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Schluss mit Verfärbungen oder Ausbleichen: So behält weiße & schwarze Wäsche ihre Farbe

Frau, die vor einer Waschmaschine mit Wäsche steht | © Kerkez, Getty Images
© Kerkez, Getty Images
Schluss mit Verfärbungen oder Ausbleichen: So behält weiße & schwarze Wäsche ihre Farbe

Blütenweiß oder tiefschwarz sehen die meisten Kleidungsstücke nach häufigem Waschen und Tragen leider nicht mehr aus. Tipps, mit denen weiße Wäsche wieder strahlt und schwarze Kleidung ihre Intensität lange behält.

Keine Spur von Verfärbungen, Grauschleier oder Ausbleichen: Frisch aus dem Laden ist die Farbintensität von weißer und schwarzer Kleidung perfekt. Doch schon nach einigen Maschinenwäschen beginnt weiße Kleidung, einen gelblichen oder grauen Schleier anzunehmen oder unschöne Schweißränder lassen sich nicht mehr vollständig entfernen. Ebenso schnell verlieren schwarze Kleidungsstücke ihre Intensität und bleichen zunehmend aus. Wie aber lassen sich schwarze und weiße Lieblingsstücke retten? DONNA zeigt einfache Waschtricks, mit denen schwarze Kleidung schwarz und weiße Kleidung weiß bleibt. Plus: Das können Sie gegen erste Verfärbungen und Ausbleichen tun.

So vermeiden Sie, dass schwarze Kleidung ausbleicht

1. Seltener waschen

Jeder Waschgang strapaziert die teils empfindlichen Stoffe Ihrer Lieblingsklamotten. Deshalb sollten Sie insbesondere Jeans und Kleidungsstücke, die nicht direkt auf der Haut sondern über anderen Teilen getragen werden, nicht zu häufig und nur dann, wenn es wirklich nötig ist, waschen. Die Ausnahme bilden Unterwäsche und Socken. Um Jeans wieder schön frisch zu bekommen, können Sie sie statt in die Waschmaschine auch für 24 bis 48 Stunden ins Gefrierfach legen – die Minusgrade machen kurzen Prozess mit Bakterien, denen eine Waschtemperatur von 30 bis 40 Grad nichts anhaben kann.

2. Richtig waschen

Schwarze Kleidung sollten Sie idealerweise mit gleichen oder sehr ähnlichen Farben wie Dunkelblau oder Grau waschen und die Teile dabei auch nach Gewicht trennen. Der Grund: Bei jedem Waschgang und insbesondere bei Schleuderprogrammen reiben die Wäschestücke aneinander. Dadurch brechen die feinen Fasern ab und ihre Enden werden freigelegt. Das menschliche Auge nimmt diese Beschädigungen wahr und sieht dort weniger Farbe – selbst, wenn diese noch vorhanden ist. Textilien, die häufiger Reibung ausgesetzt sind, verlieren zudem grundsätzlich schneller ihre Farbe. Drehen Sie Ihre schwarze Kleidung vor dem Waschen deshalb immer auf links, um die sichtbare Seite vor einem Farbverlust zu schützen.

Auch bei der Wahl der Waschtemperatur ist Vorsicht geboten: Warmes Wasser sorgt dafür, dass Farben sich schneller lösen. Um farbschonend zu waschen sollten Sie deshalb maximal 30 Grad einstellen. Damit die Kleidung auch bei niedrigen Temperaturen richtig sauber wird, sollten Sie ein flüssiges Waschmittel verwenden: Waschpulver löst sich in kaltem Wasser schlecht auf, erzielt keinen ausreichenden Reinigungseffekt und hinterlässt unschöne Rückstände auf der schwarzen Kleidung. Spezielles Flüssigwaschmittel für dunkle Kleidung ist zudem weniger aggressiv als Vollwaschmittel, das häufig einen bleichenden Effekt hat.

3. Clever trocknen

Ebenso wie heißes Wasser schadet auch Hitze beim Trocknen schwarzer Kleidung. Deshalb sollten Sie schwarze Wäsche nicht in den Trockner geben und nicht bei direkter Sonneneinstrahlung trocknen lassen, da dies die Farbe ausbleichen kann. Möchten Sie dennoch nicht auf den Trockner verzichten, sollten Sie die niedrigste Temperaturstufe einstellen. Um die Kleidung so wenig wie möglich zu strapazieren, sollten die Teile noch feucht aus dem Trockner geholt werden.

4. Hausmittel nutzen

Kaffee oder Schwarztee sind natürliche Färbemittel und geben schwarzer Wäsche, die langsam aber sicher ausbleicht, ihre Farbintensität zurück. Geben Sie hierzu einen halben Liter starken Kaffee mit in die Waschtrommel. Denselben Effekt haben zwei Teelöffel gemahlener schwarzer Pfeffer, der ausgeblichene Teile natürlich einfärbt und Waschmittelreste entfernt. 100 Gramm herkömmliches Speisesalz sorgt in der Waschmaschine für ein besonders tiefes Schwarz, da es verhindert, dass das Waschmittel sich im Stoff festsetzt. Essig ist ebenfalls gut geeignet, um einen unerwünschten Grauschleier durch Waschmittelreste zu entfernen: Als natürlicher Farbstabilisator verhindert er das Auswaschen der schwarzen Farbe und entfernt die Ablagerung von Waschmittelrückständen. Geben Sie einfach ca. 250 ml hellen Essig mit in die Trommel der Waschmaschine – keine Sorge, der Essiggeruch verschwindet nach dem Waschen.

So bleibt weiße Kleidung lange weiß

Wenn weiße Kleidungsstücke einen Gelb- oder Graustich bekommen oder durch das Mitwaschen bunter Kleidungstücke eine andere Farbe angenommen haben, ist es durchaus möglich die Verfärbung wieder loszuwerden. Damit Bleichmittel und Co. erst gar nicht zum Einsatz kommen müssen und T-Shirts, Hosen oder Cardigans lange strahlend weiß bleiben, sollten Sie beim Waschen ein paar Tipps beachten:

1. Spezialwaschmittel verwenden

Anders als schwarze Wäsche wird weiße Wäsche mit Pulver besser sauber als mit Flüssigwaschmittel. Spezielle Waschmittel für Weißes enthaltenen ein Blaufärbemittel, das graue oder gelbe Schleier und Verfärbungen optisch ausgleicht. Zudem entfernen Weißwaschmittel nach und nach unerwünschte Farb- und Schmutzpartikel aus den Stofffasern.

Extra-Tipp: Um weiße Wäsche optisch aufzuhellen, können Sie auch zwei bis drei Tropfen blaue Tinte mit in die Weichspülerschublade geben.

2. Farbfangtücher zur Wäsche geben

Da viele neue Waschmaschinen mit sehr wenig Wasser arbeiten, verbleibt die Kleidung während des Waschgangs oft über mehrere Stunden im schmutzigen Waschwasser. Wenn das Waschmittel zu sparsam dosiert wird oder die Qualität nicht passt, kann es passieren, dass Schmutz und Farbreste von der Kleidung aufgenommen werden. Spezielle Farb- und Schmutzfänger, die mit zur Wäsche in die Maschinentrommel gegeben werden, schützen weiße Kleidung vor unerwünschter Farbübertragung und Grauschleiern.

3. Sonne zum Trocknen nutzen

Anders als schwarze Kleidungsstücke können Sie weiße Klamotten an sonnigen Tagen durchaus zum Trocknen im Freien aufhängen: Die Sonne bleicht die nasse Wäsche auf natürliche Weise und macht sie wieder weißer.

Tipp: Um den Bleicheffekt zu verstärken können Sie die Wäsche beim Trocknen immer wieder mit etwas Wasser besprühen.

4. In Zitronensäure einweichen

Hartnäckige Deoflecken, gelbe Schweißränder oder Verfärbungen durch langes Liegen im Schrank entfernen Sie, indem Sie die betroffenen Kleidungsstücke über mehrere Stunden, idealerweise über Nacht, in einer Mischung aus Wasser und Zitronensäure einweichen: einfach ein bis zwei Esslöffel Zitronensäurepulver in warmem Wasser auflösen und die weißen Wäschestücke dazugeben.

 

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