Boxspringbett: Was Sie über das Schlafsystem wissen sollten

Bekannt sind sie vor allem in den USA und Kanada, haben aber auch in Skandinavien Tradition. In den letzten Jahren erleben Boxspringbetten in Deutschland einen regelrechten Hype. Hier erfahren Sie, was es mit dem Trend-Schlafsystem auf sich hat und wie es sich von herkömmlichen Betten unterscheidet.

Frau mit brünetten Haaren liegt lächelnd auf einem Kopfkissen im Bett

Boxspringbetten werden immer beliebter, obwohl sie keine Neuheit auf dem Bettenmarkt sind: Das Schlafsystem gibt es seit über 80 Jahren.

Sie kennen die hohen, komfortablen Betten wahrscheinlich von Ihrem letzten Urlaub in den USA. Dort haben Boxspringsysteme, bei denen die Matratze auf einem Federkasten statt auf einem Lattenrost liegt, ihren Ursprung. Durch den speziellen Aufbau gelten sie als besonders komfortabel und finden deshalb oft in Hotels Verwendung – inzwischen aber auch in immer mehr privaten Schlafzimmern. Aber was genau zeichnet ein Boxspringbett aus und welche Merkmale unterscheiden es vom altbewährten Bettgestell mit Lattenrost und Matratze? DONNA Online hat die wichtigsten Fakten rund um den Schlaf-Trend für Sie zusammengefasst.

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So ist ein Boxspringbett aufgebaut

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Bett, das im Wesentlichen aus Gestell, Lattenrost und Matratze besteht, ist das Boxspringbett ein Schlafsystem auf Federbasis. Daher auch der Name „boxspring”, der übersetzt sowohl „Matratzenfeder” als auch „Kasten” und „Feder” bedeuten kann. Auf dieser Federkernbox, die mit gleichmäßig verteilten, elastischen Metallfedern gefüllt ist, liegt eine weitere Federnkernmatratze. Bei der schwedischen Variante des Boxspringbettes kommt auf die Matratze noch ein Topper: eine dritte dünne Matratze, um das Bett vor Schmutz zu schützen. Dieser Grundaufbau ist bei fast allen Boxspring-Modellen gleich.

Untermatratze

Die mit Metallfedern gefüllte Untermatratze wird auch Federnkernbox, Federrahmen, Boxspring oder einfach nur Box genannt. Sie dient als Ersatz für das Bettgestell und den Lattenrost. Dieser Federrahmen sorgt dafür, dass die eigentliche Matratze ihre Stützkraft richtig entfalten kann. Um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten, liegt die Untermatratze nicht auf dem Boden auf, sondern wird von Bettfüßen gestützt. Die Außenseiten sind meist mit Stoff oder Leder bezogen oder mit Holz verkleidet. Boxspringbetten ab einer Breite von 160 Zentimetern sind in der Regel mit zwei separaten Federkernboxen ausgestattet.

Obermatratze

Im Grunde ist die Obermatratze eines Boxspringbettes identisch mit der Matratze eines normalen Bettes. Es empfiehlt sich jedoch eine Obermatratze zu wählen, die auf die Federkernbox abgestimmt ist und gemeinsam mit ihr angeboten wird. Die Kombination von Unter- und Obermatratze sorgt für eine optimale Unterstützung des Körpers beim Liegen. Obermatratzen sind häufig mit demselben Stoff bezogen wie die Untermatratze. Daher werden sie oft auch als Dekomatratze bezeichnet.

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Topper

In der skandinavischen Variante bildet die Topper-Matratze, oder einfach nur Top-Matratze, die Liegefläche und damit den Abschluss des Boxspringbettes. Ein Topper unterstützt ein gutes Liegegefühl und sorgt für mehr Bequemlichkeit beim Schlafen. Außerdem ist er meist mit einem abnehm- und waschbaren Bezug versehen.

Untermatratze, Obermatratze und Topper werden in den verschiedensten Materialien, Qualitäten und Preisklassen angeboten. Unterschiedliche Kombinationen erlauben eine individuelle Abstimmung des Boxspringbettes auf die eigenen Wünsche und Schlafgewohnheiten.

Ist ein Boxspringbett besser als ein normales Bett?

Boxspringbetten punkten mit Design, Schlafkomfort und Wertigkeit. Die Kombination aus Federkasten und Federkernmatratze bietet außerdem einen höheren Einstieg als Betten mit Lattenrost, was das Hinlegen und Aufstehen erleichtert. Die atmungsaktiven Matratzenschichten gewährleisten eine gute Luftzirkulation und somit angenehme Schlafbedingungen. Dennoch gilt: Egal ob Boxspring oder herkömmliches Bett, die Schlafbedürfnisse jedes Menschen sind anders und beide Modelle lassen sich individuell darauf abstimmen. Eine pauschale Antwort auf die Frage, ob man in Boxspringbetten besser schläft oder ein Schlafsystem besser als das andere ist, gibt es also nicht. Wenn Lattenrost und Matratze zu den Anforderungen des Schlafenden passen, sind sie genauso gut wie ein perfekt auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Boxspringbett. Stellen Sie die Frage also anders: Entspricht das amerikanische Bett Ihren Schlafgewohnheiten und Ihrem Geschmack?

Am besten lassen Sie sich von einem Experten im Möbelhaus beraten und probieren die verschiedenen Betten- und Matratzenmodelle aus. Das erleichtert die Entscheidung für oder gegen das Schlafsystem. Ist ein Boxspringbett Ihr Favorit, sollten Sie beim Kauf auf eine hochwertige Verarbeitung achten. Nicht umsonst wird ein Boxspringbett als Schlafsystem bezeichnet: Es besteht aus aufeinander abgestimmten Bauteilen, die in ihrer jeweiligen Zusammenstellung die Liegequalität beeinflussen. Ein gutes Boxspringbett wird der Person angepasst, die darin schläft. Körpergewicht, Körpergrösse und Schlafgewohnheiten sind für die Auswahl der Federkernvariante sowie der Härte der Matratze entscheidend. Boxspringbetten in guter Qualität sind nicht billig: Modelle mit solider Federung im Untergestell sind ab etwa 1000 Euro erhältlich. Der Schlafkomfort ist die Investition aber auf jeden Fall wert.

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