Seife hinzufügen und den Fleck damit ausreiben. Bei Kleidungsstück aus Seide sollten Sie das Blut vorsichtig mit reinem Alkohol austupfen.

5. Deoflecken

Viele Deodorants hinterlassen unschöne gelbe oder weiße Rückstände auf der Kleidung. Auf hellen Hemden können Sie die Flecken mit Zitronensäure entfernen, die in Pulverform in den meisten Drogerie- und Supermärkten erhältlich ist. Einfach etwas Zitronensäure in Wasser auflösen und das Kleidungsstück bis zum nächsten Tag darin einweichen.

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6. Kugelschreiberflecken

Kugelschreiberflecken auf Bluse, Hose und Co. können Sie mit Haarspray den Kampf ansagen. Einfach auf den Fleck sprühen und eine Viertelstunde einwirken lassen. Danach lässt sich der Fleck ausbürsten. Alternativ können Sie Kugelschreiberflecken mit reinem Alkohol behandeln.

7. Wachsflecken

Auf Ihr Lieblingsshirt ist Kerzenwachs getropft? Legen Sie Löschpapier auf das Kleidungsstück, nehmen Sie ein Bügeleisen zu Hilfe und bügeln Sie vorsichtig über den Fleck. Für empfindliche Textilien bietet sich eine Vorbehandlung im Gefrierfach des Kühlschranks oder in der Tiefkühltruhe an. Sobald das Wachs gefroren ist, lässt es sich leichter vom Kleidungsstück entfernen.

8. Grasflecken

Gallseife eignet sich gut zur Vorbehandlung bei Grasflecken. Bei empfindlichen Materialien wie Seide sollten Sie den Fleck mit reinem Alkohol abtupfen.

Vorab-Check bei empfindlichen Textilien nicht vergessen

Auch, wenn Sie bei der Fleckentfernung auf natürliche Hausmittel statt auf aggressive chemische Reiniger setzen: Bei Naturfasern und anderen empfindlichen Stoffen ist Vorsicht geboten. Testen Sie die jeweilige Behandlungsmethode zunächst an einem unauffälligen Teil des Kleidungsstücks oder einer Stelle, die nicht sichtbar ist. Bleibt das Material unbeschädigt, können Sie den Fleck anschließend guten Gewissens entfernen.

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