Genuss

Orientalischer Vorspeisenteller: 5 schnelle Mezze-Rezepte

Verschiedene Mezze auf einem Tisch. | © Stijn Nieuwendijk (stijnnieuwendijk.com), Getty Images
© Stijn Nieuwendijk (stijnnieuwendijk.com), Getty Images
Perfekt für einen orientalischen Abend mit Freunden: Mezze eignen sich nicht nur als Vorspeise, sondern auch als geselliges Fingerfood.

Es müssen nicht immer spanische Tapas sein: Mit Mezze – Vorspeisen und kleinen Snacks, die traditionell in der Türkei, Griechenland und Co. gereicht werden – holen Sie sich Urlaubsgefühl nach Hause. DONNA Online zeigt fünf Rezepte für eine vielfältige Vorspeisenplatte mit orientalischer Note.

In ihren Herkunftsländern nennt man sie Mezze, Meze oder Mezedes: Die orientalisch angehauchten Vorspeisen, die in arabischen Ländern, der Türkei und Griechenland gereicht werden, machen nicht nur Vorfreude auf die Hauptspeise, sondern können geschmacklich auch im Alleingang punkten. Ob als Appetitanreger, kleine Snacks für Zwischendurch oder als Fingerfood für einen geselligen Abend mit Freunden – bei DONNA Online finden Sie fünf schnelle, einfache Mezze-Rezepte für eine prall gefüllte Vorspeisenplatte, die Lust auf einen kulinarischen Trip in den Orient macht.

1. Fladenbrot

Fladenbrot darf bei einer Vorspeisenplatte mit Mezze nicht fehlen und eignet sich bestens, um aromatische Dips und Pasten wie Hummus oder Baba Ganoush aufzutunken.

Zutaten für zwei Fladenbrote:

  • 300 ml laumwarmes Wasser

  • 20 g Hefe

  • 1 TL Zucker

  • 450 g Mehl

  • 2 TL Salz

  • 3 EL Olivenöl

  • 1 Eigelb

Zubereitung:

  1. Wasser, Hefe und Zucker verrühren und so lange stehen lassen, bis die Mischung leicht schäumt.

  2. In einer großen Rührschüssel Mehl und Salz vermischen und eineinhalb Esslöffel Olivenöl sowie die Hefemischung dazugeben. Mit den Händen kneten, bis ein Teig entsteht.

  3. Die Schüssel mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich die Teigmenge verdoppelt hat.

  4. Den Teig auf eine mit Mehl betreute Arbeitsplatte legen, kneten und in der Mitte teilen. Zwei runde Fladen mit einem Durchmesser von etwa 15 Zentimetern daraus formen.

  5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit etwas Mehl bestreuen und die Fladen darauflegen. Noch einmal etwa 30 Minuten ruhen lassen.

  6. Eigelb und den Rest des Olivenöls miteinander vermischen und die Teigfladen damit bestreichen.

  7. Bei 220 Grad etwa 20 Minuten goldbraun backen und im Anschluss mit einem feuchten Küchentuch abdecken, damit das Fladenbrot weich bleibt.

Auch interessant: Die besten Slow Cooking Rezepte

2. Falafel

Die arabischen Kichererbsenbällchen werden mit vielen orientalischen Gewürzen verfeinert und alleine, mit Dips oder als vegetarische Beilage zu Bulgur oder Couscous serviert.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 250 g getrocknete Kichererbsen

  • 1 Zwiebel

  • 2 Knoblauchzehen

  • ½ Bund Petersilie

  • etwas Koriander  

  • 1 EL Kreuzkümmel

  • nach Geschmack 1-2 Schoten Chili

  • Saft einer Zitrone

  • 50 ml Wasser

  • 30 Gramm Mehl

  • 1 Teelöffel Backpulver

  • Salz und Pfeffer

  • 300 ml Öl

Zubereitung:

  1. Die Kichererbsen mindestens zwölf Stunden in Wasser einweichen. Das Wasser danach abschütten und die Kichererbsen etwa eine Stunde lang in frischem Wasser bissfest garen.

  2. Die gekochten Kichererbsen in einer Küchenmaschine, im Standmixer oder mit einem Pürierstab zerkleinern.

  3. Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Koriander und Chili mit Zitronensaft und Wasser in den Mixer geben und noch einmal gründlich durchmischen.

  4. Mehl mit Backpulver mischen und hinzfügen. Mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen.

  5. Den Falafelteig etwa 30 Minuten ruhen lassen.

  6. Den fertigen Teig im Anschluss auf seine Knetbarkeit testen: Falls er zu weich ist, noch etwas Mehl dazugeben. Sollte der Teig zu fest sein, einfach etwas mehr Zitronensaft oder Wasser hinzufügen.

  7. Aus dem Falafelteig kleine Bällchen formen. Währenddessen das Öl erhitzen.

  8. Die Falafelbällchen im heißen Öl drei bis vier Minuten goldbraun backen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Tipp: Für eine fettärmere Zubereitung können Sie die Bällchen mit etwas Öl einpinseln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Im Ofen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 15 Minuten backen, bis die Falafel goldbraun sind.

Mehr als nur Hummus und Falafel: Die jüdische Küche

3. Muhammara

Das arabische Wort „muhammara“ bedeutet „gerötet“. So erhielt die Paste aus gerösteten roten Paprika und Walnüssen ihren Namen. Am besten schmeckt sie zu frischem Fladenbrot.

Zutaten:

  • 4 rote Paprikaschoten

  • 150 g Walnüsse

  • ½ rote Chilischote

  • 2 Knoblauchzehen

  • 1 EL Granatapfelsirup

  • Salz und Pfeffer

  • 50 ml Olivenöl

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Paprika auf dem Rost in den Ofen geben. So lange warten, bis die Schale schwarz wird. Die Paprika wenden, damit die Schale von allen Seiten schwarz wird.

  2. Die Walnüsse auf einem Blech etwa sieben Minuten im Ofen rösten.

  3. Die Paprika abkühlen lassen, schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in einen Standmixer, eine Küchenmaschine oder ein hohes Gefäß geben.

  4. Die Chilischote waschen, entkernen und gemeinsam mit Knoblauch und gerösteten Walnüssen zu den Paprika geben. Anschließend alles kurz und nicht zu fein pürieren.

  5. Die Paste mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss Granatapfelsirup und Olivenöl unterrühren.

4. Baba Ganoush

Das arabische Auberginenpüree wird mit Tahini, einer Sesampaste, abgeschmeckt und passt als Dip perfekt zu aromatischen Falafelbällchen.

Zutaten für 4 Portionen:

  • eine Aubergine (ca. 300 g)

  • 2 EL Sesampaste (Tahinipaste)

  • 2 EL Zitronensaft

  • 2 EL Olivenöl

  • 2 Knoblauchzehen

  • ½ TL Kreuzkümmel

  • Salz und Pfeffer

  • ½ Bund Petersilie

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Aubergine waschen und mit einer Gabel oder einem spitzen Messer einstechen.

  2. Aubergine auf einem Backblech rund 30 Minuten lang backen, bis die Haut sehr dunkel und die Aubergine innen weich ist.

  3. Die Aubergine aufschneiden, das Fruchtfleisch herauslösen und in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben. Sesampaste, Zitronensaft und Olivenöl dazugeben und alles gut durchmixen, bis eine feine Paste entsteht.

  4. Knoblauch in die Paste pressen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und Kreuzkümmel dazugeben.

  5. Die Petersilie hacken und in den Baba Ganoush-Dip rühren.

Tipp: Für einen milderen Geschmack können Sie zusätzlich etwa 70 Gramm griechischen Joghurt einrühren.

5. Granatapfel-Taboulé

Bulgur, frische Minze und knackige Granatapfelkerne: Granatapfel-Taboulé ist eine wahre Geschmacksexplosion.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 150 ml Gemüsebrühe

  • 100 g Bulgur

  • 1 Granatapfel

  • 1 rote Chilischote

  • 1-2 Gurken (insgesamt 400 g)

  • 1 rote Zwiebel

  • ½ Bund Petersilie

  • 3-4 Stiele Minze

  • 20 ml Zitronensaft

  • 1 El Honig

  • 2 EL Olivenöl

  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Bulgur in der Gemüsebrühe kurz aufkochen und danach auf sehr niedriger Stufe etwa zehn Minuten quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern.

  2. Die Granatapfelkerne auslösen, Chili mitsamt den Kernen in sehr dünne Streifen schneiden. Gurken und Zwiebel würfeln. Kräuter waschen und fein hacken.

  3. Zitronensaft, Honig und Olivenöl mit Salz und Pfeffer verrühren.

  4. Bulgur mit Granatapfelkernen, Chili, Gurke, Zwiebel und Kräutern vermischen und das Dressing darübergeben. Alles noch einmal gründlich vermischen und vor dem Servieren etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Vielleicht auch interessant: Cruffins und Chutney einfach selber machen