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Karo-Blazer: So stylen Sie das Trend-Teil mit 40plus

Alexandra Lapp in einem Karo-Blazer von Marc Cain | © Getty Images / Christian Vierig
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Alexandra Lapp in einem Karo-Blazer von Marc Cain

Modebewusste Frauen kommen im Herbst und Winter nicht am Karo-Blazer vorbei. Die aktuellen Oversized-Modelle mit Retro-Optik wirken abseits des Laufstegs jedoch schnell bieder und altmodisch. Wir zeigen, wie Frauen ab 40 das Trendteil stilsicher kombinieren und stellen fünf Produktfavoriten vor.

Karo-Fans können aufatmen: Auch im Herbst und Winter bleibt uns das Trend-Muster erhalten, wobei die Farbtöne gedeckter und die Karo-Varianten klassischer werden. Obwohl Karo-Blazer in jeder Altersklasse toll aussehen können, schrecken modebewusste Frauen über 40 oftmals vor dem Trend-Stück zurück. Abseits der 20 wirken Karo-Blazer mit dem falschen Styling schnell bieder und altmodisch. Damit Sie vor modischen Fehltritten verschont bleiben, zeigen wir drei Outfit-Vorschläge mit Karo-Blazern, die alles andere als angestaubt wirken. Hier kommen die besten Styling-Tipps und fünf aktuelle Lieblingsblazer der DONNA-Redaktion mit Karo-Muster:

Prince-of-Wales-Check, Glencheck & Co.: Die Karos werden britisch

Während im Sommer Gingham- oder Vichy-Karos – kleinkarierten Muster, meist in Schwarz oder Rot auf weißem Untergrund – dominierten, kommt das Trend-Muster in der Herbst-/Winter-Saison in vielseitigen Varianten daher. Dabei setzen sowohl hochpreisige High-Fashion-Labels wie Isabel Marant und Gucci, als auch Modeketten wie Mango, Zara oder H&M vermehrt auf traditionelle britische Karo-Mustern setzen.

Diese Karo-Muster sind im Herbst/Winter Trend

Besonders beliebt ist das sogenannte Prince-of-Wales-Check. das aus zwei übereinander gelagerten Karo-Mustern besteht. Der Grundton ist meist Grau, Beige oder Hellbraun, das zweite Karo setzt Akzente in einer Kontrastfarbe wie Gelb, Orange, Dunkelbraun oder Blau. Benannt wurde das Check-Muster übrigens nach Edward II von England, der im 14. Jahrhundert als Fürst von Wales regierte.

Ebenfalls aus dem Vereinigten Königreich stammt das Glencheck-Karo, das Blazer, Mäntel und Zweiteiler im Retro-Stil ziert: Der Begriff setzt sich aus den englischen Begriffen glen: „Bergtal“ und check: „Karo“ zusammen. Traditionell ist diese Karo-Variante in den schottischen Highlands zu finden, wurde ursprünglich nur von schottischen Adeligen getragen und kam vorrangig bei Herrenanzügen, -westen oder Krawatten zum Einsatz. Glencheck ist ein feines Karomustert in dezenten Tönen wie Schwarz, Weiß, Beige oder Grauabstufungen. Das Prince-of-Wales-Check ist eine Variante des Glencheck-Karos.

Kleidung mit Hahnentritt-Karo galt lange Zeit als altmodisch, wandelte sich in den letzten fünf Jahren aber erneut zum Trend-Muster. Das typische Hahnentritt-Muster entsteht durch Karos, die an den Ecken die durch kleine Verlängerungen miteinander verbunden sind. Ursprünglich war der Hahnentritt der Männermode vorbehalten. Christian Dior war 1947 der erste Modeschöpfer, der Damenmode mit Hahnentritt-Muster designte. Hahnentritt-Karo war besonders häufig in den 80er-Jahren zu sehen und verschwand anschließend allmählich aus den Kleiderschränken, bis es in den 2010er-Jahren sein modisches Revival feierte.

1 Karo-Blazer, 3 Styling-Ideen

Richtig ausgewählt und kombiniert überlebt ein klassischer Karo-Blazer vorübergehende Mode-Trends und bereitet Ihnen lange eine Freude. Sie wollen Beweise? Wir zeigen, wie Sie mit dem Blazer von United Colors of Benetton, um 100 Euro, drei verschiedene Outfits kombinieren. Lassen Sie sich inspirieren!

Look 1: Karo-Blazer im 70er-Jahre-Stil

Styling-Möglichkeit für einen Karo-Blazer | © PR
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Einreihiger Blazer aus einer Viskose-Woll-Mischung von United Colors of Benetton, um 100 Euro; Jeanshose im Flared-Schnitt in dunkler Waschung von Mango, um 50 Euro; senfgelber Pullover mit leichtem Stehkragen von Mango, um 26 Euro; Loafer-Pump mit Zierschnalle von Nine West, um 100 Euro.

Styling-Tipps für den Retro-Look

Britische Karo-Muster erinnern an die 60er- und 70er-Jahre, in denen sie besonders häufig Kleider, Anzüge und Mäntel zierten. Greifen Sie diese Mode-Assoziation bewusst auf und stylen Sie den karierten Blazer mit einem einfarbigen Strickpullover mit Steh-, Rollkragen oder Rundhals-Ausschnitt. Besonders authentisch wirken Oberteile in Retro-Farben wie Senfgelb, Bordeaux, Cremeweiß, Moosgrün oder Schwarz. Eine Flared-Jeans in dunkler Waschung, Loafer-Pumps oder flache Loafer komplettieren den Look. Alternativ können Sie dazu Stiefeletten in Hell- oder Dunkelbraun mit Blockabsatz tragen.

Look 2: Karo-Blazer im Büro

Styling-Möglichkeit für den Karo-Blazer | © PR
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Einreihiger Blazer aus einer Viskose-Woll-Mischung von United Colors of Benetton, um 100 Euro; Hemdbluse von ADLER, Preis auf Anfrage; spitze Pumps von Zara, um 60 Euro, stretchige Bundfaltenhose mit seitlichen Glanzstreifen von Marc Cain, um 270 Euro; Shopper aus Kunstleder von Zara, um 26 Euro.

Styling-Tipps für den Business-Look

Blazer mit Glencheck-Karo oder Prince-of-Wales-Check wirken so seriös, dass Sie sie prima ins Office begleiten können. Tragen Sie den Karo-Blazer zur Büro-Kombi aus einer eleganten Bundfaltenhose in Schwarz, Dunklegrau oder Marine und einer weißen, cremefarbenen oder hellblauen Hemdbluse. Spitze Pumps und ein geräumiger Shopper für Laptop, Notizbuch und Co. machen das Job-Outfit rund.

Look 3: Karo-Blazer zum Wohlfühlen

Styling-Möglichkeit für einen Karo-Blazer | © PR
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Einreihiger Blazer aus einer Viskose-Woll-Mischung von United Colors of Benetton, um 100 Euro; Long-Strickkleid von Madeleine, um 200 Euro; goldenen Creolen von Zara, um 10 Euro, Schnürpumps und schmalem Taillengürtel in Dunkelrot, beides von COS, um 150 und 45 Euro.

Styling-Tipps für das Casual-Outfit

Wenn Sie sich im Winter warm und gemütlich, aber dennoch feminin kleiden wollen, ist eine Kombination aus Karo-Blazer und einem kuscheligen Strickkleid die richtige Styling-Variante für Sie. Entscheiden Sie sich für Blazer und Kleid in neutralen Tönen, dürfen Sie mit den Accessoires, zum Beispiel einem schmalen Taillengürtel, Handtasche und Schuhen, gerne etwas Farbe ins Spiel bringen.