Denim-Guide: 5 Jeans-Teile, die in keinem Schrank fehlen sollten

Jeans behaupten sich seit fast 150 Jahren in der Modewelt und hängen selbst bei Fashion-Muffeln im Kleiderschrank. Warum aber immer nur Hosen aus Denimstoff tragen? In unserem Styling-Guide zeigen wir fünf Jeansteile, mit denen Sie immer richtig angezogen sind.

Eine Businessfrau 40plus sitzt im Jeanshemd zwischen Kollegen in einem Meeting

Wenn der Dresscode im Büro es zulässt, ist ein Denimhemd eine lässige Alternative zu Business-Bluse oder Blazer. Welche Jeansteile außerdem nicht in Ihrer Garderobe fehlen sollten, erfahren Sie hier.

Unabhängig von kurzlebigen Trends ist Denim ein Stoff, der für die Ewigkeit geschaffen ist: Das robuste und zugleich bequeme Material ist so beliebt, dass die Modebranche sich dafür schnell neue Einsatzmöglichkeiten abseits der klassischen Jeanshose einfallen ließ – zum Beispiel mit Blusen, Röcken oder Jacken aus Denim. Welche Teile bei Frauen 40plus nicht im Kleiderschrank fehlen dürfen und in welchen Varianten der blaue Stoff nicht nur für lässige Alltags-Outfits taugt, sondern auch mit ins Büro darf? Das klären wir in unserem Denim-Guide.

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Denim: Vom Arbeiterstoff zum Trendmaterial

Seit ihrer Geburtsstunde 1873, als Textilhändler Levi Strauss das Patent darauf anmeldete, hat die nietenverstärkte Arbeiterhose einiges erlebt: Die „Ur-Jeans“ aus indigoblauem Denimstoff vollzog einen Wandel von der strapazierfähigen Arbeiterhose zum begehrten Modeobjekt, das mehr als nur ein Facelift erhielt. Designer nutzen Jeans, um ihre Kreativität auszuleben – und schufen Modelle in neuen Waschungen, ungewöhnlichen Schnitten und mit Strass, Patches, Nieten oder anderen auffälligen Details. Kaum verwunderlich, dass der beliebte Denimstoff in den 70er-Jahren unter anderem auch für Jacken, Kleider und knappe Röcke in A-Linie „zweckentfremdet“ wurde. Seither ist das blaue Material, das sich aufgrund seiner Robustheit als Basis für viele verschiedene Schnitte und Kleidungsstücke eignet, aus dem modischen Alltag nicht mehr wegzudenken.

Denim-Must-Haves: 5 Teile, die Sie lange begleiten werden

Mit der richtigen Pflege bleiben Hosen, Hemden und Co. aus Denim auch bei häufigem Tragen und Waschen Lieblingsteile im Kleiderschrank, auf die Sie sich immer verlassen können und mit denen Sie im Alltag immer modisch und bequem angezogen sind (vorausgesetzt die Passform stimmt, aber dazu später mehr). Unsicher, ob Sie schon mit den wichtigsten Mode-Basics aus Jeansstoff ausgestattet sind? Dann sollten Sie unsere Checkliste lesen – denn diese fünf Denim-Stücke werden Sie zu vielen verschiedenen Anlässen treu begleiten:

1. Die Straight Leg Jeans

Okay, besonders einfallsreich ist es nicht, eine Liste mit absoluten Denim-Must-Haves mit einer Jeanshose zu beginnen. Trotzdem darf dieser Klassiker nicht fehlen: Eine Straight Leg Jeans in einer dunklen, klassischen Waschung ohne auffällige Details steht jeder Frau unabhängig von Altersklasse und Figur. Das perfekte Modell lässt sich im Sommer wunderbar lässig mit T-Shirt und Sandalen, im Winter mit Pulli und Boots oder – wenn es der Business Dresscode zulässt – mit Hemdbluse, Blazer und Pumps im Büro tragen.

Shopping-Tipp: Wenn Sie bei Jeans besonderen Wert auf Komfort legen, empfiehlt sich ein Modell mit Stretchanteil. Damit die Denimhose eine gute Figur macht, sollte nichts kneifen oder spannen. Mit der Position der Gesäßtaschen und Seitennähte können Sie sich etwas schlanker schummeln: Kleine, dicht beieinander liegende Taschen lassen den Po kleiner wirken, leicht nach vorne versetzte Nähte machen schmale Beine.

Hier finden Sie weitere Tipps für die perfekte Passform beim Hosenkauf

2. Das Jeanshemd

Sie haben noch kein Jeanshemd im Schrank? Dann wird es höchste Zeit! Denn die Denimoberteile sind nicht nur äußerst komfortabel, sondern setzen in leicht taillierten Schnitten auch die Figur toll in Szene. Im Büroalltag bildet ein dunkles Jeanshemd einen schönen Stilbruch zum eleganten Bleiftstiftrock und Pumps. Pluspunkt: Genauso lässig können Sie das Denimhemd im Herbst und Winter zum Cardigan-Ersatz umfunktionieren.

Shopping-Tipp: Mit einem passend geschnittenen Jeanshemd lässt sich ruckzuck die Figur optimieren: Wenn Sie sich etwas mehr Volumen im Brustbereich wünschen, ist ein Modell mit aufgesetzten Brusttaschen ideal. Wer mit dem Oberteil eine üppige Oberweite kaschieren will, setzt am besten auf eine Hembluse ohne Brusttaschen aus dunklem Denim. Oder wählt gleich eine Oversized-Variante, zu der ein schmal geschnittenes Unterteil für ausgeglichene Proportionen sorgt.

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3. Der Jeansrock

Keine Sorge: Den hautengen Jeansmini aus den 90er-Jahren können Sie getrost ausmisten – denn wenn man keine 20 mehr ist oder sich für ein Musikfestival stylt, wirken Denimröcke in XS-Länge nicht sonderlich stilvoll. Die bessere Alternative: Midiröcke aus dunklem Denim im 70er-Jahre-Stil mit oder ohne Knopfleiste auf der Vorderseite oder ein schlichtes Modell in Mini-, Midi- oder sogar Maxilänge, das je nach Schnitt zwar Bein zeigt, aber dennoch den Po bedeckt. Jeansröcke lassen sich das ganze Jahr über vielseitig kombinieren: im Sommer mit einer leichten Kurzarmbluse, einem Basic-Shirt oder Tanktop und Sandalen, im Herbst und Winter mit noch mehr Retroattitüde zu einem einfarbigen Rollkragenshirt und Ankle Boots mit Absatz. Durch ihre typische A-Linie sorgen Seventies-Röcke aus Denim bei einer burschikosen Figur für eine weibliche Sanduhr-Silhouette und kaschieren bei kurvigen Frauen etwas breitere Hüften oder ein kleines Bäuchlein.

Styling-Tipp: Ein Bleistiftrock aus Jeansstoff ist eine schicke Alternative zu klassischen Business-Röcken, die mit einem Print-Shirt und flachen Schuhen am Abend zum legeren Feierabend-Look wird.

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4. Die Jeansjacke

Jeansjacken sind nur etwas für Teenies? Von wegen! Das lässige Denimteil macht ein Etui- oder Spitzenkleid im Sommer freizeittauglich und lässt sich zusammen mit einer Jeans in ähnlicher Waschung zu einem stylischen Denim-Allover-Outfit stylen. In den kühleren Monaten können Sie eine Jeansjacke im Layering-Look tragen, zum Beispiel anstelle eines Cardigans als wärmende Extraschicht über T-Shirt oder Longsleeve oder elegant zur Bluse.

Wenn Sie Ihr Outerwear-Repertoire um eine Jeansjacke erweitern wollen, ist ein klassisches Modell aus dunklem Denim ohne Risse oder auffällige Details wie Nieten und Co. empfehlenswert. Noch lässiger und etwas extravaganter wirkt eine Variante in 80er-Jahre-Optik im Oversized-Schnitt aus Light Washed Denim – oder Sie schnappen sich einfach die alte Jeansjacke Ihres Liebsten.

Shopping-Tipp: Eine tolle Alternative zu kurzen Jeansjacken für Frauen 40plus sind Mäntel im Trenchcoat-Stil aus Denimstoff. Sie sind lässiger als ein Wollmantel, lassen sich aber vielseitiger einsetzen und sehen auch als Stilbruch zu einem schicken Kleid toll aus.

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5. Das Jeanskleid

Ob als langärmeliges Hemdkleid im Herbst und Winter oder in der ärmellosen Variante mit Knopfleiste im Sommer: Als Jeanskleid wirkt der robuste Denimstoff wunderbar feminin. Bei figurbetonten Schnitten sind Denimkleider mit Elasthan-Anteil eine gute Wahl, da sie sich der Körperform vorteilhaft anpassen und gleichzeitig einen hohen Tragekomfort bieten. Achten Sie beim Kauf des Jeanskleides auf die Passform: Bei einem Modell mit Knopfleiste sollte nichts spannen.

Styling-Tipp: Sie befürchten, mit einem Träger-Jeanskleid zu viel Dekolleté zu zeigen? Dann setzen Sie einfach auf einen modischen Lagen-Look: Besonders charmant wirkt ein Etuikleid aus Denim, wenn Sie es über einem Streifenshirt mit Kurz- oder Langarm tragen – très français!

Denim-Shopping-Tipps: So finden Sie ein Jeansteil fürs Leben

Sie wollen sich ein neues Denimteil gönnen, das Sie viele Jahre lang tragen und immer wieder neu kombinieren können? Mit diesen Tipps treffen Sie beim Kauf die richtige Wahl:

Klassische Waschungen wählen

Klar, eine Jeans in Acid-Waschung passt perfekt zum aktuellen 80er-Jahre-Trend. Aber werden Sie die Hose auch noch tragen, wenn der Trend wieder vorbei ist? Wenn Sie modisch eher ein Fan von klassischen Basic-Teilen und schlichten Designs sind, sollten Sie das auch beim Kauf eines neuen Kleidungsstücks aus Denim beibehalten. Das typische Jeansblau Indigo und dunkler Denim passen immer. Ebenfalls zeitlos: Dark Denim, also Jeansteile aus nachtblau bis schwarz gefärbtem Denimstoff, die ohne Used-Elemente und andere auffällige Details sogar bürotauglich sind.

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Finger weg von Trend-Details

Wenn Sie Ihr neues Jeansstück länger als nur eine Saison tragen wollen, sollten die Details zurückhalten bleiben. Nieten, Strasssteinchen, Risse und Patches sind zum Zeitpunkt des Kaufs vielleicht ein trendiger Hingucker, wirken in der Folgesaison aber oftmals störend – außer Sie sind ein Fan extravaganter Jeansmode und besitzen ausschließlich auffällig gestaltete Hosen und Oberteile. Dann hat eine mit funkelnden Steinchen besetzte Jeansjacke durchaus Dauerbrenner-Potenzial.

Auf die perfekte Passform setzen

Ist das Denimteil beim Anprobieren im Laden eine Nummer zu groß oder zwickt es an der ein oder anderen Stelle? Dann gilt: nicht kaufen! Kleidungsstücke, die schon in der Umkleidekabine schlecht sitzen, entpuppen sich spätestens beim Styling im Alltag als Fehlkäufe und werden bei der nächsten Ausmistaktion im Kleiderschrank wieder aussortiert. Passform-Tipp: Auch Jeanshosen oder -röcke ohne Stretchanteil weiten sich nach mehrmaligem Tragen. Deshalb lieber ein gut bis eng sitzendes Modell kaufen, das auch nach mehrmaligem Tragen nicht zu groß wird.

Qualität vor Quantität

Vor allem bei Jeanshosen können die Preise sehr unterschiedlich ausfallen. Klar ist es verlockend, eine Jeans oder ein anderes Denimteil für 15 Euro zu erstehen. Gerade bei Mode aus Denim gilt jedoch: Qualität kostet. Denn die mehr oder weniger aufwendigen Herstellungsprozesse bei teuren und preiswerten Jeans machen sich beim Kaufpreis bemerkbar. Wenn Sie das Kleidungsstück also möglichst lange behalten wollen, ohne dass es nach kurzer Zeit seine Form und Optik verliert, lohnt es sich, ab und zu auf ein etwas hochpreisigeres Modell zu setzen. Ein kleines Vermögen müssen Sie für hochwertige Jeansteile aber nicht ausgeben: Fair Fashion Labels und Qualitätsmarken aus dem mittleren Preissegment bieten Jeanshosen, -hemden oder -kleider schon ab rund 60 bis 80 Euro an.