Psychologie

8 Dinge, die Sie sofort sympathisch wirken lassen

Sympathische Frau | © iStock | Paul Bradbury
© iStock | Paul Bradbury
Sympathie lässt sich nicht beeinflussen? Weit gefehlt: DONNA zeigt, wie Sie einen positiven ersten Eindruck hinterlassen

Manche Menschen mögen wir, obwohl wir sie gerade erst kennengelernt haben. Doch was ist das Geheimnis solcher Sympathieträger? DONNA zeigt, wie Verhalten und Körpersprache unsere Wirkung auf andere beeinflussen – und was Sie tun können, um auf Anhieb Sympathiepunkte zu sammeln.

Was ist Sympathie und wie entsteht sie?

Wenn zwischen zwei Menschen die Chemie stimmt, spricht man von gegenseitiger Sympathie. Zwischenmenschliche Zuneigung hängt dabei von mehreren Faktoren ab: Wer mit einem anderen Menschen Glücksmomente erlebt, zehrt emotional noch lange davon. Denn allein der Gedanke an das gemeinsame Erlebnis lässt den Körper im Nachhinein das Glückshormon Dopamin ausschütten, das zusätzlich für ein Gefühl der Verbundenheit sorgt. Auch im Gespräch aufgedeckte Gemeinsamkeiten schaffen Sympathie zwischen zwei Menschen: Ähnliche Meinungen, Interessen oder Eigenschaften verbinden und sorgen für gegenseitige Bestätigung. Das schöne Gefühl, jemanden zu mögen, entsteht auch, wenn man zusammen mit einer anderen Person Schwierigkeiten oder Ausnahmesituationen meistert – etwa bei einer Bergwanderung oder auf Reisen, wenn man gemeinsam in einer Stadt oder am Flughafen strandet.

Warum finden wir manche Menschen auf Anhieb sympathisch?

Es gibt Begegnungen, die uns von der ersten Minute an fesseln. Spielen dabei die äußere Erscheinung oder eher der Charakter unseres Gegenübers eine Rolle? Schwierig zu sagen – denn meist ist es uns unerklärlich, warum wir jemanden auf Anhieb sympathisch finden. Allerdings folgt Sympathie in der Regel ähnlichen Mustern. Als Allererstes nehmen wir ein faszinierendes Erscheinungsbild wahr: Gang, Mimik, Gestik, Körpergeruch sowie das gesamte Auftreten. Als spannend empfinden wir Menschen, die uns an eine geliebte oder beliebte Person erinnern. Auch die soziale Komponente ist in Sachen Anziehung ein wichtiger Faktor: Wir mögen Personen, die fest im Leben stehen und verantwortungsbewusst, loyal sowie engagiert auftreten. Besonders sympathisch wirken Menschen auf uns, die sich ehrlich, aufgeschlossen sowie nahbar zeigen und etwas von sich preisgeben – in ihrer Gegenwart fühlen wir uns besonders wohl und willkommen. Nicht zuletzt fühlen wir uns zu Personen hingezogen, die in uns keinen Neid hervorrufen, uns also keine Konkurrenz machen – sei es im Job, Privatleben oder einem anderen sozialen Bereich.

Die gute Nachricht ist: Viele dieser Sympathie-Faktoren können wir erlernen, um Stück für Stück selbst zum Sympathieträger zu werden. Denn wie sagt man so schön: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

Diese 8 Dinge lassen Sie sofort sympathisch wirken:

1. Interesse zeigen

Menschen sind Egoisten und sprechen am liebsten über sich selbst: Im Grunde interessieren wir uns alle vor allem für uns selbst, möchten wichtig und bedeutend sein. Diese Charaktereigenschaft können Sie sich zunutze machen, um Sympathiepunkte zu sammeln: Zeigen Sie Ihrem Gesprächspartner, dass er Sie interessiert – zum Beispiel, indem Sie gezielt Fragen stellen. Wer ständig nur über sich selbst spricht, um andere von sich zu überzeugen, wird auf Dauer keine neuen Freunde gewinnen.

2. Gut zuhören

Kennen Sie das? Ein Freund oder Kollege stellt Ihnen eine Frage, erzählt dann aber ohne Punkt und Komma nur von sich selbst. Oft suchen Menschen im Gespräch lediglich einen guten Zuhörer, vor dem sie ihr Innerstes ausbreiten können. Doch diese Verhaltensweise ist nicht nur respektlos und unsensibel, sondern wirkt auch unsympathisch. Wer ein angenehmer und interessanter Gesprächspartner sein will, muss nicht viel sagen, sondern sollte vielmehr den anderen ermutigen, von sich zu sprechen – und ihm dann seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken.

3. Authentisch bleiben

Heute so, morgen so: Es gibt nichts Anstrengenderes als Menschen, die jeden Tag ihre Meinung ändern. Besonders dann, wenn sie einer anderen Person nach dem Mund reden, um ihr zu gefallen. Wer nicht als Fähnchen im Wind gelten will, sondern ernst genommen werden möchte, steht zu seiner eigenen Meinung. Bleiben Sie sich selbst treu und spielen Sie keine Rollen – dann werden Sie von Ihrem Umfeld auch so angenommen, wie Sie sind: authentisch.

4. Das Gedächtnis trainieren

Haben Sie schon einmal erlebt, dass sich jemand zum wiederholten Mal bei Ihnen vorstellt und immer wieder nach Ihrem Namen fragt? Kein schönes Gefühl. Denn wer sich nicht die Mühe macht, sich den Namen seiner Mitmenschen zu merken, der scheint auch nicht an ihnen interessiert zu sein. Denken Sie deshalb immer daran: Den Vornamen eines anderen Menschen zu kennen, ist eines der schönsten Komplimente, das man ihm machen kann.

5. Oft lächeln

Jeder Mensch sehnt sich nach Zuneigung. Aber wie signalisiert man anderen am besten, dass man sie mag? Ganz einfach: mit einem offenen Lächeln. Durch diese kleine Geste fühlt sich unser Gegenüber wahrgenommen und als Person bestätigt. Nicht umsonst sind Hunde und kleine Kinder uns sofort sympathisch – wenn sie sich freuen jemanden zu sehen, zeigen sie das ungefiltert. Lächeln Sie andere Menschen deshalb häufiger an – es lohnt sich!

6. Mit dem ganzen Körper kommunizieren

Eine Geste sagt manchmal mehr als tausend Worte. Über nonverbale Kommunikation, beispielsweise abwehrend vor dem Körper verschränkte Arme – senden wir ständig Signale aus. Achten Sie stets auf eine offene Körperhaltung, um Kommunikationsbereitschaft zu signalisieren und keine unnötigen Barrieren zu schaffen. Einen positiven und sympathischen Eindruck machen Menschen, die sich ihrem Gesprächspartner während einer Konversation direkt zuwenden, Blickkontakt halten, ihre Arme nicht verschränken und einen festen Händedruck haben. Eine leichte, unaufdringliche Berührung ab und zu sorgt zusätzlich für Nähe.

7. Konstruktive Kritik üben

Ehrliche Kritik an Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen zu üben, ist eine der größten Herausforderungen, die uns in zwischenmenschlichen Beziehungen begegnet. Wie erklärt man jemandem, dass er etwas falsch gemacht hat, ohne ihn dabei zu kränken? Der Schlüssel dazu ist Fairness: Thematisieren Sie auch Ihre eigenen Fehler und weisen Sie darauf hin, dass auch Sie nicht perfekt sind. Machen Sie lieber konstruktive Vorschläge, anstatt Ihrem Gegenüber die alleinige Schuld zu geben, herablassend zu werden oder herumzukommandieren – so verliert Ihr Gesprächspartner nicht sein Gesicht und Sie können gemeinsam an einer schnellen Lösung arbeiten.

8. Das Selbstbewusstsein anderer stärken

Wie oft denken wir uns in Gesprächen Dinge wie: „Das Kleid steht ihr ausgezeichnet“, „Diese Frisur sieht toll aus“ oder „Die Präsentation hat mir sehr gut gefallen.“ Doch viel zu selten drücken wir diese Gedanken auch wirklich aus. Wenn Sie einer Freundin oder Kollegin ein ehrliches Kompliment machen, stärken Sie ihr Selbstbewusstsein und sorgen dafür, dass sie sich Ihnen gegenüber öffnet. Probieren Sie es aus – das gute Gefühl wird mit Sicherheit zurückgegeben werden.