Gold, Silber oder Roségold? So finden Sie das perfekte Schmuckstück

Wer sich hochwertigen Schmuck zulegen will, steht unter anderem vor der Frage: Gold, Silber oder doch lieber Roségold? Auf DONNA Online verrät die Münchner Schmuckdesignerin Katharina Schmitt von evél juwel ihre Profitipps – und welche Schmuckart am besten zu welchem Typ passt.

Close-up-Foto des Dekolletés einer Frau, die eine silberne Halskette mit zwei ineinander verschlungenen Ringen trägt

Wer beim Schmuckkauf auf hochwertige Stücke setzt, die zum eigenen Typ passen, hat im besten Fall ein ganzes Leben Freude daran.

Modeschmuck ist eine preiswerte Möglichkeit, um saisonale Trends auszutesten und bestens für Stilexperimente geeignet. Und doch sind es meist die Stücke aus Echtgold oder -silber, an denen man viele Jahre lang Freude hat. Ist die Entscheidung für den Kauf hochwertiger Ohrringe, eines Ringes oder einer Halskette erst einmal gefallen, steht die nächste Überlegung an: Gold, Silber oder vielleicht doch lieber trendiges Roségold? Was passt am besten zum eigenen Stil und Typ? Und wie kann man die einzelnen Schmuckstücke miteinander kombinieren? DONNA Online hat eine Expertin um Rat gefragt: Schmuckdesignerin Katharina Schmitt des Münchner Labels evél juwel beantwortet die häufigsten Fragen rund um das Thema Schmuckkauf.

Experten-Interview: So unterscheiden Sie Echtschmuck von Billigimitaten

DONNA Online: Roségold, Gold oder Silber: Wie finde ich heraus, welcher Schmucktyp ich bin? 
Katharina Schmitt: Wenn Sie den Schmuck einzeln tragen, spielt der Hauttyp eine Rolle. Bei Goldschmuck sollte der Goldton des Schmuckstücks zur Hautfarbe passen. Es ist aber auch eine Geschmacksache – jeder muss für sich selbst herausfinden, welchen Farbton sie oder er langfristig gut findet, da hochwertiger Echtschmuck etwas fürs Leben sein soll. Roségold ist ein sehr harmonischer Ton, der sowohl zu heller als auch dunkler Haut immer elegant aussieht.

Viele Frauen stimmen ihre Kleidung oder das Make-up auf ihren Farbtyp ab. Ist es auch für die Schmuckwahl hilfreich zu wissen, ob man zum Beispiel ein Sommer- oder Wintertyp ist?
Hilfreich ist es schon, aber nicht unbedingt zwingend. Seine Persönlichkeit kann man durch Schmuck subtiler als durch Kleidung und Make-up ausdrücken. Es gilt: Alles was gefällt, ist erlaubt.

Gilt die Regel, dass man Gold- und Silberschmuck nicht miteinander kombinieren sollte, immer noch?
Genau das Gegenteil! Stilmix und Stilbruch machen den Unterschied. Ich selbst mische beispielsweise jeden Tag alle Goldfarben miteinander. Es macht richtig Spaß, die eigene Schmuckkollektion immer wieder aufs Neue zu kombinieren und so seinen eigenen Stil zu gestalten.

Schmuck wird häufig verschenkt. An welchen Kriterien kann ich mich orientieren, um das richtige Schmuckstück für eine andere Person zu finden? 
Die Persönlichkeit und der Stil der oder des Beschenkten ist das wichtigste Kriterium. Ist der Stil eher verspielt, klassisch oder trendig? Hilfreich ist dabei auch darauf zu achten, welchen Schmuck sie oder er gerne trägt.

    Schwarz-Weiß-Porträtbild von Katharina Schmitt, Schmuckdesignerin und Gründerin von evél juwel

    Katharina Schmitt, Schmuckdesignerin und Gründerin des Labels evél juwel

    Welche Art von Schmuck würden Sie empfehlen, wenn man den Stil des oder der Beschenkten nicht hundertprozentig kennt? 
    Wählen Sie etwas Klassisches aus, wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen. Solche Schmuckstücke können immer wunderbar mit anderen Teilen kombiniert werden und unterliegen nicht dem modischen Geschmack. Wählen Sie zum Beispiel einen schlichten Goldarmreif, eine schöne Kette mit einem Brillanten als Anhänger oder einem Memory Ring (Anm. d. Red. Als Memory Ring oder Memoire Ring bezeichnet man einen Ring, dessen Schiene umlaufend oder im oberen Teil des Rings mit gleichgroßen Edelsteinen besetzt ist). Zu solch einem klassischen Schmuckstück hat sicher noch keine Frau „Oh je!“ gesagt.

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    Welch Tipps haben Sie für Schmuckfans, die eine hochwertige Sammlung anfangen möchte? 
    Zunächst gilt: Sparen Sie lieber auf ein Schmuckstück, bevor Sie etwas Günstiges kaufen. Achten Sie darauf, dass es sich um Echtschmuck handelt. Dieser ist an einer Punzierung (Anm. d. Red.: ein Stempel, der über die Reinheit des Metalls informiert) zu erkennen. Modeschmuck ist nicht werthaltig und landet irgendwann im Müll. Möchten Sie einen höheren Betrag in das Schmuckstück investieren, sind Diamanten immer eine gute Investition. Bei Diamanten ab 0,70 Karat ist es empfehlenswert, ein Zertifikat anzufordern. Die anerkanntesten Zertifikate sind die von GIA („Gemological Institute of America“).

    Können Sie uns abschließend noch einen kleinen Ausblick auf die Schmucktrends 2019 geben? 
    Baguette – alles wird sich im kommenden Jahr um Diamanten in Baguetteform drehen. Diese Variante wird zunehmend beliebter und verleiht Klassikern einen cooleren Look. Ob als einfacher Ear Cuff, doppelter Baguette-Ring oder Choker. Die neue Baguette-Kollektion von evél juwel wird übrigens auf der Inhorgenta in München im Februar 2019 präsentiert.

    Schmuck-Guide: Welcher Schmuckttyp bin ich?

    Ob Ring, Kette oder Ohrstecker: Die Wahl des passenden Schmuckstücks ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und individuellen Stils der Trägerin. Dennoch gibt es einige Merkmale, anhand derer Sie ganz einfach bestimmen können, welche Art von Schmuck zu Ihrem Typ passt:

    • Weißgold, Silber oder Platin harmonieren besonders gut mit hellen Hautönen und Typen, deren Teint einen leicht bläulichen Unterton besitzt oder roséstichig ist. Am besten passen diese Schmuckvarianten zu sportlichen und minimalistischen Outfits.
    • (Gelb-)Gold steht dunkleren, leicht gebräunten Hauttypen oder Menschen mit leicht gelbstichigem Hautunterton. Goldschmuck passt besonders gut zu Kleidung in räftigen Farbtönen wie Rot, Royalblau oder Grün, wirkt auch gut zu Schwarz oder Weiß.
    • Roségold ist ein Universaltalent, das allen Hauttypen schmeichelt und sich gut einzeln oder in Kombination zu Silber- oder Goldschmuck tragen lässt. Durch seine moderne, aber elegante Optik passen Schmuckstücke aus Roségold sowohl zu schlichten, minimalistischen Outfits als auch zu aufälligen Prints und Farben – am besten kommen sie aber zu unifarbener Kleidung zur Geltung.

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    3 Tipps für den Kauf von Schmuck – für Sie selbst oder als Geschenk

    1. Verfolgen Sie klassische Formen und Designs statt Trends

    Greifen Sie im Zweifel lieber zu einem schlichten Anhänger anstatt zur hippen Kette in Ananasform.

    2. Setzen Sie auf ausgewogene Proportionen

    Wenn Sie eine Frau mit zierlichen Handgelenken beschenken wollen, sollte Ihre Wahl nicht auf einen XL-Armreif fallen. Umgekehrt wirkt beispielsweise ein klobiger Cocktailring an großen, langen Händen besser als an sehr schmalen Fingern, die das Schmuckstück optisch schnell „erdrückt“.

    3. Lesen Sie den Schmuckstempel richtig

    Beim Kauf von Schmuck aus echtem Gold oder Silber gilt: Ein Schmuckstück aus 14-karätigem Gold trägt die Punzierung 585, der Goldstempel 750 weist auf 18 Karat hin. Bei Silber beschreibt die Zahl 800 einen Anteil von 80 Prozent reinem Silber und einem Restanteil aus anderen Metallen – 925er-Silber enthält demnach 92,5 Prozent Echtsilber. Die Faustregel lautet: Je höher die gestempelte Zahl, desto hochwertiger und kostbarer das Schmuckobjekt.