Passform-Check: 7 Regeln für eine perfekt sitzende Hose

Eine gut sitzende Hose zu finden, ist gar nicht so einfach: Mal sind die Hosenbeine zu lang oder zu kurz, mal engt der Schnitt ein oder formt eine unvorteilhafte Silhouette. Mit diesen sieben Profi-Tipps für den Hosenkauf finden Sie ein Modell, das bequem und figurschmeichelnd zugleich ist.

Blonde Frau zieht im Liegen eine Jeans an

Beim Hosenkauf sollten Sie sich nicht nur von modischen Vorlieben leiten lassen.

Bei der Suche nach einer passenden Jeans oder Stoffhose tun sich nicht nur Frauen schwer: 75 Prozent der Deutschen klagen über schlecht sitzende Hosen – so das Ergebnis einer Online-Studie von K&A BrandResearch AG und Atelier GARDEUR, in der 1.000 Männer und Frauen rund ums Thema Hose befragt wurden.

In 7 Schritten zur perfekt passenden Hose

Wie muss eine Hose sitzen, damit sie bequem ist und gleichzeitig eine gute Figur formt? Wie bekomme ich in Jeans und Co. einen Knackpo und wie lassen sich kleine Problemzonen an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln geschickt kaschieren? Mit diesen sieben Regeln finden Sie beim nächsten Hosenkauf ein Modell, das nicht nur modisch aussieht, sondern auch komfortabel ist und zu Ihrem Figurtyp passt:

1. Bequemlichkeit

Eine Hose, die sich am Bund problemlos schließen lässt, aber nicht bequem sitzt, macht unglücklich – insbesondere, wenn Sie sie den ganzen Tag lang tragen. Achten Sie daher unbedingt auf einen bequemen Sitz! Modelle mit Stretch-Anteil sind flexibler als beispielsweise Jeans aus reinem Denim und passen sich jeder Figur und Bewegung komfortabel an (siehe Punkt 2).

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2. Bewegungsfreiheit

Eine Hose sollte auch bei schmaler Passform jede Bewegung mitmachen, ohne dabei einzuengen oder unangenehm zu spannen. Wählen Sie deshalb ein Modell mit Elasthan-Anteil – ein Blick ins Hosen-Etikett zeigt, ob Elasthan im Stoff verarbeitet wurde. Beim Tragen sorgt die Körperwärme nach einigen Minuten dafür, dass sich die Elastikfaser etwas ausdehnt und macht die Hose so besonders angenehm zu tragen. Je höher der Elasthan-Anteil, desto flexibler die Passform.

3. Gut verpackt statt eingequetscht

Eine gut geschnittene Hose sollten Problemzonen an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln gekonnt kaschieren, anstatt sie hervorzuheben. Ein zu enger Hosenbund etwa sorgt dafür, das kleine Polster an Bauch und Hüfte hervorquellen und sich als unschönes „Muffin Top“ unter Shirt oder Bluse abzeichnen. Viel besser: eine Jeans oder Stoffhose im High Waist-Schnitt, die die Figur vorteilhaft einpackt und formt, ohne dabei zu quetschen oder einzuengen. Sobald etwas zwickt oder herausquillt: Finger weg von der Hose! Ansonsten ist sie auf Dauer nur
unbequem.

4. Den Rücken beachten

In der Umkleidekabine sollten Sie unbedingt auf die Passform am Rücken achten: Liegt die Hose flach an oder steht sie ab? Idealerweise sollte das Modell am Bund gerundet statt gerade geschnitten sein – das sorgt in der Produktion zwar für einen höheren Stoffverbrauch und Arbeitsaufwand, lohnt sich aber: Die Hose liegt dadurch sauber an, kneift nicht unangenehm am Bauch und rutscht beim Hinsetzen nicht herunter, so dass der Slip verborgen bleibt.

5. Die richtige Länge

Insbesondere überdurchschnittlich große oder kleine Frauen haben beim Hosenkauf häufig das Problem, dass ihr Wunschmodell zu kurz oder zu lang ausfällt. Wenn Ihnen reguläre Hosenlängen nicht passen, sollten Sie zu einer Kurz- oder Langgröße greifen – denn je nach
Beinlänge ändert sich auch die erforderliche Leibhöhe, also der Teil der Hose, der vom Bein bis über den Bund gemessen wird.

6. Figurschmeichelnder Schnitt

Eine Hose mit der richtigen Passform kann viel für Ihre Figur tun: Besonders schlank machen Hosen mit einer vorverlegten Seitennaht – sie streckt das Bein und macht es optisch schlanker. Für einen knackigen Po sollten Sie bei der Anprobe darauf achten, wo die Gesäßtaschen liegen. Sind sie zu weit außen oder unten positioniert, lassen sie den Po breit oder hängend erscheinen. Ein figurschmeichelndes Design dagegen hebt den Po optisch an.

7.  Zeit für die Anprobe nehmen

Lassen Sie die Hose bei der Anprobe ruhig etwas länger an und bewegen Sie sich damit. Ziehen Sie die Hose dann aus und lassen Sie sie eine Weile liegen. Bleiben starke Beulen zurück, etwa an den Knien, ist minderwertiges Elasthan verarbeitet worden und die Hose wird auf Dauer ausleiern. Nimmt sie wieder ihre ursprüngliche Form an, stimmt der sogenannte Rücksprung und die Hose behält dauerhaft ihre Form.