Stilvoll angezogen: Dieser Dresscode gilt für Hochzeitsgäste

Die erste Hochzeit der Saison steht an und Sie sind unsicher bei der Outfit-Wahl? DONNA erklärt, welche Rocklänge angemessen ist, auf welche Farben Sie besser verzichten und wie Sie als Hochzeitsgast glänzen, ohne der Braut die Schau zu stehlen.

Ein Brautpaar wird von seinen Gästen mit Konfetti beworfen

Um nicht für negatives Aufsehen zu sorgen, sollten Sie sich als Hochzeitsgast an den Dresscode des Brautpaares halten.

Das Brautpaar gibt die Richtung vor

Ein Hochzeitsfest beginnt für den Gast in der Regel mit einer Einladungskarte. In ihr finden sich Informationen zur anstehenden Feier – und oft auch hilfreiche Hinweise, die die Wahl des Outfits erleichtern.

Keine Lust auf Kleid? Wir zeigen fünf Alternativen für Ihr Outfit als Hochzeitsgast.

Wenn das Brautpaar seinen großen Tag einem bestimmten Thema widmet, wird das Motto der Feier in der Einladung bekanntgegeben. Eine Motto-Hochzeit ist zwar nicht jedermanns Sache, dem Brautpaar zuliebe sollten Sie hier aber über Ihren Schatten springen und sich dem Anlass entsprechend (ver)kleiden. Beliebte Hochzeitsmottos sind beispielsweise „The Great Gatsby“ (20er-Jahre), Rockabilly, Hippie, Vintage oder Mittelalter. Bei dem Motto „All White“ dürfen und sollen auch die Gäste weiße Kleidung tragen.

Möchte das Brautpaar ein elegantes Fest erleben, wird es in der Einladung einen Dresscode vorgeben. Wer sich mit folgenden Begriffen vertraut macht, umgeht Kleider-Fauxpas schon im Vorfeld:

White Tie

Die eleganteste aller Kleiderordnungen fordert von Damen eine bodenlange, glamouröse Abendrobe ohne Muster in einer unaufdringlichen Farbe. Dazu werden geschlossene Pumps, echter Schmuck und Seidenstrümpfe getragen; bei Kälte zusätzlich noch eine Stola oder ein kurzes Jäckchen. Der Mann kommt im Frack mit weißer, selbstgebundener Fliege.

Black Tie

Bei diesem Dresscode wählt die Dame ein elegantes, bodenlanges Abendkleid, das auch schulterfrei sein darf. Dazu passen hohe Pumps und Seidenstrümpfe. Herren tragen einen schwarzen oder nachtblauen Smoking mit weißem Hemd und schwarzer Fliege.

Formal

Findet die Veranstaltung vor 18 Uhr statt, trägt die Dame ein knielanges Seidenkostüm und dazu eine helle Bluse ohne Schnickschnack wie Schleifen oder Rüschen. Alternativ können Sie ein Cocktailkleid in der gleichen Länge wählen. Beginnt die Feier nach 18 Uhr, greifen Frauen zu einem langen Abendkleid. Männer erscheinen vor 18 Uhr im Cutaway (kurz Cut) und nach 18 Uhr im schwarzen Frack.

Cocktail

Wie der Name schon verrät, tragen Frauen bei diesem Dresscode ein pastellfarbenes oder dunkles Cocktailkleid. Hierbei gilt: je auffälliger das Kleid, desto dezenter die Accessoires. Wer sich im Kleid unwohl fühlt, kommt im dunklen Kostüm. Männer erscheinen im dunklen Anzug mit langärmeligem Hemd und Krawatte.

Casual

Hier sind dem eigenen Geschmack keine Grenzen gesetzt. Frauen wählen ein Sommerkleid, einen langen Jumpsuit oder eine Kombination aus Bluse und Rock. Herren können hier auf eine dunkle Hose mit Hemd zurückgreifen. Fliege oder Krawatte sind optional.

So entscheiden Sie sich als Hochzeitsgast für das richtige Kleid

Oftmals möchte das Brautpaar seinen Gästen keine Outfit-Vorschriften machen. Dann gibt es in der Einladung keinen Hinweis zum Dresscode oder es heißt: „Kommt, wie ihr euch wohlfühlt!“ In diesem Fall bleibt es dem Gast selbst überlassen, wie schick oder lässig er zur Feier kommen möchte. Jeans und T-Shirt sind jedoch selbst dann No-Gos – eine Hochzeit ist und bleibt schließlich ein festlicher Anlass. Wer unsicher ist, studiert die Einladung genau. Ist die Trauung kirchlich oder auf dem Standesamt? In der Kirche sollten Frauen darauf achten, nicht zu viel Dekolleté zu zeigen – denken Sie an eine Stola, ein Jäckchen oder Blazer, um sich zu bedecken.

Auch die Art der Feier und die Location können in den Entscheidungsprozess einfließen. Findet die Hochzeit im ländlichen Bereich, etwa auf einem Landgasthof oder einer Hütte statt, sind Dirndl und Lederhose oder ein hübsches Sommerkleid die richtige Outfit-Wahl. In einem feineren Veranstaltungsort wie einem Hotel oder Schloss darf die Garderobe festlich ausfallen. Generell gilt: Passen Sie die Kleiderwahl an die Rahmenbedingungen der Hochzeit an – dann bleibt Ihnen der Tritt ins Fettnäpfchen erspart.

Die Qual der (Farben-)wahl: Do´s und Don´ts

Ob klein oder groß, standesamtlich oder kirchlich, Land- oder Strandhochzeit – die Braut steht an ihrem großen Tag im Mittelpunkt. Als Gast sollte man sich optisch zurückhalten, um die Glückliche glänzen zu lassen. Das heißt: Bitte kein zu kurzer Rock oder zu tiefer Ausschnitt und vor allem, kein weißes Kleid! Denn Weiß trägt auf einer Hochzeit nur die Braut.

Doch welche Farben sind die richtige Wahl als Hochzeitsgast und welche sollten lieber zu Hause im Schrank bleiben? Helle Farben wie Off-White, Rosé oder Creme sind für Gäste nicht angebracht, da sie farblich zu nah am Brautkleid sind. Rot bleibt der Schwiegermutter der Braut vorbehalten und Schwarz wird auf Hochzeiten zwar geduldet, ist als Farbe der Trauer aber nicht die beste Wahl für diesen freudigen Anlass. Auf der sicheren Seite sind Sie mit Grün, Blau, Grau, Braun, Apricot oder Lila in allen Nuancen, denn auch zu knallig oder schrill sollte das Kleid nicht sein. Ebenso gern gesehen sind Kleider mit dezentem Muster oder in Pastelltönen, besonders im Sommer.

Die Liste der vermeintlich falschen Kleidung für eine Hochzeit scheint lang – und überall lauern modische Fettnäpfchen. Unser Tipp: Wer sich unsicher ist, erkundigt sich im Vorfeld bei der Braut nach ihren Wünschen und Vorstellungen. Damit liegt man immer richtig!