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Meditation: Hilfreiche Tipps für Anfänger

Reife Frau meditiert im Wald. | © iStock | CasarsaGuru
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Meditation führt zu innerer Ruhe, Entspannung, Gelassenheit und mehr Zufriedenheit.

Wenn der Alltag stressig wird, kann Meditation Abhilfe schaffen. Sie sorgt dafür, dass Körper und Geist zur Ruhe kommen und man den sonst so anstrengenden Tag mit mehr Gelassenheit sieht. Wie man Meditation lernen kann und was Anfänger beachten sollten.

Was ist Meditation? 

Viele Zweifler verbinden mit Mediation einen esoterischen Aspekt und haben daher eine ablehnende Haltung. Doch sie kann wesentlich mehr, als das Klischee es wiedergibt. In stressigen Alltagssituationen sorgt Meditation für innere Ruhe, Gelassenheit und Entspannung. Punkte, die für ein gesundes Leben essenziell sind, für die meisten Menschen jedoch nicht zur Normalität gehören. Vielen fällt es extrem schwer, einfach abzuschalten. Dabei könnte Meditation Abhilfe schaffen. Es benötigt lediglich ein bisschen Zeit und einen ruhigen Platz. 

Doch nicht immer braucht es für Meditaton den Schneidersitz und das obligatorische "Ommm". Sie kann auch ganz unbewusst stattfinden, zum Beispiel bei einem entspannenden Spaziergang in der Natur oder durch einen Genussmoment beim Essen. Bei Meditation geht es nicht immer um das Abschalten der Gedanken, vielmehr geht es dabei um direkte Achtsamkeit, die man einer bestimmten Lebenssituation widmet. So erklärt sich auch die Bedeutung des Wortes Meditation. Abstammend vom Lateinischen "meditatio" bedeutetet es "nachdenken" oder "in Gedanken vertieft sein".

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Was bringt Meditation?

Meditation bewährt sich vor allem bei denen, die mit Schlafstörungen zu kämpfen haben. Wer nachts von innerer Unruhe geplagt ist und die Gedanken nicht ruhen lassen kann, sollte sich auf jeden Fall in Meditation üben. Da reichen manchmal schon kurze Einheiten aus, um den stressigen Tag zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen - geistig und auch körperlich. Wer regelmäßig meditiert, wirkt Dauerstress entgegen und kann so langfristig gesehen psychische und physische Erkrankungen verhindern. 

Wer sich dazu entscheidet, Meditation zu erlernen, braucht vor allem eins: Geduld! Die Praktik lernt man nicht auf Anhieb. Geben Sie sich also Zeit. Vor allem anfangs ist eine gewisse Regelmäßigkeit besonders wichtig, um in die Routine zu kommen. Hier gilt: Übung macht den Meister! Auch wenn das Steuern von Gedanken anfangs schwierig erscheinen mag, wird es mit der Zeit immer leichter fallen. 

Neben der Geduld bildet aber vor allem die Achtsamkeit die Basis der Meditation. Sie sorgt dafür, dass man sich auf den Moment im Hier und Jetzt fokussiert, die eigenen Gedanken und Gefühle steuert und Geräusche und Gerüche der direkten Umwelt intensiver wahrnimmt. Zusätzlich kann sich Meditation aufgrund vieler Aspekte positiv auswirken. So sorgt sie für:

  • innere Ruhe

  • mehr Energie

  • einen verbesserten Fokus und Konzentrationsfähigkeit

  • mehr Kreativität

  • mehr Selbstvertrauen

  • besseren und erholsameren Schlaf

  • verbesserte Stressbewältigung

  • Verbesserung der psychischen und körperlichen Gesundheit durch ein stärkeres Immunsystem

Die drei Arten der Meditation

Um die eigene Achtsamkeit zu trainieren, gibt es drei verschiedene Arten der Meditation.

Achtsamkeitsmeditation

Bei der Achtsamkeitsmeditation handelt es sich um die traditionelle Form. Hier bleibt es den eigenen Gedanken offen zu kommen und zu gehen. Sie werden zwar bewusst wahrgenommen - jedoch wird nicht über sie geurteilt. Bei dieser Technik wird immer nur an einem Ankerpunkt gearbeitet, wie zum Beispiel der Atmung. Der Fokus liegt auf jedem einzelnen Atemzug. Auch eignet sich bei der Achtsamkeitsmeditation der sogenannte Body Scan. Dabei werden gedanklich die einzelnen Körperbereiche gescannt und bewusst gespürt. 

Geführte Meditation

Die meisten Anfänger können bei der Achtsamkeitsmeditation schlecht loslassen. Für all diejenigen eignet sich vor allem eine geführte Meditation. Dabei werden sie von einem Sprecher durch die Meditation geführt.

Diese Technik wird oft in Kursen, aber auch Apps, angeboten. Auch wenn sie mit Musik begleitet wird und ein Sprecher die geführte Meditation leitet, gibt es genug Zeit zur Ruhe zu kommen und die eigenen Gedanken zu beobachten.

Transzendentale Meditation

Bei der Transzendentalen Meditation handelt es sich um eine ganz spezielle Technik, die besonders wirksam sein soll. Bei dieser Meditation sagt man sich stets das gleiche Mantra auf. Aufgrund der ständigen Wiederholungen wird man schnell in einen meditativen Zustand versetzt, der einem das eigene Unterbewusstsein näher bringt. 

Anfänger können sich den Einstieg in die Meditation durch Apps und Kurse erleichtern. Die genauen Anweisungen machen den Lernprozess einfacher und es lässt sich schnell herausfinden, ob Meditation das Richtige ist, um innerer Unruhe und Stress entgegenzuwirken. 

Meditation lernen: Das ist zu beachten

Unabhängig von den verschiedenen Techniken der Meditation gibt es für Anfänger drei weitere Punkte zu beachten:

  1. Der richtige Ort für die Meditation
    Für einen guten Start sollten Anfänger immer eine bestimmte Zeit sowie einen bestimmten Ort für die Meditation wählen. So eignet sich vom Timing her zum Beispiel sehr gut der Morgen oder die Abendstunden vor dem Schlafen. Wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um das Meditieren zu einer täglichen Routine werden zu lassen. Auch der Ort ist ausschlaggebend. Der gewählte Platz sollte für möglichst wenig Ablenkung sorgen sowie individuell einen hohen Wohlfühlfaktor aufweisen.

  2. Die richtige Haltung
    Trotz all der Entspannung sollte beim Meditieren natürlich nicht geschlafen werden. Um das Einschlafen zu vermeiden, ist ein bequemer aber aufrechter Sitz wichtig. Das Wählen von Hilfsmitteln wie eine Yogamatte, ein Kissen oder ein Stuhl bleiben dann jedem selbst überlassen. Das Becken sollte im Sitz leicht nach vorne gekippt werden, die Wirbelsäule bleibt gerade, die Augen sind leicht geschlossen und die Hände liegen entspannt im Schoß.

  3. Die richtige Technik der Meditation
    Vielen Menschen fällt es schwer, nichts zu tun. Dabei kommt es bei der Meditation genau darauf an. Wer sich also in den Anfängen befindet, sollte unbedingt darauf achten, nicht von den alltäglichen Umwelteinflüssen abgelenkt zu werden. Nehmen Sie sich die Zeit, um in den tiefen Zustand der Entspannung zu gelangen. Der Fokus liegt in diesem Moment nur auf den Gedanken, Gefühlen und der Atmung. Vor allem Anfänger sollten sich beim Lernen der Meditation nicht zu stark unter Druck setzen. Um sich an das Gedankenbewusstsein zu gewöhnen, braucht es Übung. Zudem gibt es keine perfekte Meditation. Selbst Fortgeschrittene haben mal gute und mal schlechte Tage. Die Hauptsache ist nicht aufzugeben und am Ball zu bleiben. Nur so ist eine positive Entwicklung möglich.

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