Plus Size-Styling: Die besten Mode-Tipps für Curvy Frauen

Mit ein paar Kilos mehr auf den Hüften wird das Shoppen schnell zur Herausforderung. Wie Sie Ihre Vorzüge mit Kleidung in Großen Größen ideal betonen und welche Materialien und Schnitte Sie eher vermeiden sollten, zeigen wir in unserem Styling-Ratgeber.

Die Schauspielerinnen Kathy Bates und Melissa McCarthy

Die Schauspielerinnen Kathy Bates und Melissa McCarthy zeigen mit ihrer kurvigen Figur, dass Schönheit und Stilbewusstsein keine Frage von Modelmaßen ist.

Modetrends sind eine tolle Sache – doch während Kleider und Blusen mit romantischen Volants an Laufsteg-Models gut aussehen, tragen sie bei Frauen mit weiblichen Kurven unvorteilhaft auf und erzeugen optisch zusätzliche Kilos, die eigentlich gar nicht existieren. So inspirierend die Modebranche sein kann, so unbarmherzig gehen Designer wie Karl Lagerfeld, die eigenen Aussagen zu Folge nur Mode für Schlanke machen, mit normalen Frauen und mehr Kurven um.

Promi-Frauen wie Maite Kelly, Melissa McCarthy oder Kathy Bates zeigen: Eine Figur abseits von Größe 36 sieht in jeder Altersklasse toll aus! Wenn Sie eine eher mollige Figur haben, können bestimmte Kleidungsstücke Ihre Vorzüge betonen und kleinere Problemzonen umspielen. Genauso gibt es aber auch Schnitte und Stoffe, die Sie bei der Kleiderwahl eher meiden sollten. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Styling-Tipps für kurvige Frauen.

Styling-Do's für Plus Size-Frauen

A-Linie

Besonders vorteilhaft für Frauen mit weiblicher Figur sind Röcke und Kleider in A-Linie. Allgemein wirken Kleidungsstücke vorteilhaft, die unterhalb der Brust ausgestellt sind und durch diese Proportionen den Unterkörper weiblich, den Oberkörper hingegen schmaler wirken lassen. Ein Kleid in A-Linie, das mit einem Taillengürtel betont wird, formt bei kurvigen Frauen zusätzlich die Figur.

Wickel-Stil

Der V-Ausschnitt von Wickelkleidern, -blusen oder -tops streckt den Hals- und Schulterbereich optisch. Wickelkleider aus locker fallendem Stoff umspielen die Hüften und erzeugen durch einen Bindegürtel auf Taillenhöhe die Illusion einer Sanduhr-Silhouette. Vorsicht bei Drapierungen: Während leichte Raffungen um den Bauch einen schmälernden Effekt haben können, erzeugt übermäßig viel Stoff in diesem Bereich mehr Fülle.

Mit diesen Waschtipps sieht Ihr liebstes Wickelkleid lange wie neu aus.

Weite Hosenbeine

Auf Taillenhöhe sitzende Culottes oder Marlenehosen sind bei einer fülligeren Figur ideal: Durch die lockere Beinweite umspielen sie volle Oberschenkel, Vorzüge wie die schmale Taille oder eine schöne, weibliche Hüfte werden hingegen betont. Wie bei Midi-Röcken wird bei einer Culotte der Knöchel gezeigt und die Beine damit schlanker geschummelt. Mit einer Wide-Leg-Hose in Marine, Anthrazit oder Schwarz kreieren Sie einen zusätzlichen, optischen Schlank-Effekt. Auch Jeans im Boyfriend-Stil wirken an Curvy-Frauen vorteilhaft.

Dekolleté

Viele Frauen wünschen sich mehr Busen – Sie können damit trumpfen! Tragen Sie Ihr üppigeres Dekolleté mit Selbstbewusstsein: Tops mit U-Boot-, Wasserfall- oder weitem V-Ausschnitt rücken den Brustbereich ins Zentrum und lenken von anderen fülligen Körperstellen ab.

Richtige Kleidergröße

Ein typischer Styling-Fehler bei Frauen mit Plus Size-Figur ist zu große (oder kleine) Kleidung. Kaufen Sie unbedingt Mode in Ihrer tatsächlichen Kleidergröße! Zu weite Kleidung trägt durch überflüssige Stoffberge und zeltartige Formen unnötig auf – das ist garantiert alles andere als vorteilhaft. Wenn Sie hingegen auf raffinierte Teile in der richtigen Größe setzen, können Sie selbstbewusst Ihre Schokoladenseiten betonen.

Midi-Länge

Kleider und Röcke in Midi-Länge – also mit einem Saum, der unterhalb des Knies endet – verdecken den Großteil der Beine und legen mit den Knöcheln die schlankste Stelle Ihrer Beine frei. Durch den A-Linien-Schnitt und die betonte Taille werden weibliche Formen hervorgehoben, während Pölsterchen an Bauch und Hüften versteckt bleiben. Besonders toll an kurvigen Frauen wirken Midiröcke mit Plissees, da diese durch ihre vertikale Anordnung zusätzlich strecken.

BH-Passform

Dieser Styling-Tipp gilt nicht nur für Plus Size-Damen: Ihr BH sollte unbedingt richtig sitzen! Mollige Frauen mit zu kleinen BHs, in denen die Brust nicht ausreichend Platz findet, wirken häufig massiger, als sie es eigentlich sind. Sollten Sie sich unsicher sein, welche BH-Größe Sie benötigen, helfen Ihnen Dessous-Experten in einem Wäschegeschäft bei einer kostenlosen Beratung gerne weiter.

Elasthan-Anteil

Egal ob figurbetontes Kleid, Jeans oder Bleistiftrock: Kleidungsstücke mit Elasthan-Anteil sitzen bequem und schmiegen sich Ihren Kurven an.

Shapewear

Sie sollen Ihre Kuven keinesfalls verstecken – Shapewear wie Taillenslips, Bodys und Shaping-Kleider sorgen jedoch dafür, dass Ihre Figur besser zur Geltung kommt und schenken eine harmonische Körperform. Auch unschöne Slip-Nähte lassen sich unter anliegenden Teilen wie Bleistiftröcken oder Jumpsuits mit körperformender Unterwäsche vermeiden.

High Heels

Vor allem bei Outfits mit sichtbaren Knöcheln sind High Heels eine tolle Möglichkeit, die Beine optisch zu strecken. Spitze Schuhe haben denselben Lifting-Effekt. Grundsätzlich gilt: Damit Ihre Proportionene optisch nicht ins Ungleichgewicht geraten, sind klobigere Schuh-Modelle wie Ankle Boots mit Blockabsatz, Keilsandaletten oder Schnürer mit Plateausohle besonders vorteilhaft.

Voluminöse Ärmel

Bei volleren Armen sind Kleidungsstücke mit leichten Puffärmeln eine einfache Lösung, um von dieser Problemzone abzulenken.

Styling-Don'ts für Plus Size-Frauen

Niedrige Leibhöhe

Hüfthosen oder Hosen mit normaler Leibhöhe schneiden bei mehr Körperfülle an den Hüften unschön ein und lassen die Polster über den Hosenbund hervorkommen. In Hosen mit hoher Leibhöhe hingegen – wie Skinny- oder Straight-Leg-Jeans mit High-Waist-Schnitt – sind Bauch und Hüften gut verpackt ohne, dass etwas kneift oder den ungeliebten „Muffin Top“-Effekt.

Muster-Mix

Muster sind auch bei Plus Size-Frauen kein No-Go. Dennoch sollten Sie mit Prints eher sparsam umgehen, um nicht zu sehr aufzutragen. Also: Finger weg von extravaganten Muster-Experimenten! Besser: ein bewusst gewähltes Muster-Teil wie eine vertikal gestreifte Bluse zum einfarbigen Midi-Rock tragen.

Wie Sie Ihre Streifenbluse vielseitig kombinieren können, zeigen wir Ihnen hier.

Verrückte Trends

Auch als kurviger Fashion-Fan müssen Sie auf Styling-Experimente mit neuen Modeerscheinungen nicht verzichten. Einige Trends sind für Kleidergrößen jenseits von Größe 40 aber einfach nicht gemacht. Während Sie modische Stickereien und Patches, Retro-Teile wie Wickelkleider und 50ies-Röcke wunderbar tragen können, sollten Sie auf Trends wie übermäßige Rüschen, knappe Hot-Pants und bauchfreie Crop-Tops lieber verzichten. Bei Accessoires hingegen können Sie sich gerne austoben: Auffällige Ketten, Beuteltaschen oder ausgefallene Schuhe geben Ihrem Oufit den besonderen Dreh.

7/8-Länge zu flachen Schuhen

Zu Midi-Röcken, Marlenehosen oder hochgekrempelten Boyfriend-Jeans empfiehlt es sich, Schuhe mit Absatz zu tragen. Flache Schuhe wie Ballerinas, Sneaker oder Loafer stauchen die Körpergröße und lassen Sie schnell plump wirken. Bequeme Alternative: spitze Kitten-Heels (Pumps mit einem kleinen Absatz).

Schmale Träger

Je nachdem, wie breit Ihr Oberkörper ist, sollten Sie schmale Träger, wie etwa bei Camisole-Tops, eher meiden, da sie den Brustbereich noch fülliger wirken lassen. Leichte Ärmel oder breite Träger geben Halt und sorgen für ein optisches Gleichgewicht im Outfit.

Details im Brustbereich

Sie sind mit Ihrer Oberweite rundum zufrieden, wollen jedoch auf weiteres Volumen verzichten? Brusttaschen, Volants auf Brusthöhe und weitere auffällige Details lassen die Oberweite noch größer wirken. Dezente Oberteile sind dann die bessere Wahl. Immer gut sind Sie mit einem schlichten Shirt oder einer Bluse in neutralen Farben wie Weiß, Blau oder Schwarz beraten. Für mehr Pepp in Ihrem Look sorgen Sie anstatt mit einem auffälligen Oberteil mit einem Hingucker-Unterteil wie etwa einer Print-Hose.

Kurzjacken

Eine Jacke im Cropped-Schnitt wie beispielsweise ein Kurzblazer wirkt an kurvigen Frauen eher unvorteilhaft, da sie den Körper optisch staucht und noch fülliger erscheinen lässt. Besser: Blazer und Jäckchen im leichten Oversized-Schnitt, die lässig wirken ohne Ihre Problemzonen zu betonen.

    3 Shopping-Tipps für kurvige Frauen

    1. Trends dürfen gerne in Ihren Kleiderschrank integriert werden, sollten dann aber figurgerecht umgesetzt werden.
    2. Als Basis für Ihren Look sollten modische Dauerbrenner auf der Einkaufsliste stehen: Klassische Kleider und Röcke, Bundfaltenhosen, schlichte Blusen, Pumps, wandelbare Kombi-Teile wie lockere Blazer und perfekt sitzende Jeans sind Kleidungsstücke, mit denen Sie modisch immer auf der sicheren Seite sind.
    3. Wohlfühlen ist das A und O: Gerade bei einer fülligeren Figur ist es umso wichtiger, dass Sie sich in Ihrer Kleidung gut fühlen. Denn wer mit seinem Äußeren im Einklang steht, strahlt diese Zufriedenheit auch von innen aus. Wenn Sie sich beim Einkaufsbummel bei einem Teil unsicher sind, hilft Ihnen ein Schnappschuss aus der Umkleidekabine zu Hause bei der finalen Kaufentscheidung weiter – die meisten Plus Size-Labels lassen sich problemlos über die gängigen Onlineshops und Modeportale speziell für Plus Size-Fashion shoppen.

    Hier das Start-up-Porträt mit Christiane Seitz vom Plus Size-Portal Wundercurves lesen.

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