French Chic

Breton-Shirts: So stylen Sie Streifenhemden richtig

Sportlich zu Chino-Hose und Jeanshemd oder feminin zum Bleistiftrock: Breton-Shirts sind vielseitig kombinierbare Mode-Allrounder. | © IPROGRESSMAN ISTOCK
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Sportlich zu Chino-Hose und Jeanshemd oder feminin zum Bleistiftrock: Breton-Shirts sind vielseitig kombinierbare Mode-Allrounder.

Was das Breton-Shirt zum Mode-Klassiker macht? Schon Stilikone Coco Chanel liebte das gestreifte Hemd in maritimer Optik, das sich als wandelbares Basic bis heute bestens in jedem Kleiderschrank macht. Wir zeigen, woher das französische Streifenshirt kommt, wie Sie es stilsicher kombinieren und welche Ringelshirts unsere aktuellen Trend-Lieblinge sind.

Das Breton-Shirt ist ein Kleidungsstück, das in keinem Kleiderschrank fehlen sollte. Das gestreifte Hemd steht jeder Frau, ist in jeder Preisklasse erhältlich und wird von Luxus-Designern genauso wie von günstigen Modeketten immer wieder neu interpretiert – in dieser Saison etwa mit frischen Farbkombinationen oder lässigen Patches. Doch warum heißt das Ringelhemd „Breton-Shirt“, wann wurde es zum Mode-Trend und wie wird es heute mit einem modernen Dreh gestylt? DONNA fasst die wichtigsten Fakten rund um den gestreiften Mode-Klassiker für Sie zusammen und gibt Tipps zum richtigen Kombinieren:

Coco Chanel: Pionierin der Breton-Shirts

Wie der Name schon andeutet, stammt das Breton-Shirt ursprünglich aus der Bretagne: Das auch "Marinière" oder "Trikot Rayé" genannte Oberteil war ursprünglich Teil der Fischerkleidung. 1858 trugen es auch französische Matrosen auf See. Ein fester Stil-Code bestimmte das einheitliche Aussehen der blau-weiß-gestreiften Hemden: Exakt 21 blaue und 21 weiße Streifen mit je 10 Millimeter Breite zierten das Kleidungsstück. Jeder der 21 Breton-Streifen symbolisierte einen der Siege des französischen Feldherren Napoleon. Die Ärmel müssten dreiviertellang sein und 14 Streifen haben. Im Jahr 1917 verbrachte Designerin Coco Chanel ihren Urlaub an der französischen Bretagne-Küste, ließ sich von der traditionellen Seefahrerkluft inspirieren – und gewährte dem gestreiten Marine-Look Einzug in die Modewelt.

Gut zu wissen: Das auffällige Design hatte einen praktischen Nutzen: Über Bord gefallene Seefahrer konnten so im Wasser besser gesehen und gerettet werden.

Berühmte Fans: 2017 feiert das Breton-Shirt sein 100-jähriges Jubiläum und zählt seit seiner Entdeckung durch Coco Chanel weitere berühmte Fans wie Brigitte Bardot, Patti Smith, Audrey Hepburn, Chrissi Hynde, Edie Sedwick und Debbie Harry. Auch prominente Männer, beispielsweise Pablo Picasso, James Dean, John Wayne, Kurt Cobain oder Jean-Paul Gaultier, wurden und werden regelmäßig mit den maritimen Kult-Hemden in der Öffentlichkeit gesichtet.

Gekonnt geringelt: 3 Styling-Tipps für Breton-Shirts

Tipp 1: Der richtige Ausschnitt

Klassische Breton-Shirts haben meist einen U-Boot-Ausschnitt, der allerdings nicht jedem Figurtypen steht. V-Ausschnitte dagegen wirken figurschmeichelnd: Sie verschmälern und strecken optisch den Oberkörper. Bei Frauen mit großer Oberweite wirken breite und gleichzeitig tiefe Ausschnitte, etwa V-, Trapez oder Herzausschnitte, vorteilhaft, da sie die Brustpartie optisch unterteilen und den Blick zum Gesicht lenken. Frauen mit kleiner Oberweite dagegen können sehr breite Ausschnittformen wie U-Boot- oder Carmen-Ausschnitte problemlos tragen. Vorsicht bei gestreiften Rollkragenshirts: Sie lassen den Oberkörper wuchtiger erscheinen, als er eigentlich ist.

Tipp 2: Der richtige Stylingpartener

Am authentischsten wirkt das Breton-Shirt im Marine-Stil: Kombinieren Sie das Streifenoberteil mit blauen, roten und weißen Kleidungsstücken und Accessoires. Besonders elegant ist die Kombination aus Streifenshirt, einer weißen Hose und einem dunkelblauen Blazer. Dau passen Schmuck, Gürtel oder andere Accessoires in Gold und Rot. Ebenfalls toll für den maritimen Look: beige Trenchcoats, Caban-Jacken und Slipper.

Tipp 3: Die richtigen Farben

Ob lässig mit Jeans im Boyfriend-Schnitt, zu Blazer und Anzughose im Büro oder feminin zum Bleistift-Rock: Breton Shirts strahlen in jeder Kombination einen gewissen französischen Chic aus. Wenn Ihnen die typischen blau-weißen Streifen zu auffällig sind, können Sie ein Modell in Beige-Weiß oder Grau-Weiß wählen. Für Mutigere eignen sich Kontraststreifen in Rot-Schwarz oder dreifarbige Designs. Vaiieren lässt sich das Outfit auch durch die Farben der anderen Kleidungsstücke: Schlicht wirdt das Ringelshirt zu gedeckten Farben, auffällig mit Knallfarben. Rockig wird das Outfit, wenn Sie eine eine Lederhose oder eine Bikerjacke dazu kombinieren.

 

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