Körperpflege

Pigmentflecken behandeln: Was wirklich hilft

Frau mit Sommersprossen | © Aleksandar Nakic, Getty Images
© Aleksandar Nakic, Getty Images
UV-Strahlung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bildung von Pigmentflecken.

Was tun, wenn sich im Gesicht oder auf den Händen unschöne Hautverfärbungen bilden? Zum Glück gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Pigmentstörungen vorzubeugen, helle und dunkle Flecken auf der Haut zu kaschieren oder dauerhaft zu entfernen. DONNA Online zeigt, wie Sie Pigmentflecken in den Griff bekommen.

Pigmentstörungen treten in unseren Breitengraden nicht nur bei vielen alten, sondern häufig auch bei jungen Menschen auf. Die unregelmäßigen, hellen oder dunklen Flecken auf der Haut bilden sich meist im Gesicht, auf den Handrücken und Unterarmen – also an Stellen, die häufig der Sonne und damit schädlicher UV-Strahlung ausgesetzt sind.

Verantwortlich für die Hautverfärbungen, die bräunlich, rötlich oder auch gelblich ausfallen können, sind die Melanozyten. Diese pigmentbildenden Zellen in unserer Haut sind für die Produktion des Hautfarbstoffes Melanin zuständig. Bei Sonneneinstrahlung sorgt Melanin im Normalfall für eine gleichmäßige Bräunung der Haut. Ist die Bildung des Hautfarbstoffs gestört, wird an bestimmten Stellen zu viel Melanin produziert. Die Folge sind Pigmentflecken – auch „Hyperpigmentierung“ genannt. Ob Pigmentstörungen auftreten, hängt neben der Sonneneinstrahlung auch von erblicher Veranlagung und der Einnahme von Medikamenten ab, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Auch hormonelle Umstellungen, etwa in der Schwangerschaft, den Wechseljahren oder durch die Verhütung mit Hormonpräparaten wie der Antibabypille, können die Bildung von Pigmentflecken begünstigen. Dasselbe gilt für Stoffwechselstörungen und -erkrankenungen wie Diabetes mellitus, Glutenunverträglichkeit oder eine Unterversorgung mit Vitalstoffen wie Folsäure oder Vitamin B12. Daneben können Muttermale, Leberflecken, Sommersprossen und andere Hyperpigmentierungen auch angeboren sein.

Pigmentflecken sind meist harmlos, für ungeübte Augen aber nicht immer leicht von bösartigen Hautveränderungen zu unterscheiden. Wenn Sie unnatürliche Veränderungen von Muttermalen oder anderen Pigmentflecken beobachten, sollten Sie deshalb einen Hautarzt aufsuchen und regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen, sogenannte Hautkrebs-Screenings, wahrnehmen.

Auch wenn Pigmentstörungen in den meisten Fällen kein gesundheitliches Risiko darstellen – gerade an ständig sichtbaren Stellen wie dem Gesicht oder auf den Händen empfinden viele Menschen sie als optischen Makel. Um störenden Hautverfärbungen vorzubeugen und bereits vorhandene Pigmentflecken zu überdecken oder dauerhaft zu entfernen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

So beugen Sie Pigmentstörungen vor

Regel Nummer 1, um der Entstehung von Pigmentflecken vorzubeugen: Achten Sie immer auf einen ausreichenden Sonnenschutz – und zwar nicht nur im Hochsommer, sondern auch in den Herbst- und Wintermonaten oder wenn es bewölkt ist. Empfehlenswert sind Tagescremes mit eingebautem Lichtschutzfaktor. Auch mit bewusster Ernährung können Sie Pigmentflecken vermeiden: Um den (Haut-)Stoffwechsel zu entlasten, sollten Sie auf Alkohol, Süßigkeiten und Lebensmittel mit Farbstoffen oder Geschmacksverstärkern verzichten und auf eine ausgewogene, frische Kost setzen, die reich an Antioxidantien wie Vitamin E und Selen ist.

So lassen sich Pigmentflecken kaschieren

Wenn sich im Gesicht, Dekolleté oder am Körper bereits Pigmentflecken gebildet haben, verhilft das richtige Make-up zum ebenmäßigen Teint. Zum Kaschieren leichter Hyperpigmentierung reicht oft schon eine getönte Foundation oder BB-Creme aus: Viele Produkte decken nicht nur ab, sondern enthalten zusätzlich einen Lichtschutzfaktor und spenden Feuchtigkeit. Bei sehr dunklen Pigmentflecken helfen Abdeckprodukte mit Gelb- oder Rotstich, die Hautverfärbungen neutralisieren, oder Camouflage-Cremes, die sogar Tattoos verschwinden lassen.

Pigmentflecken dauerhaft entfernen

Wenn Sie Alterflecken und andere Pigmentstörungen als optisch störend empfinden, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Hautverfärbungen langanhaltend verschwinden zu lassen:

  1. Laserbehandlung 
    Mit Lichtenergie werden die Pigmentansammlungen in der Haut sozusagen zertrümmert. Laserbehandlungen werden insbesondere bei einer Hyperpigmentierung der tieferliegenden Hautschichten eingesetzt. 

  2. Kältetherapie (Kryptotherapie)
    Bei der Kryptotherapie wird die Hautoberfläche mit flüssigem Stickstoff vereist und stirbt dadurch ab. Diese Methode wird häufig bei Pigmentflecken auf den Händen eingesetzt. 

  3. Säurepeelings
    Professionelle Peelings mit Fruchtsäure kommen vor allem bei oberflächlichen Hyperpigmentierungen zum Einsatz. Der Vorteil: Da das Peeling die Melanozyten zerstört, können keine neuen Pigmentflecken entstehen. Eine weitere Behandlungsmethode, um Pigmentstörungen dauerhaft loszuwerden, ist Microdermabrasion: Dabei werden die betroffenen Hautpartien mit einem speziellen Gerät behandelt, das abgestorbene Haut mit einem kleinen Schleifstein abträgt. Die Pigmentflecken verschwinden dadurch nach und nach.

Da bei allen drei Methoden die Gefahr besteht, dass bei einer nicht-professionellen Behandlung Narben oder unregelmäßige Pigmentierungen zurückbleiben, sollten Sie sie nur von einem erfahrenen Hautarzt oder im Kosmetikstudio durchführen lassen.

Als Alternative zur Behandlung beim Dermatologen oder einem spezialisierten Kosmetiker können auch hautbleichende, oft rezeptpflichtige Kosmetikprodukte Pigmentflecken dauerhaft entfernen. Um das Produkt individuell auf Ihren Hauttyp abzustimmen und unerwünschte Ergebnisse zu vermeiden, sollten Sie sich im Vorfeld der Anwendung allerdings vom Hautarzt oder einem anderen Hautspezialisten beraten lassen. Grundsätzlich gilt: Überlegen Sie, ob die dauerhafte Entfernung der Pigmentflecken wirklich die beste Option für Sie ist. Hyperpigmentierung stellt in den meisten Fällen kein gesundheitliches Risiko da und lässt sich mit den passenden Kosmetikprodukten selbst im Gesicht schnell und einfach kaschieren, wenn Sie Sommersprossen und Co. als optischen Makel empfinden.