9 Kühlschrank-Tricks: So sparen Sie Strom, Geld und Lebensmittel

Ein Elektrogerät, das mittlerweile aus keinem Haushalt mehr wegzudenken ist: Da der Kühlschrank täglich in Benutzung ist, bietet er auch einiges an Sparpotential. Hier kommen neun Tricks, die für einen niedrigeren Energieverbrauch sowie weniger Lebensmittelabfall sorgen – und nebenbei auch noch Zeit sparen.

Blonde Frau mit weißer Bluse steht vor einem geöffneten Kühlschrank und begutachtet die darin aufbewahrten Lebensmittel

Was gehört im Kühlschrank in welches Fach? Mit der richtigen Strategie beim Einräumen bleiben Lebensmittel länger frisch und haltbar.

Jeder hat ihn, jeder braucht ihn, doch nur die wenigsten machen sich wirklich Gedanken darüber. Dabei bietet der Kühlschrank jede Menge Möglichkeiten, um Energie, Geld und Nahrungsmittel einzusparen – vorausgesetzt man verwendet ihn richtig. Denn ohne es zu wissen machen wir alle Fehler beim Einräumen, Reinigen oder Einstellen der Temperatur. DONNA Online zeigt neun einfache Tipps, die Strom und Zeit sparen – und dafür sorgen, dass Ihre gekühlten Lebensmittel länger haltbar bleiben.

Strom, Heizkosten und Co.: 10 Energiesparirrtümer, die Sie kennen sollten

1. Mit System einräumen

Verschiedene Lebensmittel haben unterschiedliche Bedürfnisse: Während leicht verderbliche Fleisch- und Wurstwaren beispielsweise kalt aufbewahrt werden sollten, reichen bei Obst und Gemüse wärmere Temperaturen aus. Damit die Nahrungsmittel entsprechend gelagert werden können, ist der Kühlschrank in unterschiedliche Klimazonen aufgeteilt: An der Rückwand, an der die Kühlstäbe entlanglaufen, ist es kühler als im vorderen Bereich, denn an der Türe geht selbst bei guter Dichtung immer etwas an Temperatur verloren. Und da warme Luft von unten nach oben steigt, ist es in den oberen Fächern des Elektrogeräts immer etwas wärmer als unten.

Das ideale System im Kühlschrank:

  • Gemüsefach: Bei etwa acht Grad bleibt Gemüse und Obst knackig. Exotische Früchte verlieren im Kühlschrank dagegen ihr Aroma.
  • Unteres Fach: Zwei bis drei Grad Celsius sind die ideale Temperatur für leicht verderbliche Lebensmittel wie rohes Fleisch und Fisch.
  • Mittleres Fach: Milchprodukte, beispielsweise Joghurt, Frischmilch, offener Käse oder Quark, benötigen Temperaturen bis maximal fünf Grad.
  • Oberes Fach: Bei vorgekochtem Essen, geöffneten Konserven, Butter, Aufstrichen sowie noch verpacktem Käse reichen Temperaturen um die acht Grad, damit die Waren frisch bleiben.
  • Kühlschranktüre: Eier, Getränke, Marmeladen, Senf oder andere Soßen sind nicht schnell verderblich und können in der Türe gelagert werden.

2. Ordnung behalten

Wer seine Einkäufe schnell und planlos in den Kühlschrank quetscht, verliert schnell den Überblick. Auch wenn Einräumen mit System etwas aufwendiger ist, spart es langfristig Zeit und Geld. Denn jedes Mal, wenn Sie den Kühlschrank öffnen, um etwas herauszuholen, geht Kälte und damit auch Energie verloren. Wenn Sie dann noch lange hin- und herräumen, bis Sie das Gesuchte finden, verstärken Sie diesen Effekt: Die verloren gegangene Kälte muss der Kühlschrank wiederherstellen – und das kostet jede Menge Strom.

3. Regelmäßig putzen

Einmal eine Zucchini im Gemüsefach vergessen und plötzlich ist der ganze Kühlschrank voller Schimmel? Das kann durchaus passieren, denn wenn die Schimmelsporen erst einmal da sind, verteilen sie sich durch die Luftzirkulation im gesamten Innenraum. Wer das Kühlgerät regelmäßig, das heißt am besten alle ein bis zwei Monate gründlich säubert, entfernt mögliche Schimmelauslöser und zögert die Bildung neuer Sporen hinaus. Für die Reinigung benötigt man übrigens keine Chemiekeulen: Heißes Wasser mit etwas Spülmittel oder Essig sind ausreichend.

Wenn Sie doch mal ein schimmeliges Nahrungsmittel im Kühlschrank entdecken, sollten Sie es sofort entsorgen und die betroffene Etage mit etwas Essig auswischen, um die restlichen Lebensmittel vor einem möglichen Schimmelbefall zu schützen.

Schimmel in der Wohnung? Mit diesen Tricks werden Sie ihn wieder los

4. Temperatur optimal einstellen

Bei den meisten Kühlgeräten lässt sich die Temperatur über einen Drehregler einstellen, der meist Stufe 1 bis 5 umfasst. Dabei gilt: Je höher die Zahl desto niedriger die Temperatur. Eine ideale Temperatur hat der Kühlschrank, wenn diese im mittleren Fach etwa fünf bis sieben Grad Celsius beträgt. Wer sich unsicher ist, kann ein Thermometer für eine halbe Stunde in das Fach legen – oder sich daran orientieren, dass eine Kühlstufe im mittleren Bereich, beispielsweise Stufe 2 bei einem Gerät mit fünf Kühlstufen, optimal ist. Die Einstellung des Kühlschranks sollte aber auch der Umgebungstemperatur angepasst werden: Wenn es im Sommer sehr warm in Ihrer Wohnung wird, sollten Sie den Regler nach oben drehen, während im Winter oft schon eine niedrigere Einstellung reicht. Viel hilft viel gilt für die Kühleinstellung übrigens nicht: Die Maximalstufe ist häufig so kalt, dass die Qualität kälteempfindlicher Lebensmittel darunter leidet.

5. Lebensmittel auf Raumtemperatur bringen

Zu viel gekocht oder der Hunger war doch nicht so groß wie angenommen? Super, dann haben Sie schon ein Mittagessen für den nächsten Tag. Bevor Sie das Essen allerdings in den Kühlschrank stellen, sollten Sie es unbedingt auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Denn wenn die Speisen noch warm in den geschlossenen Kühlschrank wandern, geben sie ihre Hitze ab und die Innentemperatur steigt. Das schadet nicht nur den anderen Lebensmitteln, sondern verbraucht auch zusätzliche Energie, um das Gerät wieder auf Normaltemperatur herabzukühlen.

Gesund vorkochen: Hier finden Sie das Meal-Prep-Rezept für Ofengemüse mit Quinoa und Kräuter-Feta

6. Clever auftauen

Brot, Vorgekochtes oder Gemüse: Ein im Kühlschrank integriertes Gefrierfach ist praktisch, um Essen lange haltbar zu machen. So tauen Sie eingefrorene Lebensmittel am besten wieder auf: Einfach auf einen Teller in den Kühlschrank stellen – das verhindert, dass sich eine Pfütze bildet. Denn der Wechsel von Minusgraden auf Kühlschranktemperatur ist nicht so hoch wie der auf Raumtemperatur. So wird die Tiefkühlware schonender aufgetaut und ganz nebenbei sparen Sie auch noch Energie: Das gefrorene Essen gibt nach und nach seine Kälte an die Umgebung ab, sodass dem Kühlkompressor ein Teil der Arbeit abgenommen wird.

7. Nicht zu voll packen

Je voller ein Kühlschrank ist, desto mehr Leistung muss der Kühlkompressor aufbringen, um die Temperatur niedrig zu halten. Denn je mehr Gegenstände sich im Gerät befinden, desto weniger kann die Luft darin zirkulieren, was zu einem erhöhten Kühlaufwand führt. Lassen Sie deshalb zwischen den einzelnen Etagen und Lebensmitteln immer etwas Luft und kaufen Sie lieber öfter und dafür weniger ein. Das spart nicht nur Energie, sondern verhindert auch, dass Nahrungsmittel verderben.

Die große Preislüge: Das sind die wahren Kosten von Lebensmitteln

8. Extrafach für mehr Übersicht

Im hintersten Eck des Kühlschranks steht meist ein uraltes Glas Gurken oder ein Becher Joghurt, der bereits seit Monaten abgelaufen ist. Dass man einzelne Lebensmittel vergisst und erst lange nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums wieder im Kühlfach entdeckt, kommt wohl jedem bekannt vor. Damit es erst gar nicht dazu kommt ist es sinnvoll, den Kühlschrank einmal pro Woche nach Lebensmitteln zu durchforsten, die nicht mehr lange haltbar sind. Diese werden dann nach vorne gestellt oder in einem Extrafach gesammelt. So haben Sie immer im Blick, welche Nahrungsmittel zeitnah verbraucht werden sollten und vermeiden, dass „verloren gegangene" Produkte sinnlos in den Abfall wandert.

Zero-Waste-Küche: So vermeiden Sie Lebensmittelabfälle

9. Kühlschrank-Hacks nutzen

Diese Kühlschrank-Hacks sparen Zeit und Nerven:

  • Wer gerne Getränke im Kühlschrank lagert, kennt das Dilemma, dass einzelne Flaschen sich schlecht aufeinander stapeln lassen und immer wieder auseinanderrollen. Erst wenn mehrere Getränkeflaschen die gesamte Breite des Faches eingenommen haben, lässt sich eine zweite Reihe darüberschichten. Eine Wäscheklammer schafft Abhilfe: Klemmen Sie sie an einen der Gitterstäbe im Kühlschrank, damit sie wie ein Stopper fungiert – und verhindert, dass die Flaschen auseinanderrollen. So lassen die Getränke sich wie eine Pyramide übereinanderstapeln.
  • Sie lagern halbleere Ketchupflaschen und andere Soßen im Kühlschrank? Wenn diese keinen Verschluss haben, der es erlaubt, die Flasche auf den Kopf zu stellen, braucht es viel Zeit und Schüttelkraft, an den Inhalt heranzukommen. Viel einfacher geht es, wenn Sie die Unterseite eines Eierkartons in das Seitenfach der Kühlschranktüre stellen. In die Vertiefungen können Sie die Soßen unabhängig von Verschlussart auf den Kopf stellen, ohne dass sie umfallen. Das schafft Ordnung, spart Zeit und Sie können die Tomatenketchup, Salatdressing und Co. bis zum letzten Tropfen aufbrauchen.
Mehr zum Thema: