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3 Pullover-Probleme und ihre Lösungen: Das hilft gegen Pilling, Fussel und Co.

Wollpullover auf dem Stapel | © grupabeograd, Pixabay
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3 Pullover-Probleme und ihre Lösungen: Das hilft gegen Pilling, Fussel und Co.

Kuschelige Strickpullover sind die richtige Wahl für kalte Tage – umso ärgerlicher sind Knötchen, Fussel und herausgezogene Fäden nach häufigem Tragen. Im DONNA-Ratgeber lesen Sie, wie Sie drei lästige Pulli-Probleme vermeiden und behandeln können.

Problem 1: Pilling

Unschöne Knubbel und Knötchen auf dem Pullover können sich bereits nach kurzer Zeit bilden. Sogenanntes Pilling lässt Pullover abgetragen und ungepflegt aussehen.

So entsteht Pilling:

Pilling ist ein typisches Problem bei Winterpullis: Durch das Aneinandereiben des Pullovers, zum Beispiel unter den Armen, oder durch die Reibung an anderen Kleidungsstücken wie Jacken verknoten sich lose Stofffasern zu kleinen Knoten. Synthetische Pullover sind durch ihre glatte Oberfläche und die kurzen Fasern besonders anfällig für Pilling. Die Knötchenbildung wird außerdem durch Waschmaschine und Trockner begünstigt, die Strick und Co. durch Temperatur und mechanische Bewegung zusätzlich beanspruchen. Naturwolle, etwa Merino-, Kaschmir- oder Baumwolle, sind weniger häufig von Pilling betroffen, doch auch hier können sich kleine Fasern im Stoff leicht lösen und verknoten.

Das können Sie gegen Pilling tun:

1. Richtig waschen

Um den Knötchen vorzubeugen, sollten Sie Ihre Pullover vor dem Waschen auf links drehen, damit die Außenseite vor Reibung geschützt ist. Idealerweise waschen Sie sehr empfindliche Pullis im Schongang oder mit der Hand. Wenn Sie bei der Handwäsche ein silikonhaltiges Shampoo verwenden, legt sich das Silikon wie eine Schutzschicht auf die Fasern und verhindert das Aufreiben. Verzichten Sie wenn möglich auf das Trocknen Pilling-anfälliger Textilien im Wäschetrockner, um eine zusätzliche Belastung zu vermeiden – oder geben Sie Trocknerkugeln zu den Kleidungsstücken, um die Reibung zu reduzieren.

2. Fusselrolle

Nach einer gewissen Zeit trennen sich die sogenannten Pills selbst vom Kleidungsstück – bleiben aber darauf haften. Um die Partikel zu entfernen, eignet sich eine Fusselrolle, die lose Stoffknötchen ‚‚aufsammelt''.

3. Fusselbürste

Mit einer speziellen Fusselbürste lassen sich leicht anhängende Pilling-Knötchen schnell entfernen. Die gröbere Seite mit Borsten löst sie ab, die weiche Seite bürstet die losen Partikel weg. Achten Sie darauf, nicht zu fest auf den Stoff zu drücken, um die empfindlichen Fasern nicht zusätzlich zu lockern.

4. Pilling-Rasierer

Widerspenstige und festsitzende Knubbel lassen sich mit einem Pilling-Rasierer entfernen, der die Stofffasen mit einem glatten Schnitt von der Oberfläche des Pullovers trennt. Auch hier sollten Sie den Rasierer nicht zu fest auf den Pullover drücken: Die scharfen Klingen rasieren schnell mehr weg als beabsichtigt und hinterlassen ausgedünnte Stellen im Stoff.

Tipp: Haben Sie keinen Pilling-Rasierer zur Hand, eignet sich auch ein herkömmlicher Einwegrasierer aus der Drogerie.

Problem 2: Fussel

Wenn Ihre Hose schon nach kurzer Zeit aussieht wie Ihr Pullover, scheint das Oberteil viele Fasern zu verlieren. Daran ist das locker gedrehte Garn der Kleidung Schuld: Kurze Fasern brechen ab und bleiben entweder auf dem Pullover selbst oder der Hose hängen. Vor allem Wollpullover neigen zu Fusseln.

Das können Sie gegen Fussel tun:

1. Häufig waschen

Je öfter der Pullover gewaschen wird, desto mehr Fussel fallen aus dem Stoff – bis irgendwann nur noch die langen Fasern übrigbleiben, die kaum bis gar nicht fusseln. Waschen Sie Ihren Pullover deshalb gleich vor dem ersten Tragen und danach in kurzen Abständen. Achtung: Damit die Farbe nicht verbleicht, sollten Sie die fusselnden Kleidungsstücke mit einem schonenden Spezialwaschmittel waschen.

2. Fusselhandschuh

Die samtige Oberfläche eines Fusselhandschuhs zieht Flusen und kleine Härchen an. Durch leichtes Streichen werden so alle störenden Partikel vom Pullover abgenommen.

3. Ab in die Tiefkühltruhe

Besprühen Sie den Pullover mit Wasser, sodass die Stoffoberfläche leicht befeuchtet ist. Achten Sie darauf, das Kleidungsstück nicht vollständig zu durchnässen, da es ansonsten gefriert. Den feuchten Pullover nun in einer Plastiktüte für 24 Stunden in das Gefrierfach legen. Die Kälte zieht Fussel aus dem Garn. Ein einmaliges Entfernen der abgelösten Fasern macht den Pullover fusselfrei.

Problem 3: Herausgezogene Fäden und Maschen

Einmal am Gürtel oder Armband hängengeblieben – und schon ist es passiert: Der Pullover zieht eine große, unschöne Masche. Gerade bei grobmaschigen Pullovern kommt dieses Problem häufig vor.

Das können Sie gegen herausgezogene Fäden und Maschen tun:

1. Ziehen

Je grobmaschiger der Pullover, desto leichter können Sie den Faden wieder in die richtige Position bringen. Ziehen Sie dazu einfach den Stoff vorsichtig mit beiden Händen auseinander. Erst nach links und rechts, dann nach oben und unten. Nach wenigen Wiederholungen sollte der gezogene Faden nicht mehr zu sehen sein.

2. Mit einer Häkelnadeln nachhelfen

Ist der Pulli feinmaschiger, hilft eine Häkelnadel dabei, herausgezogene Maschen zu beseitigen. Spannen Sie den Stoff ein wenig und ziehen Sie neben dem herausgezogenen Faden ein kleines Loch in den Pullover. Führen Sie die Häkelnadel von der Innenseite des Pullovers durch die Öffnung und ziehe den Faden wieder nach innen.