Guide

Styling-Tipps 40plus: So kombinieren Sie Strickkleider richtig

Strickkleider | © PR
© PR
Styling-Tipps 40plus: So kombinieren Sie Strickkleider richtig

Strickkleider sind an kalten Tagen eine kuschelige Alternative zu Kostüm oder Etuikleid im Büro – und lassen sich je nach Anlass elegant oder casual stylen. DONNA zeigt, worauf Frauen ab 40 beim Kombinieren achten sollten. Plus: zehn Lieblingsmodelle für den Winter von 22 bis 225 Euro.

 

Gestrickte Kleider aus Wolle, Mohair, Merino und Co. halten kuschelig warm und lassen so vielseitig kombinieren, dass wir sie im Büro genauso wie zu einem gemütlichen Winternachmittag mit Familie oder Freunden tragen können. DONNA Online zeigt, mit welchen Styling-Regeln Sie selbst in schwerem Strick eine gute Figur machen und stellt zehn aktuelle Trend-Modelle für Herbst/Winter 2017/18 vor, die in jedes Budget passen.

Strickkleider vorteilhaft stylen: Darauf sollten Sie achten

An kalten Wintertagen würde so manche Frau ihre Bettdecke gerne direkt mit in die Arbeit nehmen. Die Lösung: Strickkleider haben den wärmenden Effekt einer Kuscheldecke und wirken dabei wesentlich figurschmeichelnder – vorausgesetzt, Sie beachten beim Styling einige Kniffe, denn dicker Strick mogelt optisch schnell ein paar Kilo dazu. DONNA verrät, was Sie beim Kleiderkauf beachten sollten, damit Sie lange Freude an Ihrem gestrickten Neuzugang im Schrank haben:

Material

Wenn Sie in Ihrem Strickkleid nicht nur warm, sondern auch möglichst vorteilhaft unterwegs sein wollen, gilt: Je gröber der Strick, desto mehr trägt er auf. Modelle aus Feinstrick sind daher meist einfacher zu stylen und stehen vielen Figurtypen. Schlanke Frauen können sich getrost an Kleider aus Grobstrick wagen.

Strickkleider aus reiner Merinowolle oder mit hohem Merinoanteil sind besonders weich und wärmen gut. Zudem ist die Naturfaser praktisch, da sie atmungsaktiv, geruchsneutral und schnell trocknend ist – wenn Sie im überheizten Büro mal ins Schwitzen kommen, müssen Sie damit also keine peinlichen Schweißflecken oder unangenehmen Schweißgeruch fürchten. Reine Wolle und Mohair neigen dazu, auf der Haut zu kratzen. Wenn Sie in dieser Hinsicht empfindlich sind, sollten Sie lieber zu Modellen mit Viskose- oder Kaschmiranteil greifen oder zusätzlich ein leichtes Unterkleid aus Baumwolle oder Satin tragen. Strickkleider aus Kaschmir, Mohair und Alpakawolle sind ebenso wie Merino praktisch für den Alltag, da Gerüche sich aus dem Naturmaterial schnell auslüften lassen und Sie die Kleidungsstücke mehrmals tragen können, bevor sie in die Waschmaschine müssen.

Apropos waschen: Strickkleider mit Kunstfaseranteil lassen sich problemlos im normalen Waschgang reinigen. Modelle mit Merino-, Alpaka-, Mohair- oder Kaschmiranteile dagegen müssen meist im Wollwaschgang bei niedriger Temperatur oder per Handwäsche gereinigt werden.

Schnitt

Das Strickkleid Ihrer Wahl sollte so geschnitten sein, dass es Ihre Figur vorteihaft betont. Kurvigen Frauen stehen Modelle in A-Linie, da sie an der schmalsten Stelle tailliert und im Hüftbereich ausgestellt sind. Ebenso schön wirkt eine weibliche Figur in taillierten Strickkleidern mit V-Ausschnitt, der das Dekolleté betont und optisch streckt. Sehr schlanke Frauen können theoretisch jeden Schnitt tragen. Besonders vorteilhaft bei einer androgynen Figur wirken locker sitzende Modelle im Oversized-Stil oder ärmellose Strickkleider zu Bluse oder Langarmshirt. Kleine Frauen können – auch mit 40plus – getrost zu kürzer geschnittenen Strickkleidern greifen und sie mit flachen Stiefeln oder Sneakern entschärfen.

Stil

Strickkleider mit wilden Mustern, Patches oder anderen Details, die gerade im Trend liegen, sehen eine Saison lang sicher toll aus. Wenn Sie das Modell Ihrer Wahl aber auch noch im übernächsten Winter tragen wollen, greifen Sie besser zu einem weniger extravaganten Look, der dafür zu den anderen Teilen in Ihrer Garderobe passt. Wenn noch kein Strickkleid in Ihrem Schrank hängt, sollten Sie  auf ein einfarbiges Kleid setzen. Besonders vielseitig zu kombinieren sind klassische Modelle in Cremeweiß, Grau, Marine oder Schwarz.

Strickkleider richtig stylen mit 40plus: 3 modische Varianten

1. Stickkleid im Alleingang

Für einen stimmigen Look braucht ein Strickkleid nicht viele Styling-Partner: Wählen Sie ein Midi-Kleid in vertikalem Rippstrick und kombinieren Sie es zu Ihren Lieblingsschuhen: Sneaker, flache Stiefeletten oder Schnürer machen das Outfit casual, mit Pumps, Stiefeln oder Ankle Boots wird das Kleid büro- und ausgehtauglich. Im Winter wärmt Sie über dem Kleid ein Mantel; in der Übergangszeit sorgt eine Lederjacke für einen gekonnten Stilbruch. Auf Schmuck können Sie bei dieser minimalistischen Stying-Variante entweder ganz verzichten oder eine lange Halskette tragen, die den Hals- und Schulterbereich optisch verlängert.

2. Strickkleid als Pullover-Ersatz

Je nach Schnitt und Stil lassen sich Strickkleider schnell zum überlangen Pullover umfunktionieren: Besonders schön wirkt der Kuschelpulli-Ersatz im Materialmix zu Jeans oder edlen Materialien wie Leder, Samt oder Jacquard. Dabei können Sie das Strickteil genauso vielseitig kombinieren, wie Sie es mit einem Pullover machen würden – zum Beispiel lässig zu Schnürschuhen, edel zu Pumps oder sportlich mit warm gefütterten Winterstiefeln.

3. Strickkleid im Lagen-Look

Der Lagen- oder Zwiebel-Look liegt im Winter 2017/2018 voll im Trend und ist besonders praktisch bei wechselhaftem Wetter. Strickkleider eignen sich bestens für Layering – zum Beispiel in diesen beiden Styling-Varianten:

 

Variante 1: Ziehen Sie ein ärmelloses Strickkleid über eine Jeansbluse, darüber eine Blazerweste. Ein schmaler Taillengürtel sorgt für ausgeglichene Proportionen. Loafer oder MokassinsChelsea Boots oder Schnürer wie Budapester oder Brogues geben dem Outfit eine androgyne Note. Dieser Layering-Look funktioniert übrigens auch an kühlen Sommertagen, wenn Sie eine ärmellose Bluse unter das Strickkleid ziehen.

Variante 2: Ein Layering-Look für Fortgeschrittene gelingt, wenn Sie eine zarte Spitzenbluse unter dem Strickkleid, darüber ein maskuliner Oversized-Blazer aus Wolle und dazu derbe Stiefeletten tragen. Oder: Lassen Sie Kragen und Ärmel einer klassischen Hemdbluse und einen zarten Spitzenrock unter einem Kleid aus Grobstrick hervorblitzen.

 

Styling-Ratgeber: Welche Mütze passt zu welcher Gesichtsform?