Styling-Guide: So finden Sie den passenden Trenchcoat

Adieu, dicker Wollmantel – mit dem näherrückenden Frühling holen wir unseren Trenchcoat aus dem Schrank! Sie haben den Jacken-Klassiker noch nicht zu Hause? DONNA Online zeigt aktuelle Modelle aus den Shops und gibt Tipps, wie Sie das passende Modell für Ihren Figurtyp finden.

Frau mit Jeansjacke und Jeans trägt einen Trenchcoat in Beige auf der London Fashion Week im Februar 2018

Passt auch zum aktuellen Layering-Trend: Eine Besucherin der London Fashion Week im Februar 2018 kombiniert einen beigen Trenchcoat gekonnt zum Jeans-Ensemble.

Mit allmählich steigenden Temperaturen kehrt der Frühling auch in unseren Kleiderschrank: Statt dicker Wollmäntel, Parkas und Daunenjacken tragen wir in der Übergangszeit Kombinations-Lieblinge wie den Trenchcoat – der in der Frühjahr-/Sommer-Saison 2018 auch noch voll im Trend liegt. Aber wissen Sie auch schon, woher der Jacken-Klassiker ursprünglich stammt und welches Modell ganz individuell zu Ihrer Figur passt? DONNA Online erklärt die Herkunft des Mantels und zeigt passende Trenchcoats für jeden Figurtyp.

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Vater des Trenchcoats: Thomas Burberry

Wer beim Begriff Trenchcoat als erstes an das britische Modehaus Burberry denkt, liegt goldrichtig: 1914 entwarf der Textilkaufmann Thomas Burberry, der sein Label bereits 1856 begründet hatte, den ersten Trenchcoat. 1879 erfand der Designer den robusten und wasserabweisenden Baumwollstoff Gabardine. Das britische Militär wurde darauf aufmerksam und orderte für den Ersten Weltkrieg Gabardine-Mäntel für die Armeen.

Der klassische Trenchcoat war damit geschaffen. Auch der Name ist militärischen Ursprungs und lässt sich auf den englischen Begriff trench für Schützengraben zurückführen.

Vom Schützengraben zu Spürnasen und Tiffany

Die zweireihige Knopfleiste, der Reverskragen, das Schulterpasse, die Schulter- und Ärmelriegel, der Bindegürtel und die beige oder khakigrüne Farbe sind Teil des klassischen Trenchcoats und verleihen ihm seinen Wiedererkennungswert. Nach dem Krieg trugen die Soldaten den Mantel auch im zivilen Leben und ebneten dem heutigen Jacken-Klassiker so den Weg in die Modewelt.

An seinen ursprünglichen Nutzen für das Militär erinnert der Trenchcoat heute kaum mehr: Mit den Jahren wurde die einstige Uniform der Armee zum Erkennungsmerkmal von Detektiven und Agenten. Humphrey Bogart trug den Mantel in „Casablanca“, Audrey Hepburn macht in „Frühstück bei Tiffany“ gleich zwei Kleidungsstücke zum Kult – und zum begehrten Objekt modebegeisterter Frauen: Den Trenchcoat und das Kleine Schwarze.

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Im Frühling und Sommer 2018 kommt der Trenchcoat gleich in unzähligen Variationen an die Kleiderstangen: Neben den typischen Trench-Farben Beige und Khaki sorgen Modelle in Knallarben wie Rot oder Royalblau für farbenfrohe Momente – für das Styling dieser Varianten gilt jedoch etwas Vorsicht. Je nach Material und Schnitt wirken farbenfrohe Trenchcoats schnell weniger elegant und hochwertig. Wer kein Fan von den klassischen Farben Beige und Khaki ist und dennoch den Einstieg ins Trench-Business wagt, sollte daher lieber zu Schwarz, Grau oder Marineblau greifen. Auch ganz auf Trendkurs 2018 sind Sie mit einem Trenchcoat in Pastell-Nuancen wie zartem Rosé, Vanillegelb, ApricotViolett oder Hellblau.

Neue Formen des Trenchs und Textilvielfalt

Auch in puncto Passform und Schnitt hat sich der Militärmantel seit seiner Schöpfung gewandelt. Ursprünglich endete der Trenchcoat auf Wadenhöhe, heute darf er auch gerne boden- oder knöchellang und oversized geschnitten sein. So finden beispielsweise auch kleinere Frauen einen passenden Trench, der sie optisch nicht erdrückt.

Das Trenchcoat-Label schlechthin präsentiert im Jahr 2018 extravagante Varianten des Mantels: Der Burberry-Chefdesigner Christopher Bailey schickte seine Models für die Präsentation der Frühjahr-/Sommer-Mode 2018 in bedruckten Leder- und Vinyl-Trenchs auf den Laufsteg, teils in Knallfarben wie Neonpink oder Signalrot oder mit Overall-Karoprint. Zwar erfordernd derartige Designs etwas Mode-Mut, doch können die Mäntel in aufregenden Textilien genauso elegant wie der klassische Trenchcoat zu Hemdbluse, Bundfaltenhose und Pumps gestylt werden.

Figurtypen-Guide: So finden Sie den richtigen Trenchcoat

Grundsätzlich ist der klassische Trenchcoat für alle Figurtypen geeignet – dennoch gibt es bei jeder Körperform ein paar kleine Regeln zu beachten, um Ihre Vorzüge ideal zu betonten:

Figurtyp 1: Kurvige Figur

Gerade kurvige Frauen sollten den Mantel nicht zuknöpfen (außer natürlich, wenn Sie ansonsten frieren!) – das kann schnell bieder aussehen und sorgt für eine undefinierte Silhouette. Schwarze Trenchcoats machen optisch eine schmalere Figur, Modelle mit dezenten vertikalen Nadelstreifen genauso. Der typische Taillengürtel und die dadurch erzeugte A-Linie verhilft zudem, eine vorteilhafte Sanduhr-Silhouette zu erzeugen – auch wenn eventuell wenig Taille zu sehen ist.

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Figurtyp 2: Androgyne Figur und große Frauen

Bei Frauen mit eher androgyner Statur und dementsprechend breiteren Schultern passen Trenchchoat-Modelle ohne Schulterpolster und –riegel, da diese die Schultern zusätzlich betonen. Schlichte und am Oberkörper enger anliegende Varianten mit schmalem Revers und leicht ausgestelltem Rock sind ideal. Androgyne oder sehr große Frauen können auch Unisex-Modelle mit wadenlangem Schnitt und maskulineren Details gut tragen. Wer als Frau mit androgyner Figur gerne etwas mehr feminine Formen hinzuschummeln möchte, sollte zu einem Trenchcoat mit voluminösem Schulter- und Brustbereich greifen und den Taillengürtel nutzen, um eine A-Linie zu bilden.

Figurtyp 3: Sanduhr-Figur und kleine Frauen

Um die schmale Taille vorteilhaft zu betonen, Hüfte und Schultern aber nicht breiter wirken zu lassen, sollte der Kragen des Trenchcoats schmal sein und der Gürtel locker geschlossen werden. Sehr kleine Frauen sollten zu Modellen greifen, deren Saum knapp unterhalb des Knies endet. Boden- oder wadenlange Trenchcoats lassen sie sonst schnell erschlagen wirken – oder als hätten Sie den Mantel von Ihrem wesentlich größeren Mann angezogen.

Style-Guide: 1 Trenchcoat, 3 Outfits

Hallo, Frühlingsgarderobe! Der Trenchcoat ist der perfekte Mantel für die Übergangszeit und kann sowohl an milden als auch an noch kühleren Tagen mit Lagen-Look getragen werden. Drei Looks, die zu Ihrem Trenchcoat-Modell passen – und zu jedem Figurtyp:

1. Casual mit Jeans

Französischer Chic trifft auf britische Förmlichkeit: Für einen ebenso lässigen wie eleganten Look kombinieren Sie einen beigen Trenchcoat zum klassischen Breton-Shirt, Jeans und roten Lippen. Ob Sie Slipper, Sneaker oder Pumps dazu tragen möchten, entscheiden Sie.

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2. Schick zum Dinner

Audrey Hepburn machte es vor: Für einen eleganten Auftritt sorgt die Kombination aus Kleinem Schwarzen und Trenchcoat – ganz lässig locker um die Schultern geworfen. Toll zum unifarbenen Kleid sehen neben der klassischen Version in Beige auch moderne Variationen in Hellgrau oder Pastellfarben aus.

Achtung: Für ausgewogene Proportionen sollte der Mantel immer eine Handbreit länger sein, als das Kleid.

3. Seriös im Büro

Auch im Office passt der Trenchcoat immer und macht sich zu gerade geschnittener Stoffhose, Hemd und Loafern gut. Sie tragen in der Arbeit eher Röcke? Auch für Bleistiftrock und Bluse ist der Trenchcoat die richtige Wahl.

Tipp: Möchten Sie den Trenchcoat etwas ausgefallener stylen, ersetzten Sie einfach den dazugehörigen Gürtel durch einen andersfarbigen Ledergürtel oder einen Gürtel mit Animal-Print, wie zum Beispiel im Schlangen- oder Kroko-Print.

Trenchcoat-Liebe: Modelle, die uns aktuell begeistern

Burberry ist sicherlich eine Investition wert – denn der Trenchcoat wird vermutlich nie wirklich aus der Mode kommen. Doch auch andere Designer und High-Street-Labels zeigen jede Saison neue und günstigere Alternativen. In unserer Galerie stellen wir Ihnen aktuelle Modelle in ganz unterschiedlichen Preisklassen vor, die uns begeistern: