Körperpflege

Schmerzfrei unterwegs: 4 Tipps gegen Blasen an den Füßen

Frau sitzt auf Stuhl | © Chelsea Francis, unsplash
© Chelsea Francis, unsplash
Blasen entstehen, wenn die Haut einer ungewohnten Belastung ausgesetzt ist. Zum Beispiel wenn Schuhe oder Socken nicht richtig sitzen und am Fuß reiben.

Blasen sind kein gefährlicher, aber ein sehr unangenehmer Begleiter – egal ob an der Ferse, am Ballen oder an den Zehen. DONNA erklärt Ihnen die Ursache für die Entstehung der unangenehmen Flüssigkeitseinlagerungen und gibt vier vorbeugende Tipps gegen übermäßige Reibung am Fuß.

Für Wanderer und Sportler sind Blasen am Fuß kein unbekanntes Problem. Aber auch im Alltag kann ein feucht-warmes Klima im Schuh oder nicht optimal sitzendes Schuhwerk schnell zu den schmerzhaften, kleinen Flüssigkeitseinlagerungen am Fuß führen.

Wieso kommt es überhaupt zur Blasenbildung?

Blasen entstehen, wenn die Haut anhaltender Reibung ausgesetzt ist, sodass sich die Oberhaut von der Unterhaut löst und sich der dabei entstehende Hohlraum mit Gewebswasser füllt. Durch Feuchtigkeit wird die Haut der Füße besonders empfindlich. Vor allem bei warmen Wetter, aber auch wenn Schuhe und Socken durch Regen oder Schnee nass werden, ist die Gefahr der Blasenbildung hoch.

Daher lohnt es sich zur Vorbeugung gegen Blasen nicht nur auf die Fußpflege, sondern auch auf die Pflege unserer Schuhe zu achten. Denn verändert sich die Schuhform oder das Fußbett, sind Blasen vorprogrammiert. Und die sind nicht nur lästig, sondern auch anfällig für Keime. Wir verraten, wie Sie Druckstellen und Reibungen vermeiden und Blasen an den Füßen vorbeugen können:

Blasenfrei unterwegs: 4 vorbeugende Tipps für Ihre Füße

1. Achten Sie auf die richtige Größe und Passform

Bereits beim Schuhkauf ist es ratsam, auf eine gute Passform zu achten um das Blasenrisiko möglichst gering zu halten: Ihre Schuhe sollten nicht drücken und die Schuhe sollten Ihren Zehen, insbesondere dem großen Zeh und dem kleineren Zeh daneben, ausreichend Platz nach vorn bis zur Schuhspitze lassen. Wichtig ist außerdem, dass die Zehen nicht zusammengedrückt werden. Bei Fußproblemen kann eine individuell angepasste Einlegesohle Beschwerden entgegenwirken. Doch nicht nur zu kleine, auch zu große Schuhe können zu Blasen führen. Um zu große Schuhe zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass die Schuhe vor allem an der Ferse sitzen und beim Gehen nicht rutschen.

Tipp: Wenn Sie Ihre Schuhe im Alltag regelmäßig wechseln, wird nicht immer an derselben Stelle Druck ausgeübt und beanspruchte Bereiche können sich erholen. Daher lohnt es sich, selbst den gerne getragenen Lieblingsschuhen gelegentlich einen Ruhetag zu gönnen.

2. Laufen Sie neue Schuhe langsam ein

Neues Schuhwerk muss sich erst an Ihre ganz individuelle Fußform anpassen. Gewöhnen Sie Ihre Füße langsam daran. Am besten tragen Sie neue Schuhe zunächst zu Hause und anfangs nur für kurze Strecken. Steigern Sie die Tragedauer kontinuierlich und gönnen Sie Ihren Füßen zwischendurch immer wieder eine Pause in bequemeren Schuhen. Wenn Sie wissen, dass sie längere Strecken zurücklegen oder lange auf den Beinen sein werden, sollten Sie immer auf gut eingetragene Schuhe zurückgreifen oder ein Wechselpaar in der Tasche haben.

3. Tragen Sie die richtigen Socken

Blasen entstehen besonders häufig durch Feuchtigkeit im Schuh. Als Zwischenschicht zwischen Haut und Schuh spielen Socken daher eine wichtige Rolle zur Vorbeugung von Blasen, da sie den Fuß polstern und trocken halten. An langen Tagen sollten Sie Schuhe und Socken aus atmungsaktiven Materialien tragen, um übermäßiges Schwitzen zu verhindern – dies geschieht häufig vor allem bei wasserdichten Schuhen. Socken aus (Merino-)Wolle sind gut geeignet, da sie viel Feuchtigkeit aufnehmen können und Ihren Fuß so dennoch trocken halten. Auch Funktionssocken leiten die Feuchtigkeit nach außen und bringen denselben Effekt. Vor allem beim Wandern oder beim Sport sind Baumwollsocken tabu, da sie die Feuchtigkeit regelrecht sammeln und ihre Form verlieren. Sind Ihre Socken nass oder verschwitzt, sollten Sie diese unbedingt wechseln! Ob Sie sich für dünnere oder dickere Socken entscheiden, ist abhängig vom Einsatzbereich, den Wetterverhältnissen und Ihrem Geschmack. Generell sollten Sie darauf achten, dass die Socken gut sitzen und keine Falten werfen.

4. Sorgen Sie mit Tape oder Pflaster vor

Wenn Ihre Füße grundsätzlich zu Blasenbildung neigen und es sich nicht vermeiden lässt, neue oder lange nicht getragene Schuhe zu wichtigen Anlässen oder Terminen zu tragen, kleben Sie am besten schon vorbeugend empfindliche Stellen mit einem schützenden Tape oder Pflaster ab. Das Pflaster oder Tape nur auf saubere und trockene Haut kleben! Achten Sie darauf, dass beim Aufkleben keine Falten entstehen und dass die Pflasterränder an wenig beanspruchten Stellen liegen. Spezielle Blasenpflaster haben den Vorteil, dass sie die Haut nicht aufweichen und daher auch mehr als einen Tag getragen werden können. Wer den Fuß nicht gleich „verarzten“ möchte, kann es auch mit Vaseline oder Babypuder probieren, das auf den sensiblen Stellen aufgetragen wird. Dennoch ist ratsam, für den Notfall stets ein Blasenpflaster in der Tasche zu haben.

Erste Hilfe bei Blasen: Das sollten Sie tun

  • Hat sich doch einmal eine Blase gebildet, ist es wichtig, den Druck oder die Reibung auf die betreffende Hautstelle zu verringern. Sind Sie unterwegs, besorgen Sie sich ein Blasenpflaster oder ein normales Pflaster und kleben Sie es auf die schmerzende Stelle. Haben Sie kein Pflaster zur Hand, kann etwas Creme oder Lippenpflege für Linderung sorgen.

  • Bei der nächsten Gelegenheit dann die Schuhe wechseln.

  • Bei kleinen Blasen ist es ausreichend, die betroffene Stelle vor weiterem Druck zu schützen. Die dicke Haut über der Blase bietet ausreichend Schutz, um ganz ohne weitere Hilfe für eine rasche Wundheilung zu sorgen.

  • Bei größeren Blasen sicherheitshalber einen Arzt zur Rate ziehen: Dieser wird, wenn nötig, die Blase unter hygienischen Bedingungen vorsichtig aufstechen, damit die Blasenflüssigkeit austreten kann. Sofern es keine Blutblasen sind, können Sie mit einer desinfizierten Nadel die Blase auch vorsichtig selbst aufstechen und die Flüssigkeit mit einer Mullbinde herausdrücken. Danach die behandelte Stelle mit einem Pflaster abdecken.

  • Achtung: Geöffnete Blasen sind anfälliger für Entzündungen. Ist die Blase von alleine aufgeplatzt, umgehend die Wunde desinfizieren und abdecken. Mit blutigen Blasen oder solchen, die sich entzündet haben oder sogar eitern sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

 

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