Das richtige Verhalten in der Krise

Coronavirus: Die wichtigsten Fakten zur Pandemie

Frau sitzt mit Mundschutz während Corona in einer Wartehalle. | © iStock | ti-ja
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Während der Corona-Krise sollte man den täglichen Umgang mit Menschen möglichst einschränken.

Das Coronavirus sorgt aktuell in Deutschland und auf der ganzen Welt für einen Ausnahmezustand. Dennoch wird immer wieder betont, dass kein Grund zur Panik herrscht. Wie man sich vor dem Coronavirus schützen kann und welches Verhalten das richtige ist.

Die aktuelle Situation der Corona-Pandemie sorgt verständlicherweise für Ungewissheit und Unbehagen. Fragen wie "Zähle ich zur Risikogruppe?", "Hilft ein Mundschutz gegen eine Infektion?" und "Wie verhalte ich mich richtig?" schwirren den Menschen durch den Kopf. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, kommen hier die wichtigsten Antworten auf die meist gestellten Fragen.

Wie wird das Coronavirus übertragen und wer ist die Risikogruppe?

Nach aktuellem Wissensstand wird das Coronavirus von Mensch zu Mensch über eine Tröpfcheninfektion übertragen. Sprich: Die Überträger gelangen über die Schleimhäute in den Körper und die Atemwege. 

Laut dem Robert-Koch-Institut zählen zur Risikogruppe für eine schwere Erkrankung mit dem Coronavirus Menschen ab 60 Jahre. Doch bedeutet das nicht gleich, dass man sich im höheren Alter Sorgen machen muss. Ist das Immunsystem stark und der Körper fit, hat das Coronavirus, wie jeder andere Effekt auch, eine geringere Chance sich durchzusetzen. Auch Menschen mit Vorerkrankungen (Lungenberschwerden, Krebs, o.ä.) haben ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Schutz gegen Corona: Was darf ich, was darf ich nicht?

Um sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, gibt es nur ein Mittel: Hygiene! Wer regelmäßig die Hände wäscht (mindestens 30 Sekunden lang) und Abstand zu den Mitmenschen wahrt, verringert das Infektionsrisiko. Wenn nicht bereits verordnet, sollten zusätzlich große Menschenmassen vermieden werden. 

Und das nicht nur der eigenen Gesundheit zuliebe: Bei einem Virus, der sich so schnell ausbreitet, gilt es, die Kranken und Schwachen zu schützen. Das schwächste Glied in der Kette, die Risikogruppe, ist nun davon abhängig, wie strikt die Vorschriften eingehalten werden. Egoismus ist hier fehl am Platz - Menschlichkeit und Solidarität stehen nun an erster Stelle.

Nichts mehr verpassen: Das sind die Sendezeiten zum Thema "Corona-Krise" im TV.

Hilft der Mundschutz vor einer Infektion?

Für viele scheint es nur ein Mittel gegen die Ansteckung mit dem Coronavirus zu geben: den Mundschutz. Laut Experten sind Schutzmasken im Alltag jedoch unnötig. Denn: Belege, dass sich beim Tragen einer Schutzmaske das Infektionsrisiko signifikant verringert, gibt es nicht. Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) kann es sogar passieren, dass ein Mundschutz seinem Träger ein falsches Sicherheitsgefühl gibt und dieser sich daher nicht mehr an die Hygienevorgaben hält. Marylyn Addo, Professorin vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, behauptet sogar in einem öffentlichen Statement, dass eine falsche Anwendung von Schutzmasken mehr Schaden anrichten kann, als vor Infektionen zu schützen:

Wenn Masken nicht richtig angewendet werden, können sie mehr schaden als helfen. 

Nicht nur Schutzmasken sind in der Zeit von Corona Mangelware. Auch Desinfektionsmittel hat eine hohe Nachfrage. Dennoch lautet die Devise: Hygiene ist das A und O. 

Symptome des Coronavirus

In den meisten Fällen weisen die Corona-Betroffenen folgende Symptome auf:

  • trockener Husten

  • Fieber

  • Abgeschlagenheit

  • Atembeschwerden / Kurzatmigkeit

  • Gliederschmerzen

  • Halsschmerzen

  • Kopfschmerzen

  • Schnupfen

Werden derartige Symptome beobachtet, heißt es: ruhig bleiben! Hysterie und Panik sind an dieser Stelle fehl am Platz. Auch das sofortige Aufsuchen eines Arztes sollte nicht überstürzt werden. Schließlich sitzen auch andere Patienten im Wartezimmer der Praxis, die sich womöglich anstecken könnten. Aus diesem Grund wird empfohlen, sich vorab beim Arzt telefonisch zu melden, mit dem man dann das weitere Vorgehen bespricht. 

Außerdem hilfreich: Die App "deine Apotheke", mit der man sich unnötige Wartezeit ersparen kann und die Medikamente ganz einfach vorbestellt.

Corona erzwingt Homeoffice: So gelingt die Arbeit

Der Großteil der Arbeitnehmer ist aktuell davon betroffen, im Homeoffice arbeiten zu müssen. Was einerseits als Chance gesehen werden kann - eine Digitalisierung ist nun unumgänglich - wird manch einem zum Verhängnis. Nicht immer ist das Arbeiten von Zuhause aus so produktiv. Doch wer folgende Tipps beachtet, wird auch während der Corona-Krise im Homeoffice wertvoll arbeiten können.

  1. Routinen sind das A und O: Wer morgens noch im Bett den Laptop aufklappt und verschlafen mit der Arbeit beginnt, braucht sich nicht über Motivationslosigkeit wundern. Wichtig ist, dass morgendliche Routinen beibehalten werden, sei es ein ausgiebiges Frühstück oder eine morgendliche Yoga-Session. Homeoffice bedeutet nicht gleich, alle Routinen über den Haufen zu werfen. Und auch eine Kaffeepause zwischendurch sollte immer machbar sein.

  2. Ein fester Arbeitsplatz: Das Arbeiten im Bett oder auf der Couch wird sich als wenig sinnvoll erweisen. Neben den Routinen ist auch ein fester Arbeitsplatz äußerst wichtig. Wer das platztechnisch nicht erfüllen kann, sollte sich am Küchentisch eine Ecke einrichten, an der nur gerarbeitet wird. Auch sollte auf die ergonomische Ausrichtung des Arbeitsplatzes geachtet werden. Der Tisch sollte die passende Höhe haben und auch der Stuhl darf nicht zu unbequem sein. Das schont langfristig den Rücken und vermeidet eine verkrampfte Körperhaltung.

  3. Mittagspause muss sein: An einem klassischen Acht-Stunden-Tag braucht der Kopf eine Pause, um neue Energie zu schöpfen. Nur leider wird man in den eigenen vier Wänden schnell dazu verleitet, durchzuarbeiten. Das ist kontraproduktiv! Nehmen Sie sich Zeit - für ein Mittagessen und ein bisschen Bewegung. 

  4. In Kontakt bleiben: Homeoffice bedeutet nicht gleich die absolute Isolation. Telefonkonferenzen mit den Kollegen helfen dabei, sich in die übliche Arbeitszeit hineinzuversetzen, sich auszutauschen und Routinen beizubehalten.

  5. Zusammengefasst gibt es beim Homeoffice eine Regel: Verhalten Sie sich so wie immer. Auch ein tägliches Büro-Outfit kann für mehr Motivation sorgen.

Finden Sie hier Tipps zum Thema Arbeitsrecht.

Ist die Corona-Krise eine Chance für mehr Besinnung? 

Während die Corona-Krise vielerorts für Krankheit und Leid sorgt, ist es dennoch an der Zeit, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Wie wäre es mit einem anderen Blickwinkel? Zum Beispiel auf die Umwelt. Die Ausgangssperre in China kann auch einen positiven Aspekt haben. Keine Autos bedeuten keine Abgase! Satellitenbilder zeigen, dass der CO2-Ausstoß extrem minimiert wurde und sich die Luftqualität dadurch erheblich verbessern konnte. 

Und auch die Einschränkung des Bootsverkehrs in Venedig hat positive Auswirkungen auf unsere Umwelt. Berichten zufolge weisen die Wasserwege der Stadt seit langem wieder klares Wasser auf und auch der Fischbestand nimmt in Italien wieder zu. 

Neben den Transportmitteln auf dem Wasser wurde auch der Luftverkehr eingeschränkt. Was für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt, kann gleichzeitig eine Möglichkeit sein, die Umwelt aufatmen zu lassen und sich von den schädlichen Ausstößen zu erholen.

Und auch das menschliche Miteinander kann von dieser Situation profitieren. Anstatt sich darüber zu beschweren, dass Kindergärten und Schulen geschlossen werden müssen, besteht die Chance darin, sich mit dem Nachwuchs mal wieder intensiver zu beschäftigen. Vielleicht werden Facetten sichtbar, die im sonst so stressigen Alltag niemals Gehör gefunden hätten. 

Diese erzwungene Entschleunigung während der Corona-Krise sollte nicht nur negative Reaktionen in uns hervorrufen. Sie sollte aufzeigen, dass es vielleicht an der Zeit ist, einen Gang herunterzuschalten, sich mit unseren Mitmenschen zu beschäftigen, Dankbarkeit und Solidarität zu zeigen und das Positive daraus zu ziehen.

Tipps gegen Langeweile während der Quarantäne

Das Haus oder die Wohnung nicht verlassen zu dürfen, bedeutet Entschleunigung. 

  • Morgendliche Yoga-Routine einführen - z.B. den Sonnengruß.
    Grundsätzlich muss nicht auf Sport verzichtet werden. Immer mehr Studios bieten auch Online-Kurse an.

  • Balkon/Garten verschönern: Um den Wohlfühlcharakter nach Hause zu holen, kann ein schöner Balkon oder Garten bereits helfen. Vor allem, wenn man mehr Zeit daheim verbringen muss.

  • Kleiderschrank ausmisten: Nutzen Sie die Zeit und verfrachten Sie endlich mal alle Klamotten, die nicht regelmäßig getragen werden, in den Keller. Oder machen Sie den Saison-Wechsel.

  • Grundreinigung im Haushalt: Was im Alltagsstress sonst liegen bleibt, kann jetzt in Angriff genommen werden. Höchste Zeit für eine Grundreinigung der Fenster.

  • Ein neues Rezept ausprobieren: Ob Backen oder Kochen, vielleicht gibt es ja ein Gericht, dass Sie schon immer einmal ausprobieren wollten?

  • Mal wieder die Verwandten anrufen: Nicht nur, um sich zu vergewissern, dass es allen gut geht. Ein Anruf bei den Verwandten zaubert allen ein Lächeln ins Gesicht.

  • Bücher lesen: Gibt es Literatur, die Sie schon immer mal lesen wollten? Jetzt ist die perfekte Zeit dafür.

  • Me-Time: Eine Spa-Behandlung muss nicht zwangsläufig im Studio stattfinden, sondern kann auch in die eigenen vier Wände verlegt werden. 

  • Dokumentationsmarathon auf Netflix: Der Streaminganbieter hat mittlerweile nicht nur Serien und Filme zu bieten, sondern kann auch mit tollen Dokumentationen auftrumpfen. Weitere Streamingtipps für den nächsten Serienmarathon.

  • Mal wieder einen Brief schreiben: Altmodisch, aber schön! In einem persönlichen Brief lassen sich Worte manchmal viel herlicher ausdrücken, als persönlich am Telefon. 

Finden Sie hier weitere Tipps, die jede Frau einmal im Jahr machen sollte.

Können Haustiere Corona übertragen? 

Der Mythos, dass Haustiere das Coronavirus übertragen können, hält sich weiterhin hartnäckig. Doch es ist wie gesagt ein Mythos, denn auf die Frage hin, ob sich auch Katzen und Hunde mit dem Virus infizieren können und diesen von einen Menschen auf den anderen übertragen, antworten Experten der WHO mit "Nein". Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen. 

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