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Innere Unruhe und Schlafstörungen: Was dagegen hilft

Ältere Frau liegt im Bett und hat mit innerer Unruhe zu kämpfen. | © iStock | fizkes
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Innere Unruhe ist häufig eine Begleiterscheinung von Stress.

Innere Unruhe und Schlafstörungen sind weit verbreitet und vor allem in den Wechseljahren ein leidiges Thema vieler Frauen. Oft wird unterschätzt, wie wichtig Schlaf ist. Denn: Regelmäßiger Schlafmangel kann auf Dauer krank machen. Was die Gründe für innere Unruhe sein können und wie Sie wieder zu einem gesunden Schlaf finden. 

Woher kommt innere Unruhe?

In vielen Fällen entsteht innere Unruhe durch akuten Stress, der zum Beispiel auf einen Jobwechsel oder einen Umzug zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich um eine kurzzeitige Reaktion und die ist in der Regel nur von kurzer Dauer. Doch die innere Nervosität kann auch für einen langen Zeitraum bestehen bleiben und einen nicht mehr loslassen. Das kann oftmals auf eine Mehrfachbelastung oder einen ungünstigen Lebensstil zurückgeführt werden. In den meisten Fällen fehlt dann ein Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung. 

Innere Unruhe: Häufiges Symptom der Wechseljahre

Auch in den Wechseljahren ist innere Unruhe keine Seltenheit. Aufgrund der Veränderung des Hormonhaushalts sowie des Körpers ist man weniger belastbar, angespannt und verspürt eine hohe Reizbarkeit. Auch Angstgefühle, wie sich das Leben zukünftig entwickeln soll, spielen in dieser Phase eine große Rolle. Viele Frauen setzen sich unbewusst unter einen enormen psychischen Druck. Innere Unruhe, Nervosität und Schlaflosigkeit sind häufig die Folge. 

Innere Unruhe: Was tun?

Doch kein Grund zur Sorge. Um diesen Teufelskreis der inneren Unruhe zu durchbrechen, gibt es einige hilfreiche Tipps. 

  1. Pflanzliche Beruhigung für die Nerven
    Die Nummer eins unter den pflanzlichen Mitteln gegen innere Unruhe ist Lavendel. Die Heilpflanze hat eine beruhigende und ausgleichende Wirkung und wirkt so schlaffördernd. Und das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. So hat eine Studie der Universitäten München und Wien anhand der Ergebnisse von knapp 700 Patienten herausgefunden, dass Lavendelöl Unruhe im Körper mindert und so für einen besseren Schlaf sorgt. 
    Im Gegensatz zu anderen Beruhigungsmitteln hat Lavendelöl einige Vorteile aufzuweisen. So hat es keine negative Auswirkung auf die Reaktionsfähigkeit und macht nicht müde. Zudem besteht bei der Anwendung von Lavendelöl keine Gefahr der Abhängigkeit. Es ist besonders gut verträglich, daker kann Lavendelöl über einen längeren Zeitraum angewendet werden, bis sich die innere Unruhe legt. 

  2. Mit einem gesunden Rhythmus gegen Schlafstörungen
    Unregelmäßige Tagesabläufe sorgen oft auch für gestresste Nerven. Ein gewisser Rhythmus kann also dabei helfen, um zur Ruhe zu kommen. Geregelte Schlafenszeiten signalisieren dem Körper genau, wann er sich von den Strapazen des Tages erholen kann. Und natürlich sollte ausreichend Schlaf mit einberechnet werden.
    Neben dem regelmäßigen Schlaf spielen auch die Mahlzeiten eine große Rolle. Denn: Man ist, was man isst. Und vor allem, wie man isst. Für einen gesunden Schlaf sollte die letzte Mahlzeit des Tages mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Nur so kann der Körper sich nachts voll und ganz auf den Schlaf konzentrieren. Und auch von Alkohol sollte man vor dem Schlafen lieber die Finger lassen. 
    Um plötzliche Heißhungerattaken und gestresstes Essen zu vermeiden, ist es hilfreich, drei feste Uhrzeiten für die Hauptmahlzeiten einzuhalten. 
    In manchen Fällen kann sogar ein kleiner Mittagsschlaf hilfreich sein, um zur Ruhe zu kommen. Wer sich das zeitlich leisten kann, sollte das auch nutzen. Achten Sie jedoch darauf, dabei eine halbe Stunde nicht zu überschreiten. Andernfalls begibt sich der Körper in die Tiefschlafphase und es fällt deutlich schwerer, wieder fit zu werden. 

  3. Ausreichend Bewegung führt zur physischen und psychischen Entspannung
    Regelmäßiges Training hält nicht nur den Körper sondern auch den Kopf fit, baut Stress ab und macht zusätzlich noch glücklich. Bereits 20 Minuten lockeres Joggen reichen aus, um den Dopaminspiegel signifikant ansteigen zu lassen und Glückshormone im Körper freizusetzen. Außerdem folgt auf die Anspannung während des Trainings auch die körperliche Entspannung. In stressigen Zeiten ist es also besonders wichtig, den Körper mit Sport zu entlasten und sich abzureagieren. Sportarten wie Pilates, Yoga und Radfahren können kleine Wunder bewirken. Und wem diese Sportarten zu einfach sind, kann noch eins drauf setzen und sich an High-Intensity-Training wagen. 

  4. Digital-Detox gegen innere Unruhe
    In der heutigen Zeit ist die ständige Erreichbarkeit ein hoher Stressfaktor. Das Smartphone, der Laptop, das Tablet - die schnurlose Mobilität der Geräte gibt einem das Gefühl, sie immer bei sich haben zu müssen. Gönnen Sie sich mal eine Pause! Und schalten sie Handy & Co. für mindestens einen Nachmittag aus. Zudem ist es ratsam, das Schlafzimmer zur handyfreien Zone zu ernennen. Denn: Wer unmittelbar vor dem Schlaf auf das Handy schaut, schläft schlechter. Grund dafür ist das Blaulicht des Bildschirms. Es blockiert die Ausschüttung des Einschlafhormons Melatonin und kann so auch für einen unruhigen Schlaf sorgen. Auch das Checken der E-Mails unmittelbar vor dem Schlafen bringt das Gehirn zum Arbeiten und gibt ihm somit keine Möglichkeit entspannt in den Schlaf zu finden.

 

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