Mit diesen Tricks gelingen Ihre (Urlaubs-)Fotos garantiert

In Zeiten der Digitalfotografie wird jeder irgendwann zum (Hobby-)Fotografen – doch mit Belichtung, Schärfe und Bildausschnitt hat so mancher Probleme. Ob mit Smartphone, Spiegelreflex-Kamera oder Digicam: Wir zeigen Tricks und kreative Wege, um aus Amateur-Schnappschüssen gelungene Fotos zu machen.

Detailaufnahme einer Frau, die einen Fotoapparat hält

Mit kleinen Tricks und Kniffen kann aus einem simplen Foto ein fotografisches Kunstwerk werden – wir zeigen, wie es funktioniert.

Als der volle Film einer Kamera noch entwickelt werden musste, Abzüge ein kleines Wunder und die finalen Fotos jedes Mal eine große Überraschung waren (mal gelungen, mal absolut verwackelt), waren auf Fotografien festgehaltene Momente etwas ganz Besonderes. Heute beklagen vor allem Profi-Fotografen und Fotografie-Liebhaber, dass die Digitalfotografie mit ihren vielseitigen und vor allem schnell umsetzbaren Möglichkeiten der Fotografie ihren Reiz nimmt.

Doch auch mit der Smartphone-Kamera, einer Sofortbildkamera oder digitalen Fotoapparaten gelingt es, besondere Momente mit Freunden, Familie oder im Urlaub auf gelungenen Bildern für die Ewigkeit festzuhalten. Je nach Art des Fotomotivs gibt es dabei aber ein paar Dinge, die Sie beachten sollten – und clevere Methoden, um den Fotos einen besonderen Effekt zu verpassen. Wir zeigen, wie Sie aus Personen- und Landschaftsbildern sowie Selbstporträts das Beste herausholen und stellen Smartphone-Apps vor, die kreative Möglichkeiten der Fotobearbeitung bieten.

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Mit diesen Tricks gelingt Ihnen das nächste Foto:

Porträtfotos, Einzelfotos von Personen und Familienfotos

Fotos, die Menschen abbilden, sind eine tolle Möglichkeit, nicht nur die Optik, sondern auch die Persönlichkeit der Fotografierten einzufangen. Damit Ihr menschliches Bildmotiv im besten Licht dargestellt wird, sollten Sie einige Dinge beachten. Ein klassisches Porträtfoto wird üblicherweise im Hochformat aufgenommen. Für ein Familienfoto mit mehreren Personen ist ein Foto im Querformat dagegen die bessere Variante.

Für gute Ergebnisse hinsichtlich der Schärfe sollten Sie Ihre Kamera auf die Augen des Fotomodells scharf stellen. Möchten Sie das Porträt aus einer leicht seitlichen Perspektive aufnehmen, sollten Sie die Schärfe auf das vorne abgebildete Auge einstellen.

Vermeiden Sie sogenannte harte Lichtquellen – Sonnenstrahlen oder aufsteckbare Blitze sorgen bei Personen meist für unvorteilhafte Schatten, strengen das Fotomodell an und wirken im Endergebnis künstlich. Besser ist gedämpftes Licht, das für weiche Konturen und eine natürliche Optik sorgt. Wenn Sie im Freien fotografieren, nutzen Sie aufziehende Wolken! Diese dämpfen das grelle Sonnenlicht in passendem Maß für ein gelungenes Foto. Auch die Morgen- oder Abendsonne ist ideal für tolle Fotos. Wenn sich ein Fotoshooting im direkten Licht nicht vermeiden lässt, stellen Sie Ihr Fotomodell vor die Lichtquelle, um ein schönes Gegenlicht zu erhalten. In geschlossenen Räumen können Sie direkte Lichtquellen mit etwas Stoff oder anderen Hilfsmitteln abhängen, um die Lichtstärke zu reduzieren. Bei Aufnahmen mit einer Handykamera, die häufig eine wesentlich schlechtere Qualität als professionelle Kameras besitzt, ist Licht hingegen besonders gut: Fotos mit wenig Licht wirken im Endergebnis meist pixelig oder körnig.

Nutzen Sie bei Ihren Fotoaufnahmen verschiedene Winkel: Vielleicht wirkt eine Aufnahme mit einer sitzenden Person vorteilhafter. Auch aus seitlicher, leichter Ober- oder Untersicht können tolle Porträtfotos entstehen. Ein Wechsel der Perspektive sorgt zudem für mehr Lockerheit, wenn die fotografierte Person eher ungern vor der Kamera posiert. Mit einem Perspektivenwechsel können Sie außerdem gut mit den individuellen Vorzügen Ihres Models arbeiten: Leuchtend grüne Augen oder ein strahlendes Lächeln kommen in einer Detailaufnahme besonders gut zur Geltung.

Machen Sie spontane Momentaufnahmen: Ein Foto lebt von der Persönlichkeit seiner menschlichen Motive! Nutzen Sie kleine Momente zwischen einzelnen Fotos, in denen die Personen vielleicht gerade miteinander agieren, sich ansehen oder lachen. Solche Situationen sind durch ihre Natürlichkeit für aufmerksame Fotografen der richtige Zeitpunkt, auf den Auslöser zu drücken. Gestellte Fotos transportieren in den wenigsten Fällen dieselbe Emotionalität und Persönlichkeit wie ein ungeplanter Schnappschuss. Als motivierter Fotograf machen Sie bei Ihrem Foto-Einsatz keine Pause, sondern sind immer auf der Suche nach dem perfekten Motiv.

Für ein kreatives Foto können Sie nicht nur mit ihrem menschlichen Modell arbeiten: Suchen Sie schöne, bunte Hintergründe und Requisiten. Mit Pflanzenblättern, Blumen oder gar einer Tasse Kaffee können Sie die Vorlieben des Fotografierten betonen und ihm zugleich dabei helfen, entspannter zu posieren.

Fotos mit sich bewegendem Motiv

Selbst geübte Fotografen stellen Fotos mit einem Motiv, das sich bewegt, vor eine Herausforderung. Wenn Sie die Bewegung Ihres Foto-Objekts, etwa eines rennenden Tiers, einer Person auf dem Fahrrad oder eines sich drehenden Karussells, einfangen wollen, sollten Sie die Einstellungen Ihrer Kamera entsprechend anpassen: Die Belichtungszeit (Verschlusszeit) muss bei Bewegung extrem kurz ausfallen – das bedeutet konkret eine Belichtungszeit, die Sie auf einen Wert zwischen f 1/250 Sekunden bis 1/1000 Sekunden einstellen. Dabei gilt die Regel: Je näher sich das sich bewegende Objekt vor der Kamera befindet, desto kürzer muss die Belichtungszeit sein.

Wenn Sie hingegen nur einen Teil des Bildes scharf abbilden wollen und die Bewegung mit einer Unschärfe des restlichen Motivs erkennbar werden soll, sollten Sie hingegen eine besonders lange Belichtungszeit einstellen. Extra-Tipp: Auf Einstellungen wie die Belichtung haben Sie bei einer Digitalkamera im Automatik-Modus keinen Einfluss. Daher sollten Sie für Fotos mit einem bewegten Fotomotiv in den manuellen Modus wechseln. Anfängern hilft der Sport- oder Bewegungsmodus, den viele neue Kameras anbieten, da diese Modi meist ohne Blitz und mit kurzen Belichtungszeiten arbeiten.

Für einen sogenannten Wisch-Effekt bewegen Sie Ihre Kamera leicht mit dem bewegten Objekt mit. Auf diese Weise wirkt das Foto noch dynamischer. Um innerhalb des kurzen Zeitfensters, das Ihnen für die Aufnahme zur Verfügung steht, den perfekten Moment festzuhalten, bietet sich der Serienbildmodus an, mit dem Sie gleich mehrere, minimal zeitlich versetzte Fotos erhalten.

Bei einer Spiegelreflexkamera müssen Sie zusätzlich den Autofokus anpassen. Modi, die sich für ein Bewegungsbild eignen, sind etwa AF-F, AFC oder AI-SERVO – bei diesen Einstellungen berechnet die Kamera je nach Abstand des Motivs selbst, mit welcher Schärfe und Geschwindigkeit sie arbeiten muss.

Übrigens: Einen besonders tollen Effekt bringen Fotos mit Menschen, die vor einem bewegten Hintergrund stehen. Nutzen Sie dafür eine sehr lange Belichtungszeit, in der Ihr Fotomodel möglichst still ausharren sollte.

Landschafts- und Architekturfotos

Auf Entdeckungstouren im Urlaub oder in Ihrer Heimatstadt sind Landschafts- oder Architekturfotos eine kreative Möglichkeit, um den Blick auf das Betrachtete auf Fotos künstlerisch festzuhalten. Wenn Sie planen, solche Aufnahmen häufiger zu machen, lohnt sich bei einer guten Kamera die Investition in ein zusätzliches Weitwinkel-Objektiv, das Landschaften und Stadtaufnahmen besonders schön darstellt.

Für ein scharfes Bild, dessen Bildausschnitt Sie ganz bewusst festlegen können, ist die Arbeit mit einem Stativ ratsam. Zusammenklappbare Modelle sind praktisch für unterwegs und verhelfen auch am Urlaubsstrand oder auf Bergtouren zu perfekten Fotomomenten.

Da es sich bei Fotos von Häusern, Straßenzügen oder Feldern um Stilleben handelt, müssen Sie sich keine Gedanken um die Belichtungszeit der Kamera machen. Wichtig für ein gelungenes Landschafts- oder Architekturbild sind andere Faktoren: Damit die Fotografie eines schönen Hauses aus der Jahrhundertwende nicht leblos und langweilig wirkt, sollten Sie mit der Perspektive arbeiten. Hier können Sie sich kreativ austoben: Mal aus der Hocke für eine extreme Froschperspektive oder von einem erhöhten Platz aus fotografiert verleihen Sie Ihrem Motiv mehr Lebendigkeit. Extra-Tipp: Wenn Ihre Kamera sogenannte Dynamikoptimierer besitzt – Active D-Lightning etwa ist eine gängige Variante – aktivieren Sie diese.

Für den richtigen Zeitpunkt der Aufnahme gilt ähnliches wie für Fotos mit Personen: Besonders atmosphärische, stimmungsvolle Bilder gelingen in den frühen Morgen- oder den späten Abendstunden. Das dabei entstehende, natürliche Licht sorgt für Effekte, die Sie selbst mit den besten Filtern nicht erreichen.

Allgemein gilt bei Fotos von Landschaften, Gebäuden oder in Städten: Achten Sie auf die Einstellung und verzichten Sie auf unüberlegte Aufnahmen aus dem Stand, die gerade auf das Objekt gerichtet sind. Nutzen Sie stattdessen bewusst ungewöhnliche Blickwinkel oder Wettersituationen, um aus einem simplen Foto eine gekonnte Bildkomposition zu machen.

Profi-Fotos mit dem Handy – 5 Tipps für Smartphone-Fotografie:

1. Halten Sie Ihr Smartphone mit beiden Händen.
2. Für gelungene Fotos von Personen halten Sie Ihr Smartphone auf Augenhöhe.
3. Das Hauptobjekt des Bildes sollte nicht mittig, sondern etwas nach rechts oder links versetzt positioniert werden.
4. Für Landschaften und Stadtaufnahmen eignet sich der Panoramamodus.
5. Schalten Sie den automatischen Fokus aus: So können Sie mit einem Fingertippen auf die gewünschte Stelle bestimmen, auf welches Objekt Ihre Smartphone-Kamera scharfstellen soll.